Winter-Spiele von Special Olympics 2024: Rück-Blick

Vor Kurzem: Die Winter-Spiele von Special Olympics.
Die waren in Thüringen.
Hier seht ihr: So sahen die aus.

Und: Wir haben ge·sprochen mit Tim Steinmann.
Er ist Kletterer.
Er hat Rheinland-Pfalz ver·treten.
Er war einer von 900 Athleten.
Er hat Gold und Silber ge·wonnen.
Hier redet er darüber: So war es.

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Winter-Spiele von Special Olympics 2024: Rück-Blick

Wir blicken zurück auf die Winter-Spiele von Special Olympics und haben auch exklusiv mit Tim Steinmann über seine zwei Medaillen gesprochen. Er hat Rheinland-Pfalz vertreten und mit rund 900 Athlet*innen die Spiele gefeiert.

Podcast hören:


Nie wieder ist jetzt! Demo in Trier gegen Rechts

In Trier wareine Demo:
Am Sonntag, 28. Januar,
an der Porta Nigra.
Gemeinsam gegen Rechts,
für ein buntes Trier.
Es waren 10 Tausend Leute da,
sagt die Polizei.
Gemeinsam sind wir stark!
Mehr Infos und Bilder von der Demo hier:

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Nie wieder ist jetzt! Demo in Trier gegen Rechts

Wir zeigen hier Eindrücke von der Demo gegen Rechts, für ein buntes Trier. Es waren 10.000 Menschen da laut Polizei Trier. Gemeinsam sind wir stark!


Rathaus Zeitung Trier: Artikel zum Nach-Lesen und An·hören

Januar 2024 – Aus·blick auf das Jahr

Tach von TACHELES! Frohes neues Jahr!
2024 wird ein spannendes Jahr. Es ist viel los. Vor allem: Wir dürfen wählen, Europa- und Kommunal-Wahlen. Wir erklären euch das kurz.

Europa-Wahlen: Ganz viele Menschen in Europa dürfen wählen. Sie wählen Politikerinnen und Politiker. Die sollen dann bestimmen über die EU. Die EU ist eine Gruppe von 27 Staaten, zum Beispiel: Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn und viele mehr. Die EU macht viele wichtige Gesetze. Deutschland muss sich an die Gesetze von der EU halten.

Kommunal-Wahlen: Diese Wahlen sind viel kleiner. Aber: Sie sind auch sehr wichtig. Es geht um den Stadt-Rat. Der ist für die ganze Stadt Trier. Und es geht um die Orts-Bei-Räte. Die sind für die Stadt-Teile von Trier. Die Politikerinnen und Politiker entscheiden über viele wichtige Dinge in Trier: bauen, wohnen, Geld und vieles mehr. Sie entscheiden auch mit: Wie viel macht die Stadt Trier in den nächsten Jahren für Inklusion?

Aktuell: Im Stadt-Rat von Trier sind die Grünen am stärksten. Dann die CDU, dann die SPD. Nicht ganz so stark, aber auch da·bei: Linke, AfD, UBT, FDP, Die Partei und Freie Wähler.

Bei der nächsten Wahl wird alles neu bestimmt.

Die Wahlen sind beide zusammen am 9. Juni. Wir werden noch mehr darüber reden.

Dieses Jahr gibt es auch noch den großen Protest-Tag für Menschen mit Beeinträchtigung am 5. Mai. Viele Menschen werden laut sein und es gibt abends die Party-zipation.

Übrigens: Es gibt noch 2024-Kalender von dem Projekt Selbst-Vertretung und uns. Meldet euch schnell, wenn ihr einen wollt.

Habt ihr Tipps, über was wir mal berichten sollen? Sagt es uns. Wir freuen uns auf die Ideen von euch!

Dezember 2023 – Rück·blick auf das Jahr

Für dieses Jahr sagen wir zum letzten Mal: Tach von TACHELES! Es war sehr viel los. Auch rund um Inklusion. Wir wollen noch mal darauf schauen.

Dieses Jahr: Wir durften anfangen mit den Texten hier. Wir freuen uns: So können viele Leute lernen über Inklusion. Viele Leute haben Inklusion auch ge·sehen in diesem Sommer. Es gab die Special Olympics Welt-Spiele in Berlin. Wir waren da. Es war super toll! Vorher: Panama war in Trier. Es gab einen Fackel-Lauf und Feste, auch in der Stadt. Viele Menschen haben sich ge·troffen. Das war schön.

Vorher im Jahr: Es gab den Protest-Tag am 5. Mai. Wir waren dabei. Es gab eine große Demo in der Stadt. Auch: Das Nord-Bad hat neu auf·gemacht. Wir haben es ge·testet auf Inklusion. Gute Arbeit!

Die Partyzipation war zwei·mal. Toll: Menschen mit und ohne Beeinträchtigung haben zusammen ge·feiert. Bei FairWeg von der Lokalen Agenda haben Veranstalter ge·lernt: So macht man Events barriere-frei. Da kommt auch noch mehr. Wir haben die erste Inklusions-Medaille von uns ge·geben an die Fan-Szene Trier. Sie haben viel ge·holfen im Mosel-Stadion.

Die Stadt Trier hat sich ein Zertifikat geben lassen. Also eine Urkunde, für Barriere-Freiheit. Wir finden: Das ist ein guter Anfang. Doch: Die Stadt selbst ist nicht so barriere-frei: viele Angebote, Straßen, Geschäfte, die Innenstadt, die Busse und vieles mehr haben noch Probleme.

Wir freuen uns auf nächstes Jahr: neuer Protest-Tag am 5. Mai, Europa- und Kommunal-Wahlen, Landes-Spiele von Special Olympics… und ganz viel, über das wir dann berichten können. Wir freuen uns auf spannende Gespräche.

