Toller Tag für Kinder krebskranker Eltern auf dem Hofgut Serrig

„Meine Mama hat immer noch Krebs“. „Ja. Und die Kühe sind besonders toll!“

Wir haben eine Gruppe von Kindern besucht auf dem Hofgut Serrig.
Ein Hofgut ist ein großer Bauern-Hof.

An diesem Tag gibt es zwei Gefühle gleichzeitig.
Die Kinder denken an die Krankheit von einem Eltern-Teil.
Und die Kinder freuen sich über den schönen Tag auf dem Hofgut.

Die Kinder kommen von der Beratungs·stelle Papillon.
Das spricht man so: „Pa-pi-jo“.
Papillon ist eine Beratungs·stelle. Papillon hilft Familien.
Bei jedem Kind ist mindestens ein Eltern-Teil krank.
Die Eltern haben Krebs.
Papillon berät die Kinder und ihre Familien.
Das Thema ist: Wie geht man mit der Krankheit um?

Manchmal machen die Familien von Papillon auch gemeinsame Ausflüge.
Zum Beispiel den Ausflug zum Hofgut Serrig.
Das Hofgut Serrig schenkt dem Verein Papillon schon zum 3. Mal einen Hofgut-Tag.
Alle Kinder sind höchstens 11 Jahre alt.
Das sagt Louisa Theobald.
Sie arbeitet bei Papillon.

Louisa Theobald sagt: Der Tag auf dem Hofgut ist ein tolles Erlebnis für die Kinder.
Die Kinder kommen für einen Tag aus ihrem Alltag heraus.
Sie erleben den ganzen Tag lang tolle Aktionen.

Dieses Jahr gibt es viele Angebote:
– Mit der Feldbahn fahren. Die Feldbahn ist eine kleine Eisenbahn.
– Beeren pflücken.
– Cajón spielen. Das spricht man so: „Ka-chon“ mit ch wie in Dach. Cajón ist eine Trommel.
– Tiere füttern.
Und noch mehr.

Das hilft den Kindern.
Die Kinder lernen sich untereinander kennen.
Sie merken: Andere Kinder erleben das Gleiche.
Das gibt Halt.
Und die Kinder können die Sorgen vom Alltag für einen Moment vergessen.

Ein paar Kinder sind schon zum 2. oder 3. Mal dabei.
Das Programm auf dem Hofgut Serrig ist jedes Jahr anders.
Dieses Jahr mochten die Kinder die Kühe besonders gern.
Ein Kind sagt: Die Schweine waren auch toll. Aber die Kühe waren ein bisschen besser. Die Schweine haben nämlich gestunken.
Ein anderes Kind sagt: Es gab auch kleine Kälber.
Die Kinder fanden auch das Obst-Pflücken und das Gemüse-Pflücken toll.
Sie fanden die Feldbahn cool.
Und sie fanden die Brötchen und die Croissants zum Frühstück richtig lecker.

Der Tag mit den Kindern ist auch für die Helfer und Helferinnen immer wieder etwas Besonderes.
Die Helfer und Helferinnen kommen vom Hofgut und von der Feldbahn.
Sie freuen sich über die glücklichen Gesichter von den Kindern.
Sie beantworten Fragen.
Und sie sind gerne dabei.

Harald Pokorny ist von dem Verein Feldbahn-Freunde Serrig.
Harald Pokorny sagt: Das ist wirklich schön.
Der Verein kümmert sich um die Feldbahn.
Die Feldbahn hat Gleise. Die Gleise sind ungefähr 1 Kilometer lang.
Die Bahn ist schon sehr alt. Sie ist ungefähr 120 Jahre alt.

Zum Mittagessen gibt es selbst gemachte Schnitzel mit Pommes.
Danach gibt es sogar noch ein Eis.
Jetzt hören wir keine Erzählungen mehr von zuhause.
Die Kinder freuen sich nur noch auf das weitere Programm von dem Tag.

Toller Tag für Kinder krebskranker Eltern auf dem Hofgut Serrig

„Meine Mama hat immer noch Krebs“. „Ja. Und die Kühe sind besonders toll!“

Direkt in den ersten Minuten, als wir die Kindergruppe besuchen, zeigt sich die Ambivalenz des Tages: die Erfahrungen mit der Krankheit von Eltern auf der einen Seite, die Freude über den schönen Tag auf der anderen Seite. Und zugleich beschreibt es den Hofgut treffend:

Zu Gast auf dem Hofgut Serrig sind einige Kinder der Beratungsstelle Papillon. Mindestens eines ihrer Elternteile hat Krebs und von Papillon bekommen die Kids und ihre Familie gemeinsame Beratung zum Umgang mit der Krankheit. Manchmal können sie auch gemeinsam Aktivitäten wahrnehmen. So auch auf dem Hofgut, das dem Verein nun im dritten Jahr in Folge einen Hofgut-Tag geschenkt hat.

Für die Kinder, alle nicht älter als elf Jahre, ist das ein tolles Erlebnis, sagt Louisa Theobald, hautpamtliche Mitarbeiterin bei Papillon. Denn sie kommen aus ihrem Alltag mal heraus und können den ganzen Tag lang tolle Aktionen wahrnehmen. Angeboten werden in diesem Jahr Fahrten mit der Feldbahn, Beerenpflücken, Cajón (Trommel) spielen, Tiere füttern und einiges mehr. Das helfe den Kindern nicht nur, sich untereinander kennenzulernen und so den Halt von Gleichgesinnten zu bekommen, sondern auch einfach mögliche Sorgen des Alltagslebens zu vergessen.

Ein paar der Kinder sind bereits zum zweiten oder sogar schon zum dritten Mal dabei. Das Programm auf dem Hofgut Serrig wechselt jedes Jahr. Die Kühe waren dieses Jahr besonders beliebt: „Die Schweine waren zwar auch toll, aber die Kühe waren ein bisschen besser, weil die Schweine so gestunken haben.“ „Es gab auch Kälbchen.“ Auch das Obst- und Gemüsepflücken fanden die Kids „toll“, die Feldbahn „cool“ und die Brötchen und Croissants zum Frühstück „richtig lecker“.

Für die Helfenden seitens Hofgut und Feldbahn ist der Tag mit den Kindern immer wieder etwas Besonderes: Sie freuen sich über die glücklichen Gesichter, beantworten Fragen und sind gerne ein Teil davon. Das ist wirklich schön – sagt Harald Pokorny vom Verein Feldbahnfreunde Serrig, der die 1,2 Kilometer Gleise der ursprünglich schon 120 Jahre alten Bahn betreut.

Als es dann zum Mittagessen selbstgemachte Schnitzel mit Pommes und danach sogar noch ein Eis gibt, hören wir keine Erzählungen von zuhause mehr. Nur noch Vorfreude auf das weitere Programm des Tages.

Saarbrückens Ober-Bürger·meister steht Rede und Antwort bei Special Olympics

Die nationalen Spiele 2026 von Special Olympics waren im Saarland.
Haupt-Stadt Saarbrücken hat viele Wett-Bewerbe aus·gerichtet und einige Feiern.
Auch die Ab·schluss-Feier war dort.

Am Rande der Feier haben wir den Ober-Bürger·meister von Saarbrücken, Uwe Conradt (CDU) ge·troffen.
Wir haben ihm Fragen ge·stellt zu Special Olympics, Inklusion in der Politik und vielem mehr.

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Mini-Barriere-Check: Mehr-Generationen-Spielplatz!

In der Stadt Sankt Wendel im Saarland gibt es einen besonderen Spiel-Platz.
Er ist für Kinder, Senioren und Menschen mit Beeinträchtigung zusammen.
Wir haben den Spiel-Platz ge·checkt,
zusammen mit der ersten Bei·geordneten der Stadt Sankt Wendel, Elisabeth Krob (CDU).

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Sankt Wendel barriere-frei? Special Olympics und ein krasser Spiel-Platz

Sankt Wendel im Saarland hat Wett-Kämpfe von Special Olympics aus·gerichtet.
Was macht die Politik der Stadt selbst für Barriere-Freiheit?
TACHELES hat nach·gefragt bei Elisabeth Krob (CDU), erste Bei·geordnete und Stadt-Rats-Mitglied von Sankt Wendel.

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inklusive PARTYzipation – Fotos und Interviews!

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Gespräch mit Jörkk Mechenbier

Jörkk Mechenbier ist Sänger.
Er singt bei den Bands „LOVE A“ und „Trixsi“.
Er macht auch Musik mit dem Duo „Schreng Schreng & La La“.

Am 8. November ist Jörkk bei der PARTYzipation in Trier.
Das ist ein inklusives Musik-Fest.
Das heißt: Menschen mit und ohne Behinderung feiern zusammen.

Vor der Party hat Jörkk ein Interview gegeben.
Er hat über viele Themen gesprochen.
Zum Beispiel über Rücken-Schmerzen.
Er hat gesagt:
„Früher fand ich vieles doof.
Heute tut mir oft der Rücken weh.“

Jörkk hat auch über Punk-Musik („Pank“-Musik) gesprochen.
Er sagt: Punk wird nicht alt.
Punk ist laut.
Punk sagt die Meinung.
Punk ist für alle da.