Wir wünschen euch: Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

November 2023 – sicht·bar machen

Tach von TACHELES! Es gibt viele tolle Dinge. Aber: Man muss sie kennen. Wenn man etwas nicht kennt: Dann kann man es nicht toll finden. Deshalb: Man muss tolle Dinge weiter-erzählen. Man muss tolle Dinge sehen. Man muss über tolle Dinge lernen. Also: Man muss etwas tun. Das ist wichtig.

Was heißt das? Bei Inklusion zum Beispiel: Wenn niemand etwas für Inklusion tut, dann lernt niemand Inklusion kennen. Es ist wichtig: Alle Menschen gehören zusammen. Niemand wird aus·ge·schlossen. Das müssen wir weiter-erzählen. Und das müssen wir zeigen.

Wie zeigt man das? Menschen müssen Inklusion leben. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung müssen zusammen-kommen. Das gibt es nicht oft. Leider. Aber: Es gibt Chancen. Zum Beispiel: Partyzipation.

Was ist Partyzipation? Das ist eine Party. Sie ist für alle Menschen, mit und ohne Beeinträchtigung. Alle sollen zusammen feiern. Der Name kommt von: Partizipation. Das heißt: teil-haben oder mit dabei sein. Bei der Party können alle dabei sein. Es gibt die Party zum zweiten Mal. Sie findet hier statt: TuFa Trier, Freitag, 10. November, ab 17 Uhr, für 5 Euro. Es gibt Musik von zwei Bands: Alpina Weiß Bescheid und Sweat like Chianti („Swett laik Kianti“). Es gibt auch Über·raschungen. Seid dabei!

Auch Inklusion: Ein paar Leute von TACHELES fahren bald nach Berlin. Sie wurden ein·ge·laden von Corinna Rüffer. Das ist eine Politikerin aus Trier. Sie fahren zusammen mit dem Projekt Selbst-Vertretung und mit anderen Menschen. Sie lernen dann viel über Politik. 

Übrigens: Es gibt bald Kalender von TACHELES und der Selbst-Vertretung. Da sind tolle Bilder drin. Und viele Infos in Leichter Sprache. Damit zeigt man viel von Inklusion. Wollt ihr einen Kalender? Meldet euch bei uns.

Und bis bald auf der Partyzipation!

Oktober 2023 – Einsatz und Wille

So geht es voran: Jeder packt mit an!

Lernen ist toll. Reden ist toll. Aber am wichtigsten: Machen und an·packen. Denn: Nur dann werden Dinge besser. Manche Leute machen das. Deshalb: Wir sagen Danke. Und: Wir machen auf·merksam. Wir haben drei Beispiele:

Vor Kurzem: Wir haben die erste TACHELES-Medaille ver·geben. („Medaille“ spricht man so: Me – Dall – Je.) Die ist dafür: Menschen setzen sich ein für Inklusion. Es ist eine Aus·zeichnung. Wir haben sie ge·geben an die Fan-Szene Trier. Das ist eine Gruppe von Fußball-Fans. Denn: Im Mosel-Stadion in Trier gibt es Probleme mit Barriere-Freiheit. Die Stadt Trier hat ein paar Probleme behoben. Die Fans auch. Sie sagen: Alle sollen gemeinsam im Stadion Spaß haben können. Sie spenden Eintritts-Karten, sie machen andere Hilfen und sie wollen noch mehr ver·bessern. Danke!

Wir waren im Nord-Bad in Trier. Wir haben ge·testet: Können Menschen mit Beeinträchtigung hier Spaß haben, ohne Hilfe? Wir sagen: Es ist gut. Aber: Es geht noch etwas besser. Toll: Es waren Chefs vom Nord-Bad dabei. Sie waren dank·bar für unsere Tipps. Sie haben manche Dinge direkt ver·bessert. Andere Dinge haben sie sich auf·ge·schrieben. 

Die Lokale Agenda ist ein Verein in Trier. Sie macht Treffen. Die sind für Leute, die Ver·anstaltungen organisieren. Die Leute lernen: So macht man Ver·anstaltungen inklusiver. Das letzte Treffen ging um Hör-Behinderung. Beim nächsten Treffen geht es um Seh-Behinderung. Das ist am 25. Oktober. Das Projekt heißt: Fair-Weg. Viele Menschen mit Beeinträchtigung wollen auf Events. Deshalb: Events sollen barriere-frei sein. Dann kann jeder ins Publikum. Das wäre toll!

September 2023 – Nord-Bad Trier

Das Nord-Bad in Trier war lange zu. Denn: Es wurde um·gebaut. Seit diesem Sommer ist es wieder offen. Wir waren da. Wir haben ge·testet: Können Menschen mit Be·einträchtigung da einen schönen Tag haben?

Uns ist auf·gefallen: Beim Um-Bau haben die Leute an vieles gedacht. Ein paar Probleme hatten wir aber.

Am Eingang haben wir ge·sehen: Die Kasse ist zu hoch. Danach: Wir haben die Umkleide für Be·einträchtigte erst nicht ge·funden. Aber sie ist sehr gut. Im Auf·zug ist das Licht aus·gegangen und es war dunkel. Aber wir fanden toll: Es waren Leute vom Nord-Bad da. Die haben sich das direkt auf·geschrieben.

Wenn man ins Wasser will: Es gibt viele Möglichkeiten. Treppe, Springen, am Becken-Rand sitzen, rutschen oder ein Lift. Für Menschen im Roll-Stuhl: Es gibt Stellen, da ist der Becken-Rand hoch. Das ist gut zum Um-Setzen. Es gibt eine Mini-Rutsche extra für Roll-Stuhl-Fahrer. Und es gibt den Lift. Den haben wir probiert. Man kann ihn selbst steuern. Er fährt vom Rand aus über das Wasser und dann runter. Das ging gut.

Wir wollten neben dem Becken sitzen und uns ent·spannen. Die Bänke waren gut. Wir wünschen uns noch Griffe. Das Essen konnten wir nicht testen. Die Speise-Karte vom Eis hat Bilder. Das ist super. Das andere Essen hat keine Bilder. Das macht es schwieriger.