Jörkk angelt gern Fische.
Er sagt: Beim Angeln kann ich gut nach·denken.
Still sitzen mag er trotzdem nicht lange.

Jörkk freut sich auf die Party in Trier.
Er kennt die Stadt schon gut.
Er war dort schon oft.

Auf der PARTYzipation spielt Jörkk neue Musik.
Mit seinem Duo Schreng Schreng & La La.
Auch die Band Kosmonovski ist dabei.
Und DJ Nilpferdmann macht Musik zum Tanzen.

Die PARTYzipation findet in der TUFA in Trier statt.
Die TUFA ist ein Kultur-Haus.
Die Party beginnt um 16 Uhr.
Der Eintritt ist kostenlos.

Alle sind eingeladen.
Die Veranstalter sagen:
Teilhabe heißt: Alle feiern zusammen.

Kommt vorbei.
Hört euch das Interview an.
Tanzt mit.
Feiert mit.
Alle sind willkommen.

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inklusive PARTYzipation – Fotos und Interviews!

„Früher ging mir alles auf den Sack – heute auf den Rücken“

Am 8. November wird die TUFA zur Punk-Zone: Die PARTYzipation geht in Runde fünf – mit dabei die Akustik-Chaoten Schreng Schreng & La La!

Frontmann Jörkk Mechenbier (von LOVE A und Trixsi) hat mit uns über Rückenschmerzen, Punk, Inklusion und den ganz normalen Wahnsinn gesprochen:
Warum er lieber Fische angelt als stillsitzt, wieso Punk nicht alt wird – und was Trier damit zu tun hat – das gibt’s im Interview.

PARTYzipation Vol. V – Inklusion trifft Punkrock!

Am 8. November 2025 wird die Tuchfabrik Trier (TUFA) wieder zum Ort für gelebte Inklusion, Gemeinschaft und gute Musik: Die PARTYzipation geht in die fünfte Runde!
Das inklusive Musikfestival bringt Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen – auf, vor und hinter der Bühne. Der Eintritt ist frei, gefeiert wird ab 16 Uhr.

In diesem Jahr wird’s besonders punkig: Mit dabei sind die inklusive Punkband Kosmonovski und das Akustik-Duo Schreng Schreng & La La, das sein neues Album präsentiert. Frontmann Jörkk Mechenbier, vielen in Trier bekannt als Sänger von LOVE A und Trixsi, hat uns im Vorfeld ein paar Fragen beantwortet – über Rückenschmerzen, Punk, das Älterwerden und natürlich die Vorfreude auf die PARTYzipation.
Außerdem sorgt DJ Nilpferdmann mit einem Mix aus Swing, Jazz und elektronischen Beats für den passenden Auftakt des Abends.

Die PARTYzipation ist mehr als nur ein Konzertabend: Sie ist ein Statement für Teilhabe, Vielfalt und gemeinsames Feiern.
Oder wie die Veranstaltenden sagen:

„Teilhabe heißt, gemeinsam Spaß zu haben – ob auf der Bühne oder im Publikum.“

Also: Kommt vorbei, tanzt mit, feiert mit – alle sind willkommen!


„Mensch ist mehr“-Ausstellung in Trier

In Trier gibt es jetzt die Ausstellung: „Mensch ist mehr“.
Es geht um: un·sichtbare Beeinträchtigungen.

Wir haben ge·sprochen mit:
Klaus Jensen (Schirm-Herr),
Jana Degrott (Projekt Sonnen-Blumen),
Gerd Dahm (Behinderten-Beirat Trier),
Christian Ludwig (Behinderten-Beirat Trier).

Die Ausstellung zeigt:
31 Menschen mit Beeinträchtigungen, die man nicht direkt sehen kann.
Sie erzählen ihre Geschichten.

Noch diese Woche in Trier,
im Eingang von VHS und Stadt-Bücherei,
schräg gegen·über dem Dom.

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„Mensch ist mehr“-Ausstellung in Trier

In Trier gibt es jetzt die Ausstellung: „Mensch ist mehr“ zum Thema unsichtbare Beeinträchtigungen.

Wir haben ge·sprochen mit:
Klaus Jensen (Schirm-Herr),
Jana Degrott (Projekt Sonnen-Blumen),
Gerd Dahm (Behinderten-Beirat Trier),
Christian Ludwig (Behinderten-Beirat Trier).

Die Ausstellung zeigt 31 Menschen mit unsichtbaren Beeinträchtigungen. Sie erzählen ihre Geschichten.

Noch diese Woche in Trier, im Eingang von VHS und Stadt-Bücherei, schräg gegen·über dem Dom.


Barriere-Check: Landes-Ausstellung

Wir haben einen Barriere-Check gemacht:
In der Landes-Ausstellung „Marc Aurel“.
Die ist sogar in zwei Häusern in Trier:
im Landes-Museum und im Stadt-Museum.
Marc Aurel ist ein Kaiser von den Römern.

Wir haben geschaut:
Welche Barrieren gibt es?
Wie gut kommen Menschen mit Beeinträchtigung klar?

Das haben wir zusammen mit dem SWR Trier gemacht.
Das Video seht ihr hier bei uns.
Den Text in schwerer Sprache lest ihr hier beim SWR (klicken).
Den Text in Leichter Sprache lest ihr hier bei uns weiter unten (oder hier klicken).
Unten sind auch Fotos (hier klicken).

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in Leichter Sprache: der Artikel

Barriere-Freiheit im Museum?
Wir haben den Test ge·macht.
Hier lest ihr über:
10 Barrieren, die wir ge·sehen haben.
Sie sind:

  1. Tür-Öffner am Eingang schwer zu sehen
  2. Text im Aufzug schwer zu lesen
  3. Manchmal ist es zu dunkel
  4. Erklär-Text schwer zu lesen
  5. Zu viel Text auf ein·mal
  6. Dunkler Flur zum Aufzug
  7. Ausstellungs-Stück schwer zu sehen
  8. Wo geht es lang?
  9. Die Tür ist zu schwer
  10. Kein direkter Weg mit dem Aufzug

Klickt auf die Zeile, wenn ihr direkt zu einem Kapitel wollt.

Was war gut? Das lest ihr hier.

Und hier geht es direkt zum Ergebnis.

Tür-Öffner am Eingang schwer zu sehen

Wir wollen ins erste Museum,
das Rheinische Landes-Museum.

Es gibt einen Aufzug direkt neben dem Haupt-Eingang.
Der Haupt-Eingang hat große Treppen.
Den Aufzug sehen wir nicht direkt.
Aber er ist nah.

Als wir in den Aufzug wollen:
Er geht nicht auf.
Das Problem:
Es gibt eine Taste zum Aufmachen.
Die ist außen an der Tür.
Sie ist nicht leicht zu sehen.

Patrick und Heinrich in einer dunklen Tür mit schmalem Eingang, draußen eine silberne Taste

Text im Aufzug schwer zu lesen

Nach dem ersten Aufzug gehen wir in die Ausstellung.
Da brauchen wir einen zweiten Aufzug.
Der ist in einem Flur,
hinter einer Ecke,
hinter einer Tür.
Den müssen wir erst finden.

Als wir den Aufzug finden, kommt noch ein Problem:
Der Text im Aufzug ist in Weiß auf Glas.
Das sieht man fast nicht.
Und er ist recht klein.
Und zu hoch für Roll·stuhl-Fahrer
Heinrich und Patrick über·sehen den Text.
Als sie später noch mal schauen:
Sie können ihn nicht lesen.

Weiße Schrift auf Glas, schwer zu lesen, im Hintergrund verschwommen eine Stein-Mauer

Manchmal ist es zu dunkel

Im Landes-Museum:
Die Ausstellung ist oft sehr dunkel.
Das soll besondere Stimmung machen.

Aber: Man sieht nicht gut.
Menschen mit Seh-Problemen kommen nicht gut klar.
Man weiß nicht: Wo geht es lang?
Man sieht Infos nicht.

Patrick sagt:
„Ich bin fast an einen Pfosten ge·stoßen.
Das Licht hier ist nicht optimal.
Ich kann nicht alle Ausstellungs-Stücke erkennen.“

Katharina Ackenheil arbeitet für das Museum.
Sie sagt:
Es gibt Vorgaben.
Die Ausstellungs-Stücke dürfen nur eine gewisse Menge Licht haben.
Denn: Sie sind empfindlich.
Deshalb: Wir müssen es dunkler machen.

Patrick und Heinrich in einem dunkelblau beleuchteten Raum

Erklär-Text schwer zu lesen

Die meisten Texte sind gut zu lesen.
Manchmal ist es aber schwer.
Manche Texte haben wenig Kontrast.
Sie haben hellen Text auf hellem Hinter·grund.
Heinrich sagt:
„Das ist sehr viel Text.
Ich sehe alles total ver·schwommen.“

Katharina Ackenheil vom Museum sagt:
Stimmt, das ist schwer.
Das ist hoffentlich eine Ausnahme.
Uns ist wichtig, dass die Texte für alle gut zu lesen sind.