Alles in allem: Wir waren recht zufrieden. An manchen Problemen wurde ge·arbeitet. Zum Beispiel an den Park-Plätzen. Das finden wir wichtig.

Wir haben zum ersten Mal einen Pokal ver·geben. Es gibt Bronze für Gut, Silber für Sehr Gut und Gold für Perfekt. Was glaubt ihr: Welchen Pokal haben wir dem Nord-Bad ge·geben?

Ihr seht es in dem neuen Video von uns „Barriere-Check: Nord-Bad!“. Jetzt auf YouTube und der Internet-Seite von uns.

Juli 2023 – Panama in Trier. Trier in Berlin

In den letzten Wochen war ein Thema wichtig: Zusammen-Halt. Es ging um: Gemeinsam leben. Egal, ob mit oder ohne Be·ein·trächti·gung. Diese Wochen sind vorbei. Aber: Ist das Thema auch schon vorbei?

Anfang Juni: Trier war Host Town (sprich: „Host Taun“). Menschen mit Be·ein·trächti·gung waren zu Gast. Sie kamen aus Panama. Es gab Aktionen für Inklusion. Schade: Es war wenig Publikum da. Wir finden: Inklusion braucht mehr Werbung.

Danach: Panama ist nach Berlin ge·fahren. Da waren die Welt-Spiele von Special Olympics (sprich: „S-pe-schell O-lüm-picks“). Es waren über 180 Länder in Berlin. Wir von TACHELES waren auch da. Wir haben Berichte ge·macht. Es war toll: Die Leute waren sehr offen. Alle hatten Spaß zu·sammen. 

Ein paar Menschen aus Trier waren da als Helfer. Sie sagen: Die Stimmung war perfekt. Toll: Menschen lernen so Inklusion kennen. Und alle Medien haben ge·redet über: Zusammen-Halt.

Die Welt-Spiele sind zu Ende. Alle sind wieder zu·hause. Und was ist mit Inklusion und Zusammen-Halt? Das Alt-Stadt-Fest in Trier war nicht so inklusiv. Schlecht. Wir wollen es uns nächstes Jahr genau an·schauen. Die Medien reden weniger über Zusammen-Halt.

Inklusion ist wichtig. Nicht nur einen Monat lang. Wir wünschen uns: Alle sollen weiter sprechen über Inklusion. Niemand soll das Thema ver·gessen. Nur dann wird es besser. Macht mit!

Juni 2023 – Host Town, Panama in Trier

Große Chance für mehr Inklusion

Panama in Trier! Das ist etwas Besonderes. Sportler·innen und Sportler aus Panama besuchen diesen Monat Trier. Denn: Sie reisen zu den Welt-Spielen von Special Olympics in Berlin. Vor·her machen sie hier Pause. Wir finden: Super spannend!

Panama ist sehr weit weg. Des·wegen freuen wir uns: Wir werden viel Neues lernen. Sogar über Inklusion. Denn: Die Sportler sind beeinträchtigt. Wir wollen über Inklusion in Deutsch·land und Panama reden.

Wir finden schade: Die Leute aus Panama bleiben nur kurz. Sie kommen Montag-Abend an. Dienstag und Mittwoch haben sie viel Programm. Sie fahren Donnerstag ganz früh am Morgen wieder. Da gab es wohl Probleme mit den Flügen. Und die Leute in Berlin, die alles organisieren, sagen: Panama darf nicht am Donnerstag in Trier ent·spannen und Freitag los-fliegen. Schade. Das ist viel Stress für alle.

Die Stadt Trier macht diesen Monat viel rund um Inklusion. Zum Beispiel: Es gibt ein inklusives Sport-Fest (10.06). Es gibt einen Fackel-Zug mit Panama und danach Musik (14.06.). Das finden wir super. So viel Ein·satz für Inklusion soll es immer geben. Wir hoffen: Viele Leute sollen davon mit·bekommen. So können viele Leute über Inklusion lernen. Vielleicht merken sie dann: Inklusion macht Spaß. Inklusion ist wichtig. Die Menschen müssen das ver·stehen und er·leben. Erst dann machen sie selbst mehr für Inklusion. 

Wir hoffen auch: Die Veranstaltungen sollen erfolg·reich sein. Dann sehen die Politiker·innen und Politiker: Inklusion ist wichtig und groß.

Seid ihr auch bei den inklusiven Angeboten? Wir schauen uns alles an und machen Berichte. Viel·leicht treffen wir uns. Dann können wir reden. Wir freuen uns darauf!

Mai 2023 – Protest-Tag

Tach von TACHELES!

Dieser Text ist in Einfacher Sprache. Das hat einen Grund:

Wir sind das inklusive Medien-Team von der Lebenshilfe Trier, gefördert von Aktion Mensch. Wir sind ab heute in der Rathaus Zeitung Trier. Einmal im Monat könnt ihr von uns lesen. 

Es gibt TACHELES seit 2021. Wir sind zehn Menschen. Manche haben eine Beeinträchtigung. Manche haben keine Beeinträchtigung. Fast alle von uns arbeiten in ihrer Freizeit. Wir denken: Unsere Arbeit ist wichtig. Wir haben auch viele Partner.

Wir berichten über viele Themen. Zum Beispiel: Politik, Gesellschaft, Kultur, Sport oder Buntes. Immer wichtig: Alles hat zu tun mit Inklusion oder mit Barriere-Freiheit. Wir berichten mit Videos, Bildern, Texten und Podcasts. Wir nutzen unsere Internet-Seite, YouTube, Facebook und Instagram. Ihr seht die Namen von den Seiten ganz unten. Wir haben überall Leichte und Schwere Sprache. Auf der Internet-Seite gibt es eine Vor-lese-Funktion. Wir berichten für alle Menschen. Hier in der Rathaus Zeitung sprechen wir einmal im Monat über Trier und die Stadt.

Was heißt Inklusion? Das heißt: Alle Menschen leben sehr gut zusammen. Wir schließen niemanden aus. TACHELES ist auch inklusiv. Bei TACHELES arbeiten alle zusammen. Gemeinsam sind wir stark.