Heinrich schaut auf eine helle Wand mit heller Schrift, schwer zu lesen

Zu viel Text auf ein·mal

Manche Texte sind sehr lang.
Das kann schwierig sein.
Texte in Leichter Sprache gibt es nicht.
Das ist nicht inklusiv.

Das Museum hat einen Audio-Führer.
Da kann man sich Dinge leicht und einfach an·hören.
Das kann helfen.
Heinrich kommt damit gut klar.
Er sagt:
„Ich kann alles verstehen
und die Bedienung ist einfach.“

Patrick vor einer lilafarbenen Wand mit sehr viel kleinem Text

Dunkler Flur zum Aufzug

Jetzt müssen wir mit dem Aufzug weiter.
Aber: Wir sehen den Aufzug nicht.
Es ist sehr dunkel.
Wir sehen nur eine dunkle Treppe.

Dann finden wir einen kleinen Flur.
Er ist sehr finster.
Heinrich sagt:
„Hier ist es stock-dunkel.
Es könnten irgendwo Stufen sein.
Ein Fehl-Tritt und ich liege hier.“

Patrick sagt:
„Da kann man sich in der Dunkelheit leicht ver·laufen.
Man sieht nicht einmal,
wo der Aufzug-Knopf ist.“

sehr dunkel, Schrift: Fortführung Rundgang mit Piktogrammen Rollstuhl und Pfeil nach links, dort ein kleines rotes Licht in der Dunkelheit

Ausstellungs-Stücke schwer zu sehen

Die meisten Ausstellungs-Stücke sind gut zu sehen.
Manche jedoch nicht.
Sie sind zu hoch oder weit weg.

Ein Beispiel seht ihr im Bild.
Hier konnte Patrick nicht heran·fahren,
denn: Der Kasten war im Weg.
Es war aber auch sehr hoch.

Patrick sagt:
„Ich muss mich ganz schön strecken.
Manchmal: Ich sehe nur die Hälfte.“

Patrick reckt sich weit, um von oben in eine Vitrine schauen zu können

Wo geht es lang?

Im Landes-Museum:
Nicht immer ist klar,
wo es weiter·geht.
Es fehlen Hinweise oder Symbole.

Patrick sagt:
„Wenn ich allein hier wäre,
würde ich mich nicht zurecht·finden.“

Im Stadt-Museum:
Es ist deutlich einfacher.
Aber: Wer einen Aufzug braucht,
hat ein anderes, großes Problem.
Das lest ihr gleich.

Patrick inmitten alter Wandteppiche schaut sich um, wo es weitergeht

Die Tür ist zu schwer

Im Stadt-Museum hatten wir zwei große Probleme.
Das erste Problem:
Die Tür vor der Kasse geht zwar automatisch.
Aber die Türen in der Ausstellung gehen nicht automatisch.
Patrick bekommt sie nicht auf.
Die Tür ist zu schwer für ihn.
Er kann nicht allein klar·kommen.

Patrick zieht an einer grauen Glastür mit der Beschriftung Marc Aurel

Kein direkter Weg mit dem Aufzug

Das größte Problem im Stadt-Museum:
Die Ausstellung ist auf zwei Stock·werken.
Wenn man den ersten Stock ge·sehen hat:
Man muss eine Treppe hoch in den zweiten Stock.
Und der Aufzug?

Für den Aufzug muss man durch die Ausstellung zurück,
den anderen Besuchern entgegen.
Dann fährt man hoch.
Dann steht man Ende der Ausstellung.
Man muss wieder gegen die anderen Besucher zurück zur Treppe.
Dann kann man in der richtigen Reihen·folge weiter·gucken.
Das ist sehr kompliziert und nervig.

Das Stadt-Museum sagt dazu:
Wir kennen das Problem.
Wir können das im Moment nicht anders bauen.
Denn: Es geht um Denk·mal-Schutz
und uns fehlt der Platz
und wir bekommen kein Geld dafür.
Wir wollen es irgend·wann in Zukunft besser machen können.

Heinrich und Patrick in einem engen Treppenhaus mit nur Stufen

Gute Beispiele

Ein paar Sachen sind wirklich gut:
Man kann die meisten Dinge gut sehen.
Es gibt Audio-Führer in Leichter Sprache.
Man kann sich Klapp-Stühle aus·leihen und mit·nehmen zum hin·setzen.
Der Boden war überall gut.
Es gibt Leute vom Museum, die helfen können.

Man merkt:
Das Stadt-Museum guckt schon länger auf Barriere-Freiheit.
Das Landes-Museum macht das erst seit dieser Ausstellung.
Aber: Beide Museen haben Barriere-Freiheit im Blick.
Das finden wir wichtig und toll.

Sehr gut finden wir:
Die beiden Museen wollen dazu·lernen.
Sie freuen sich über den Besuch von uns.
Sie sagen: In Zukunft machen wir das noch besser.

Ergebnis: Note?

Im Landes-Museum:
Es gab verschiedene Probleme mit Texten und mit dem Licht.
Auch der Aufzug war nicht leicht.

Im Stadt-Museum:
Es gab Probleme mit den Türen und der Position vom Aufzug.

Das Stadt-Museum guckt besser auf Barriere-Freiheit als das Landes-Museum.
Im Landes-Museum gibt es kleine bis mittlere Probleme, dafür mehr.
Im Stadt-Museum gibt es wenige Probleme, dafür große.

Alles in allem:
Man kommt ganz gut zurecht.
Es gibt Probleme,
aber es gibt auch viel, das funktioniert.

Heinrich, Patrick und Michael ver·geben die Schul-Note: 2.

Barriere-Check: Landes-Ausstellung

Wir haben die Landes-Ausstellung „Marc Aurel“ getestet: Kommen Menschen mit Beeinträchtigung selbstständig klar oder gibt es viele Barrieren?

Gemeinsam mit dem SWR Trier waren wir im Landes- und im Stadtmuseum Trier. Das Video und die Bilder seht ihr hier bei uns. Den Text lest ihr in Leichter Sprache bei uns oder in „schwerer“ Sprache beim SWR.


Barriere-Check: Inklusions-Lauf Trier-Olewig

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Am 3. August ist der Inklusions-Lauf in Trier-Olewig. 
Hunderte Läuferinnen und Läufer machen Sport, verteilt über den Tag.
Das ist zu Gunsten von der Lebenshilfe Trier.

Beim Inklusions-Lauf kann jeder mit·machen: laufen, rollen, gehen, …

Wir haben einen Check gemacht: 
Ist die Strecke barriere-frei? 
Was sagt der Organisator?

Schaut das Video und seid dabei!

Barriere-Check: Inklusions-Lauf Trier-Olewig

Am 3. August ist der Inklusions-Lauf in Trier-Olewig.  Hunderte Läuferinnen und Läufer machen verteilt über den Tag mit, zugunsten der Lebenshilfe Trier.

Beim Inklusions-Lauf kann jeder mit·machen: laufen, rollen, gehen, …

Wir haben einen Check gemacht: Ist die Strecke barriere-frei? Was sagt der Organisator?

Schaut das Video und seid dabei!


Hier fängt die Zukunft an. Oder? Abschluss von FairWeg

Tach von TACHELES.
Wir haben mit dem Projekt FairWeg von der Lokalen Agenda 21 Trier zusammen gearbeitet.
Wir haben das Projekt seit Anfang 2023 begleitet.
Es ging um:
Leute, die Veranstaltungen machen,
lernen über Inklusion.
Sie lernen: So macht man Veranstaltungen mit weniger Barrieren.

Die Veranstaltungs-Reihe von Fair-Weg ist nun zu Ende.
Wir haben die Leute ge·troffen.
Julia Schuhn und Sophie Lungershausen waren bei uns zu Gast.
Julia ist Werk-Studentin.
Sophie ist die Geschäfts-Führerin von der Lokalen Agenda.
Wir haben ihnen Fragen ge·stellt über das Projekt.

Wie ist euer Gefühl:
Wie lief das Projekt?

Julia: 
Es lief gut.
Wir konnten inhaltlich viel rüber·bringen.
Mal schauen, was das für die Zukunft bringt.

Sophie:
Der Mix von den Themen hat gut den Nerv ge·troffen.
Das heißt: Die Themen sind aktuell und die Leute reden gerne darüber.
Auch gut: Wir haben Expertinnen und Experten ein·geladen.
Das kam sehr gut an.

TACHELES:
Eurem Gefühl nach: Was hat sich durch eure Veranstaltungen schon geändert in Sachen Inklusion in der Region Trier?

Julia:
Mehr Veranstalter haben das Thema Inklusion jetzt besser im Blick.
Wir konnten Netzwerke und Austausch schaffen.

Sophie:
Wir sind natürlich in einer Gruppe aus Leuten, die sich oft mit dem Thema beschäftigen.
Dadurch haben wir das Gefühl: Viele Leute kümmern sich um Inklusion.
Aber außer·halb von der Gruppe von uns: Viele müssen erst lernen über Inklusion.
Ein gutes Zeichen: die Mosel-Pop-Konferenz.
Da geht es um Musik.
Die Leute denken aber auch an Teil·habe.
Und das Kultur-Amt von der Stadt Trier arbeitet am Thema.