Als nächstes geht es um: den Protesttag am 5. Mai, Special Olympics und Host Town. Der 5. Mai ist ein besonderer Tag: Wir sind zusammen laut. Wir machen Protest. Denn: Es muss noch viel mehr Barriere-freiheit und Inklusion geben. Macht mit: am Freitag, 5. Mai, ab 16 Uhr, an der Porta Nigra.

Wir hoffen: Viele Menschen reden mit. Das ist wichtig. Nur dann wird die Welt besser. Also: Redet über unsere Berichte! Und viel Spaß beim Lesen!

April 2023 – die Zusammen-Arbeit von uns

Warum arbeiten TACHELES und die Rathaus-Zeitung zusammen?

TACHELES ist das inklusive Medien-Team der Lebenshilfe Trier. Da bei uns Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenarbeiten, wissen wir, wie wichtig Menschlichkeit ist. Wir wissen auch, wie unwürdig sich unsere Redakteur*innen behandelt fühlen, wenn ihnen Möglichkeiten verwehrt werden. Hohe Bordsteine, keine Leichte Sprache, Vorurteile und vieles mehr sind große Probleme. Sie zerstören Barrierefreiheit und Inklusion.

TACHELES möchte sich stark machen für eine menschlichere Welt. Alle Menschen sollen gut miteinander leben, Barrieren sollen kein Problem sein. Gemeinsam sind wir stark.

Dafür ist es wichtig, dass viele Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Nur im Austausch kann man lernen, sich kennenlernen und etwas bewegen. Wir wollen also sensibilisieren für unsere Themen und für den Blick unserer Redaktion auf die Welt. Wir wollen jedoch auch begeistern mit spannenden Berichten über interessante Themen und Menschen. Das ist für uns gelebte Inklusion.

Die Rathaus Zeitung Trier ist dafür eine starke Plattform. Hier können wir ganz Trier erreichen und mit vielen Leuten ganz lokal ins Gespräch kommen. Auch erreicht die Rathaus Zeitung viele Menschen ohne Internet wie Beeinträchtigte und Senioren. Wir hoffen, dass wir überdies einen Startschuss für inklusivere Medien in der Redaktion setzen können. Niemand soll mehr ausgeschlossen werden. Gemeinsam möchten wir sozusagen Tacheles reden. Wir freuen uns schon sehr auf den Austausch und alle Rückmeldungen.

April 2023 – Vorstellung von TACHELES

Tach von TACHELES!

Dieser Text ist in Einfacher Sprache. Das hat einen Grund:

Wir sind das inklusive Medien-Team von der Lebenshilfe Trier, gefördert von Aktion Mensch. Wir sind ab heute in der Rathaus Zeitung Trier. Einmal im Monat könnt ihr von uns lesen. Warum? Und was machen wir? Das erzählen wir euch heute.

Wir sind zehn Menschen. Manche haben eine Beeinträchtigung, manche haben keine Beeinträchtigung. Wir berichten aus der Sicht von uns über die Welt. Fast alle bei uns arbeiten nur in ihrer Freizeit. Wir machen das aus einem Grund. Wir denken: Unsere Arbeit ist wichtig.

Wir berichten über viele Themen. Zum Beispiel: Politik, Gesellschaft, Kultur, Sport oder Buntes. Also eigentlich alles. Wir machen da keine Grenzen. Immer wichtig: Alles hat zu tun mit Inklusion oder Barriere-Freiheit.

Was heißt Inklusion? Das heißt: Alle Menschen leben sehr gut zusammen. Wir schließen niemanden aus. Also: Ich kann das machen, was ich will und was ich kann. TACHELES ist auch inklusiv. Bei TACHELES arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen, ganz normal. Gemeinsam sind wir stark.

TACHELES will Barrierefreiheit und Inklusion zeigen. Wir wollen darüber sprechen. Denn: Wenn viele Leute darüber sprechen und lernen, ist das gut. Dann wird die Welt besser. Wir wollen: Die Welt soll immer besser werden für alle Menschen. Dafür machen wir Berichte. Wir berichten mit Videos, Bildern, Texten und Podcasts. Ihr könnt die Berichte hören, sehen und lesen. Wir nutzen unsere Internet-Seite, YouTube, Facebook und Instagram. Ganz unten seht ihr die Namen von den Seiten. Auf der Internet-Seite gibt es eine Vor-lese-Funktion. Ihr könnt euch Texte vor-lesen lassen. Wir haben Leichte und Schwere Sprache immer überall. Wir berichten für alle Menschen. 

Es gibt TACHELES seit 2021. Aktion Mensch hilft uns fünf Jahre lang. Wir haben Partner: Die Rathaus Zeitung Trier, das SWR Studio Trier, den OK54, Special Olympics Rheinland-Pfalz, die Lokale Agenda 21 Trier und die Landes-Zentrale für politische Bildung. Wir arbeiten viel zusammen.

Wir berichten jetzt in der Rathaus Zeitung. Wir sind einmal pro Monat in der Zeitung. Wir sprechen über viele Themen. Denn: Wir wollen reden über Inklusion, Barriere-Freiheit und Trier.

Advent, Weihnachten, neues Jahr – alles Gute!

TACHELES sagt Danke!
Für ein tolles Jahr 2023.
Wir haben viel Besonderes erlebt!

Wir freuen uns auf 2024.
Ganz TACHELES wünscht euch:
Einen schönen Advent,
frohe Weihnachten
und einen guten Start ins neue Jahr!

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Advent, Weihnachten, neues Jahr – alles Gute!

TACHELES sagt Danke für ein tolles Jahr 2023 mit vielen besonderen Erlebnissen! Wir freuen uns auf 2024 und wünschen bis dahin eine schöne Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 2024!


Neue Weihnachts-Karten für Senioren-Zentren

Letztes Jahr:
Wir haben etwas an·gefangen.
Wir haben Karten für Weihnachten ge·macht.
Das machen wir auch dieses Jahr.