TACHELES:
Was für Leute waren bei euren Lern-Treffen dabei?

Julia: 
Vor allem regionale Veranstalter wie die Kultur-Karawane oder die Stadt-Verwaltung.

Sophie:
Das war ein buntes Publikum. Auch Museums-Pädagoginnen und Pädagogen.

TACHELES:
Auch große Veranstalter?

Sophie:
Eher die aus der Region.

TACHELES:
Wie sind die Rückmeldungen von den Leuten, die bei den Lern-Treffen dabei waren?

Julia:
Positiv. Sie sagen, es war hilf·reich.
Sie haben neue Kontakte schließen können.
Sie haben neue Ansätze kennen·gelernt.
Sie haben ge·lernt über Inklusion und sind sensibler dafür ge·worden.

TACHELES:
Die Leute, die bei euch gelernt haben, machen Events. 
Kennt ihr Rückmeldungen von Besuchern, die auf so einem Event waren?

Sophie:
Wir haben kein genaues Beispiel für eine Rückmeldung leider.
Wir haben aber allgemein den Eindruck, dass es gut ist für die Leute.
Die Veranstalter sagen, sie haben gute Dinge von den Besuchern gehört.
Zum Beispiel, wenn Besucher genau wissen, wann eine Veranstaltung anfängt und wann die Musik anfängt.
Das hilft den Menschen.

TACHELES:
Wichtig ist auch, dass der Rahmen rund um ein Event barriere-frei ist.

Sophie:
Genau. Das kann noch besser laufen.
Im Projekt selbst können wir das jetzt nicht mehr machen.
Das ist zu Ende und die Förderung ist zu Ende.
Aber wir reden bei der Stadt Trier mit dem Arbeits-Kreis „barriere-freie Wege“.
Das ist ein guter Einfluss.
Wir haben angefangen mit FairWeg, weil es viele Themen für Nach·haltigkeit gibt: Wasser, Energie, Mobilität und viele mehr.
Das ist dann ein Thema für die Zukunft.

TACHELES:
FairWeg muss auch die Manager von den Künstlern ins Auge fassen. 
Die machen viel aus.
Wenn die keine Inklusion wollen, ist es aus.

Julia:
Guter Punkt.
Dafür muss der Veranstaltungs-Ort die Regeln machen.
Dann muss sich der Manager daran halten.
Das ist wichtig.

Sophie:
Wenn es von vielen Seiten kommt, ist es besser.
Am besten: Manager, Veranstalter und Künstler.
Das sind dann drei Seiten.

TACHELES:
Wir haben das Gefühl:
Erst, seit die Förderungen für Inklusion hoch-gegangen sind, schauen die Veranstalter mehr auf Inklusion.
Es sieht aus, als geht es ihnen nur ums Geld.
Was meint ihr dazu?

Julia:
Unterschiedlich. 
Große Veranstalter waren nicht so viel dabei bei unseren Kursen wie kleinere Veranstalter.
Alle, die dabei waren, für die war es in Herzens-Thema.

Sophie:
Wenn es am Ende etwas nützt, ist es doch gut.
Förder-Programme, bei denen es ums Geld geht, bekommen Aufmerksamkeit von den Veranstaltern und den Managern.
Am Schluss lernen sie dann trotzdem über Inklusion.
Wenn das die Tür ist, dann sind sie danach aufmerksamer für Inklusion.
Dann machen sie es hoffentlich aus Überzeugung.

Julia:
Und vielleicht hat man mit Förderungen Geld für Dinge aus·gegeben.
Die Dinge hat man später auch noch.
Damit kann man seine Veranstaltung besser barriere·frei machen.
Und wenn man die Dinge hat, kann man das immer wieder nutzen.

TACHELES:
Wollt ihr jetzt eine Anlauf-Stelle für das Thema einrichten?

Sophie:
Das wäre schön.
Aber wir können nur in Projekten arbeiten.
Wir würden also ein eigenes Projekt dafür brauchen.
Das haben wir nicht.
Wir müssten dafür eine Anschluss-Förderung finden.

Julia:
Medien so wie unser Hand-Buch stehen immer frei im Internet.
Auch, wenn wir nicht aktiv sind.
Die Inhalte sind trotzdem da.

TACHELES:
Sind denn weitere Projekte bei euch geplant?

Sophie:
Wir haben bei Aktion Mensch ein Projekt beantragt.
Wir wollen in ganz Rheinland-Pfalz eine Fort·bildung machen.
Ganz toll wäre, wenn das von den Kultur-Ministerien RLP und Saarland ge·fördert wird.
Wahrscheinlich wird das nur zwei Jahre lang gehen.
Gleich·zeitig wollen wir weiter Werbung für Inklusion machen und Veranstaltern helfen.
Weiter auch mit Expertinnen und Experten zusammen.

Danke für die Antworten.
Viel Erfolg!

Wählen nicht immer barriere-frei möglich

Barriere-frei wählen in Trier: immer noch Probleme

Hier ist der Artikel in Leichter Sprache.
Der Original-Artikel in Schwerer Sprache ist HIER beim SWR: drauf-klicken!

Am Sonntag ist die Bundes·tags-Wahl.
Deutschland wählt eine neue Regierung.
Die Stadt Trier sagt:
Alle Wahl-Lokale sind barriere-frei.
Aber: Es gibt immer noch Probleme.
Wir haben das zusammen mit dem SWR Trier ge·sehen.

Der SWR hat einen Bericht ge·macht mit uns.
Wir haben uns zusammen Wahl-Lokale in Trier an·geschaut.
Der SWR schreibt in Schwerer Sprache.
Hier sind die Infos in Leichter Sprache.

Wahl-Lokal auf dem Berg

Wir waren zusammen in Kürenz unterwegs.
Das ist ein Teil von Trier.
Da ist eine Grund·schule.
Die heißt: Egbert-Grund·schule.
Das ist am Sonntag ein Wahl-Lokal.

Damit man da hin·kommt,
muss man steil den Berg hoch.
Der TACHELES-Reporter Patrick sitzt im Roll-Stuhl.
Er sagt:
„Ich kann das alleine nicht.
Da rolle ich rück·wärts.“
Auch für alte Menschen ist das ein großes Hindernis.

Die Stadt Trier sagt:
Das Wahl-Lokal ist barriere-frei.
Denn: Es wird eine Rampe geben bei der Treppe.
Und man kann mit dem Auto hin·fahren.
Den Berg kann man nun mal nicht ver·meiden,
sagt die Stadt.

Der Leiter von TACHELES, Lucas, sagt:
Nicht jeder Mensch kann Auto fahren.
Dann müssen andere Leute helfen.
Das geht aber nicht immer.

Der TACHELES-Redakteur Michael sagt:
Die Stadt soll auch mehr Bord-Steine absenken
und Schlag-Löcher weg·machen.

Viele andere Probleme

Wenn die Stadt sagt:
„Alle Wahl-Lokale sind barriere-frei“,
dann meint sie:
Der Raum von dem Wahl-Lokal ist barriere-frei.
Also: Innen drin gibt es Hilfen.
Zum Beispiel:
Schablonen für den Stimm-Zettel
oder Wahl-Helferinnen und Wahl-Helfer.

Aber man muss auch zum Wahl-Lokal hin·kommen.
Auch für Menschen mit Seh-Problemen kann das schwer sein.

Wir waren beim Pfarr-Saal in Kürenz.
Da ist auch ein Wahl-Lokal am Sonntag.
Da gibt es keine Leit-Linien zum Fühlen.
Es gibt keinen Über-Weg über die Straße.
Es braucht klare Hinweise oder Schilder.

Infos sind nicht gut ge·macht

Die Wahl-Benachrichtigung ist ein Brief.
Den be·kommt jeder vor der Wahl.
Den braucht man zum Wählen.
Da stehen alle wichtigen Infos drin.
Zum Beispiel zum Termin und zum Ort.

Aber: Der Brief macht Probleme.
Die Schrift ist klein
und es ist keine Leichte Sprache.
Die Infos sind nicht für jeden Menschen gut zu finden.

Hilfe von anderen

Manche Leute brauchen beim Wählen Hilfe.
Dann können andere Menschen helfen.
Dafür sind auch die Wahl-Helferinnen und Helfer da.
Aber das geht nicht immer so einfach.

TACHELES-Redakteur Patrick war Wahl-Helfer.
Er hat letztes Jahr bei der Europa-Wahl ge·holfen.
Er sagt:
Einmal brauchte eine alte Frau Hilfe.
Aber wir wussten nicht:
Dürfen wir da helfen?
Uns hat das Wissen ge·fehlt.

Andere Möglichkeiten

Wenn das Wahl-Büro oder der Weg dahin nicht barriere-frei ist:
Man kann einen Antrag stellen.
Dann kann man in ein anderes Wahl-Büro.
Oder man kann Brief-Wahl machen.
Dafür muss man auch einen Antrag stellen.
Das ist nicht für alle gut.
Denn: Anträge sind schwierig.

Michael von TACHELES sagt:
Wenn es weniger Barrieren gibt,
dann gehen mehr Menschen wählen.
So haben sie vielleicht keine Lust.