Die Karten sind für alte Menschen
in Senioren-Zentren.
Wir wollen:
Niemand soll sich einsam fühlen.

Des·wegen:
Wir haben Karten
ge·malt,
ge·schrieben
und be·klebt.

Wir hoffen:
Die Karten sollen ein schönes Weihnachten machen.
Wir wünschen euch:
Frohen ersten Advent!

Neue Weihnachts-Karten für Senioren-Zentren

Letztes Jahr haben wir eine neue TACHELES-Tradition angefangen. Und auch dieses Jahr schreiben, malen und bekleben wir Karten für einsame Menschen in Seniorenzentren. Wir wollen nicht, dass sich Menschen an Weihnachten einsam fühlen und deswegen haben wir nach Kräften einen großen Stapel Karten gemacht, den wir verteilen können. Wir hoffen, dass die Karten zu einem herzlichen, warmen Weihnachtsfest beitragen können.

Wir wünschen euch einen frohen ersten Advent!


Die Party des Jahres – Partyzipation 2!

Es gab eine große Party.
Die heißt:
Party-zipation.

Das ist ein Wort-Spiel mit:
Parti-zipation.
Das heißt:
teil-nehmen oder dabei sein.

Die Party war in der TuFa.
Das ist in Trier.
Die Stimmung war super.
Alle haben ge·feiert.

Wir haben ein Video gemacht:
So stark war die Party!
Schaut es euch jetzt an!

Übrigens:
Hier seht ihr noch mal die letzte Party, klicken!

Und die nächste Partyzipation ist dann:
Protest-Tag,
05. Mai 2024.

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Die Party des Jahres – Partyzipation 2!

Tach von TACHELES!

Die Partyzipation ging in die zweite Runde. Die Stimmung war so fröhlich wie selten und die drei Acts sind bei euch wohl so richtig stark angekommen.

In unserem Video seht ihr: So ging die Partyzipation ab! Ihr bekommt Eindrücke von allen Bands und exklusive Interviews mit den Künstler*innen.

Übrigens: Die nächste Partyzipation startet am Protesttag 05.05.2024.


So macht Theater Spaß

TACHELES war bei einem Theater.
Das Theater heißt: com.guck.
Das spricht man so: Komm guck.

Die Leute vom Theater treten bald auf.
Sie haben ein neues Stück.
Das heißt: Land unter.
Es geht um: Klima-Wandel.

Das Stück ist lustig
und für alle ab 6 Jahren.

Der erste Auf·tritt ist am:
Donnerstag, 20. Oktober
um 7 Uhr abends
in der TuFa Trier.

In dem Video von uns seht ihr schon mehr.

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So macht Theater Spaß

Beim inklusiven Theater com.guck in Trier stehen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam auf der Bühne. In ihrem neuesten Stück geht es um den Klimawandel – kindgerecht, lustig, mit viel Zusammenhalt. Premiere ist am 20.10.2023 um 19 Uhr in der TuFa Trier. Und einen ersten Einblick bekommt ihr in unserem Video!


Die Special Olympics Welt-Spiele in Berlin! Alle Berichte

Wir berichten aus Berlin!
Da sind die Welt-Spiele
von Special Olympics.
Das spricht man so:
S-peschel O-lüm-picks.

7 Tausend Sportler
aus 190 Ländern,
20 Tausend Helfer
und wir mitten-drin!

Wir sprechen über:
Inklusion in anderen Ländern,
Sport,
Barrieren in Berlin
und vieles mehr.

Diesmal:
Die Welt-Spiele sind in Deutsch·land.
Wann anders:
Die Welt-Spiele sind in anderen Ländern.
Es gibt nur in Deut·schland eine inklusive Redaktion
für die Spiele.
Bisher: in keinem anderen Land.
Wir sind Teil davon.

Dieser Text hat Kapitel.
Jedes Kapitel ist ein Bericht.
Das sind die Kapitel:

Fotos: Die ersten Bilder – mit Panama!
Video: So sehen die Welt-Spiele aus: Eindrücke und Stimmung
Fotos: Der Sport und die Welt-Spiele in Bildern
Text: Mark Solomeyer: „Nur 2 Länder auf der Welt sind inklusiv.“
Fotos: Die Stadt Berlin in Bildern
Text: Inklusion rund um die Welt: Umfrage
Fotos: Menschen von der ganzen Welt
Text: Erfahrungen mit der Bahn
Fotos: So viel Spaß hatten wir! Bilder vom Team
Video: Mini-Barriere-Check: Berlin! Der schlimmste Aufzug
Fotos: Ab·schluss-Feier

Ihr könnt hier auf ein Kapitel klicken.
Dann kommt ihr sofort da·hin.

Noch mehr von der Reise und den Erleb·nissen:
@tachelesmedien auf Facebook (Klicken!)
und auf Instagram.

Die ersten Bilder. Mit Panama!

Das war der erste Tag in Berlin:
Wir wollten sprechen mit Katharina Witt.
Sie war Sportlerin.
Sie war sehr gut.
Sie hat viel Gold gewonnen.
Sie machte Eis-Kunst-Lauf.
Leider:
Sie war immer weg.

Wir haben Panama wieder ge·troffen.
Panama war in Trier bei uns.
Das war toll.

Und:
Wir haben viel gute Stimmung ge·sehen.
Hier sind die Bilder:

Was für eine Stimmung!
Das waren die World Games 2023

Wir waren bei den Welt-Spielen
für fünf Tage.
Wir haben viel ge·sehen.
Wir haben viel ge·lernt.
Wir wollen euch die Stimmung zeigen im Video.

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Der Sport und die Welt-Spiele in Bildern

d

Mark Solomeyer: „Nur 2 Länder auf der Welt sind inklusiv.“

Es gibt über 200 Länder auf der Welt.
Nur zwei sind inklusiv.

Mark Solomeyer über die Welt-Spiele und über Inklusion.

Mark Solomeyer war mal Sportler.
Er hat mit-ge·macht bei Special Olympics.
Das spricht man so:
S-pe-schell O-lüm-piks.
Jetzt:
Er ist Sprecher von den Athleten in Rhein-Land-Pfalz.
Er ist Vize-Präsident von Special Olympics Deutsch-Land.
Er macht Werbung für die Welt-Spiele.

Wir haben mit Mark ge·sprochen.
Wolfgang und Heinrich von TACHELES haben das ge·macht.

Wolfgang:
Du bist seit ein paar Tagen in Berlin.
Gibt es in Berlin eine barriere-freie Zone?

Mark:
Nein.
Aber:
Immer mehr Leute wollen lernen über Inklusion.
Gestern wurden 17 Tausend Tickets ge·kauft.
An einem Tag!
Das hat niemand ge·dacht.
Der Sport und die Feiern sind toll.
Viele Leute mögen das.

Heinrich:
Welchen Sport magst du?

Mark:
Ich mag Badminton.
Also:
Feder-Ball.
Das habe ich selbst ge·spielt.
Aber:
Ich mag viel Sport.
Ich mache auch Werbung für die Welt-Spiele.
Und für Rhein-Land-Pfalz.
Viele Helfer sind von da.

Heinrich und Wolfgang:
Thema „barriere-frei“:
Wie sind Berlin und Rhein-Land-Pfalz?

Mark:
Berlin ist besser.
In Berlin:
Die Bahn-Steige sind besser.
Ich kann auf einen Knop drücken.
Dann sagen mir Menschen:
So kannst du fahren.
In Rhein-Land-Pfalz:
Ich muss immer die Rampe aus·klappen.
Ich brauche Hilfe.
Ich muss den Schaffner rufen.
Berlin ist eine große Stadt.
Berlin arbeitet schon länger an Inklusion.

Wolfgang:
Was hast du er·lebt in Berlin?

Mark:
Ich hatte viele Termine.
Ich habe wichtige Leute ge·troffen.
Und:
Ich frage Leute von uns:
Findet ihr alles gut?
Braucht ihr etwas?
Dann gebe ich das weiter.
Bisher:
Die Leute sind sehr glücklich.
Auch andere Länder.
Heute Abend:
Ich treffe Olaf Scholz.
Er ist der Bundes-Kanzler von Deutsch-Land.
Er und ich geben Aus·zeich·nungen.

Heinrich:
Oha!
Wir hatten Probleme mit den Bahnen.
Der Aufzug war sehr langsam.
Einmal:
Wir wollten in die Bahn.
Die Tür ging zu.
Manche waren drin.
Manche waren nicht drin.
Oder:
Der Roll-Stuhl hat nicht ge·passt.
Oft:
Die Stationen sind nicht barriere-frei.

Mark:
Das ist schlecht.
Danke für den Tipp.
Aber:
Andere Länder sind noch schlechter.
Zum Beispiel:
Brasilien.
Ich habe eine Frage für euch:
Es gibt auf der Welt über 200 Länder.
Zwei Länder sind inklusiv.
Welche?

Heinrich:
Holland?

Mark:
Genau!

Heinrich:
Belgien?

Mark:
Nein.

Wolfgang:
Norwegen?

Mark:
Genau!
Viele Länder machen sich auf den Weg.
Sie arbeiten an Inklusion.
Aber:
Nur zwei sind inklusiv!

Heinrich:
Sehr wenig!

Mark:
Und nur in Europa.

Die Stadt Berlin in Bildern

Berlin ist besser als Süd-Afrika
Inklusion rund um die Welt: Umfrage

Wie ist es mit Inklusion auf der Welt?

Wir haben ge·redet mit vielen Menschen.
Wir haben viel ge·lernt.
Hier sind die Infos.

Achtung:
Die Infos sind Meinungen von Leuten.
Es gibt noch viel mehr.
Andere Menschen haben eine andere Meinung.
Aber:
Wir finden es sehr spannend!

Frankreich:
„Es muss noch viel passieren.
Es braucht mehr Zusammen-Arbeit.
Zum Beispiel von:
Schulen und
Vereinen.
Es gibt viel Hilfe
von einem Menschen zum anderen Menschen.
Der Sport hilft viel.
Menschen treffen sich da.
Wir können uns entwickeln.“

Foto:
Wolfgang von TACHELES
spricht mit Thibault („Tibo“) aus Frank·reich.

Panama:
„Es ist sehr ver·schieden.
Wenn man reich ist:
Alles gut.
Wenn man arm ist:
Es gibt viele Probleme.
Das Land hat viele gute Ideen
seit einigen Jahren.
Aber:
Vieles fehlt.
Zum Beispiel:
Gute Arbeit.
Und:
In Deutschland:
Es gibt die Lebenshilfe.
In Panama:
Es gibt keine Orga·nisation zum Helfen.“

Kanada:
„Kanada arbeitet schon lange an Inklusion.
Wir akzeptieren alle Menschen.
Aber:
Auf dem Land ist es schwer.
Manche Menschen können nicht laufen
oder Auto fahren.
Das macht es schwer.“

Israel:
„Es gibt Pläne und Ideen.
Die sind sehr genau.
Wir arbeiten in vielen Be·reichen.
Zum Beispiel:
Buch-Läden,
Kaffees,
mit Hunden oder
im Hand-Werk.
Die Idee:
Jeder soll seine Möglich·keiten gut nutzen.
Aber:
Man muss das nicht machen.
Nur, wenn man will.“

Südafrika:
„Berlin ist toll.
Bei Inklusion:
Berlin ist besser als unser Land.
Die Menschen sind sehr offen.
Es ist egal:
Hautfarbe oder
Bildung.
Die Menschen sind freund·lich.
Bei uns:
Es gibt viele gute Ideen.
Es gibt sehr nette Menschen.
Aber oft:
Die Ideen kann man nicht wahr-machen.
Es fehlen Möglich·keiten.“

Simbabwe:
„Die Weltspiele sind wunder·bar.
Wir sehen so viel Neues.
Hier in Berlin:
Wir reden über Auf·züge.
Manche funktionieren nicht.
In Simbabwe:
Es gibt keine Auf·züge.
Wir haben fast nichts.
Manchmal:
Der Strom fällt zwei Wochen lang aus.
Ich bin hier mit Kindern.
Sie haben alle das gleiche T-Shirt.
Die Kleidung von ihnen zu·hause ist schlecht.
Manche Kinder be·sitzen fast nichts.
Fast gar nichts.“

Menschen von der ganzen Welt

Erfahrungen mit der Bahn

Wir waren viel unter·wegs in Berlin.
Wir wollten oft die Bahn nutzen.
Es gibt:
Die Tram.
Sie fährt auf der Straße und
auf Schienen.
Die S-Bahn.
Sie fährt wie ein kleiner Zug:
Die S-Bahn ist schneller als die Tram.
Und die U-Bahn.
Die U-Bahn ist wie ein Zug in der Stadt.
Sie ist am schnellsten.

Unser Problem:
Wir konnten die Bahnen oft nicht nutzen.
Denn:
Sie waren oft nicht barriere-frei.
Das haben wir so ge·merkt:
– es gab keinen Auf·zug.
– der Auf·zug ging nicht
oder war dreckig.
– es gab keinen Platz für Roll-Stühle.

An den Orten mit vielen Touristen:
Hier ist viel barriere-frei.
Viele andere Orte:
Es gibt Probleme.

Patrick von TACHELES vor einer S-Bahn, links ins Bild das Rollstuhl-Zeichen eines S-Bahn-Fensters montiert

Manchmal:
Die Züge waren voll.
Wir konnten nicht rein.
Denn:
Es waren viele Leute drin.
Wir hatten einen Rollator dabei
und einen Roll-Stuhl.
Sie haben nicht ge·passt.

Einmal:
Wir steigen ein.
Mitten·drin:
Die Tür geht zu.
Wir konnten sie nicht auf-halten
oder auf-machen.
Manche von uns waren in der Bahn.
Manche waren noch draußen.
Wir konnten nichts machen.

Unser Ergebnis:
Berlin ist barriere-freier als viele andere Städte.
Aber:
Bahn-fahren ist Stress
und es gibt viele Hürden.

So viel Spaß hatten wir: Fotos vom Team

Mini-Barriere-Check: Berlin!

Der schlimmste Auf·zug aller Zeiten!

Wir waren in Berlin.
Wir waren viel unter·wegs.
Wir haben das ge·nutzt:
Wir haben Videos ge·macht.

Es geht um:
Barriere-Check.
Wie barriere-frei kommen wir durch Berlin?

Darauf haben wir geachtet:
Bordsteine.
Sie waren oft niedrig.
Manche waren hoch.
Speisekarten.
Sie hatte keine Bilder
oder Leichte Sprache.
Ampeln.
Sie waren sehr schnell auf Rot.
Und:
Ein ganz schlimmer Aufzug.

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Fotos von der Ab·schluss-Feier

Die Special Olympics World Games in Berlin! Alle Berichte

Wir berichten vom größten Multi-Sportereignis in Deutschland seit Olympia vor 50 Jahren: 7000 Sportler*innen aus 190 Ländern, 20.000 Volunteers – und TACHELES mittendrin!

Wir sprechen über Inklusion in anderen Ländern, Sport, Barrieren in Berlin und vieles mehr. Ihr findet alles hier!

Die Welt-Spiele in Deutschland sind bisher die einzigen, bei denen es eine inklusive Redaktion gibt. Wir sind Teil davon.

Dieser Text hat Kapitel:
Fotos: Die ersten Bilder – mit Panama!
Video: So sahen die Weltspiele aus: Eindrücke und Stimmung im Video
Fotos: Der Sport und die Welt-Spiele in Bildern
Text: Mark Solomeyer: Nur zwei Länder auf der Welt sind inklusiv
Fotos: Die Stadt Berlin in Bildern
Text: Inklusion rund um die Welt: Umfrage
Fotos: Menschen von der ganzen Welt
Text: Unterwegs mit der Bahn – oder doch nicht?
Fotos: So viel Spaß hatten wir! Fotos vom Team
Video: Mini-Barriere-Check: Berlin! Der schlimmste Aufzug
Text: Unterwegs mit der S-Bahn – oder doch nicht?
Fotos: Abschiedsfeier mit Feuerwerk

Noch mehr von der Reise und unseren Eindrücken:
@tachelesmedien auf Facebook und Instagram.

Die ersten Bilder – mit Panama!

Das war an unserem ersten Arbeitstag in Berlin los:

Wir sind den halben Tag lang Katharina Witt hinterhergelaufen, haben sie aber leider nicht getroffen. Dafür konnten wir unsere Freunde aus Panama wieder treffen, die wir bei Host Town in Trier kennengelernt und begleitet haben. Und wir haben die ganze Action so richtig auf uns wirken lassen, an den Sportstätten und in der inklusiven Redaktion selbst.

Was für eine Stimmung!
Das waren die World Games 2023

Die Weltspiele von Special Olympics waren eine riesige Erfahrung. Während unserer Zeit in Berlin haben wir uns viel umgeschaut, viel gelernt und vor allem immer wieder versucht, die Stimmung einzufangen.

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Der Sport und die Welt-Spiele in Bildern

„Von 210 Ländern auf der Welt sind nur zwei inklusiv“

Special-Olympics-Koryphäe Mark Solomeyer über die Spiele und Inklusion

Nach seiner Zeit als aktiver Sportler hat Mark Solomeyer angefangen, sich für Special Olympics einzusetzen. Er ist Athletensprecher in Rheinland-Pfalz, Vizepräsident von Special Olympics Deutschland und Global Messenger bei den World Games 2023 in Berlin. Wolfgang und Heinrich von TACHELES haben mit ihm gesprochen.

Wolfgang:

Du bist jetzt schon länger in Berlin. Gibt es in Berlin eigentlich eine barrierefreie Zone?

Mark:

Nein. Aber: Mittlerweile gewinnt man ein inklusives Publikum. Allein gestern wurden 17.000 Tickets an einem Tag verkauft. Das hätte keiner gedacht. Special Olympics hat mittlerweile so eine Strahlkraft. Die Sportstätten, die Abschlussveranstaltung. Da sieht man, wie toll die Gesellschaft das annimmt.

Heinrich:

Was für eine Sportart magst du denn so?

Mark:

Ich komme eigentlich aus dem Badminton. Aber ich mag Sport einfach so. Ich bin ja auch Global Messenger. Also ich mache weltweit Werbung für Special Olympics, vor allem natürlich in und mit Deutschland. Aus unserem Bundesland Rheinland-Pfalz sind auch einige Offizielle und ganz viele Helfer dabei.

Heinrich und Wolfgang:

Wenn du mal Berlin und Rheinland-Pfalz vergleichst: Wie ist es so mit der Inklusion?

Mark:

Hier in Berlin auf jeden Fall barrierefreier als in Rheinland-Pfalz. Hier sind zum Beispiel Bahnsteige besser angeglichen. Bei mir zuhause auf der Rhein-Lahn-Strecke, da muss man immer die Rampe ausklappen. Da muss man erst den Schaffner rufen, damit er einem hilft. Und der nächste von mir aus, da hing ein Schild: „Nicht für Rollstuhlfahrer“. Hier kann ich auch an der Station auf einen Knopf drücken und der Service sagt mir, wo ich hinfahren muss. Das kenne ich sonst nicht. Das sind so Sachen, die helfen total.

Berlin ist eine Großstadt, die ist schon länger am Thema dran. Bei uns in Rheinland-Pfalz fehlt es noch mehr. Deswegen ist unsere Arbeit so wichtig.

Heute Abend treffe ich 

Wolfgang:

Was hast du bisher so erlebt in Berlin?

Mark:

Anfangs hatte ich viel mit Politik zu tun. Viele Empfänge in Botschaften, von Politikern, Pressekonferenzen. Das ist auch meine Aufgabe. Ich frage unsere Teams aus Deutschland und Rheinland-Pfalz: Was braucht ihr? Was wollt ihr noch? Das gebe ich dann weiter. Aber bisher habe ich vor allem sehr viel Gutes gehört. Die Spiele hier sind toll inklusiv. Das sagen mir auch andere Länder.

Heute Abend treffe ich Olaf Scholz, unseren Bundeskanzler, und vergebe mit ihm zusammen Medaillen.

Heinrich:

Wow!

Wir hatten gestern Probleme mit der S-Bahn. Der Aufzug war so langsam. Und als wir einsteigen wollten, ist die Tür zugegangen. Da standen ein paar von uns in der Bahn und ein paar noch draußen. Und heute Morgen kam der Rollstuhl nicht in die Bahnen rein. Und viele Stationen sind überhaupt nicht barrierefrei.

Mark:

Das ist nicht gut. Um das zu bemerken, da muss man einen dabeihaben, der einen Rollstuhl hat. Das habt ihr. Deswegen ist es mir noch nicht passiert. Da bin ich sehr froh, dass es die Rückmeldung von euch gibt. 

Trotzdem ist es nicht so schlecht hier wie in anderen Ländern. Ich habe zum Beispiel aus Brasilien gehört: Da ist es gar nicht barrierefrei. Es gibt so viele Ländern, die nicht so barrierefrei sind.

Wir drehen die Fragen jetzt mal um. Wisst ihr: Es gibt zwei Länder, die sind total inklusiv. Wisst ihr, welche?

Heinrich:

Holland?

Mark:

Ja genau, Holland ist das eine.

Heinrich:

Belgien?

Mark:

Nein.

Wolfgang:

Norwegen?

Mark:

Ja, du bist genau richtig. Viele Länder machen sich auf den Weg. Total inklusiv sind bisher zwei. Und wenn man überlegt: Wir haben 210 Länder auf der Welt. Zwei davon sind inklusiv.

Heinrich:

Sehr wenig.

Mark:

Und beide sind in Europa.

Die Stadt Berlin in Bildern

Berlin ist besser als Südafrika
Inklusion rund um die Welt: Umfrage

So steht es um Inklusion in anderen Ländern

TACHELES hat beim Besuch der World Games mit vielen Menschen gesprochen. In großen und kleinen Gesprächen haben wir viel über Inklusion gelernt.

Wir haben euch die Infos zusammengefasst. Bitte beachtet: Es sind Meinungen von wenigen Menschen und andere Menschen können andere Meinungen haben. Dennoch fanden wir es sehr interessant.

Frankreich:

„Es muss sich noch einiges verbessern. Die Institutionen müssen viel mehr zusammenarbeiten, also Schulen, Vereine und so weiter. Aber es gibt viel individuelle Hilfe. Menschen mit Beeinträchtigung haben Kontakt zu anderen Menschen und bekommen Unterstützung von Betreuern. Der Sport hilft ganz viel. Da haben Menschen Chancen, zusammenzukommen und sich zu entwickeln.“

Foto: Wolfgang von TACHELES spricht mit Thibault aus Frankreich

Panama:

„Es ist sehr unterschiedlich. Wenn man reich ist, hat man keine Probleme. Wenn man arm ist, hat man es sehr schwer. Das Land bemüht sich seit einigen Jahren sehr. Aber oft fehlen noch die wichtigsten Dinge wie Hilfe, Rollstühle oder Arbeitsplätze. Es gibt auch keine Organisation wie die Lebenshilfe in Deutschland.“

Kanada:

„Wir sind sehr gut darin, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. Es gibt eine Menge zusätzliche Hilfen und Unterstützung. Aber außerhalb der Städte ist es trotzdem nicht leicht. Vor allem für Leute, die nicht oder nicht gut laufen oder Autofahren können. Aber Kanada arbeitet schon lange an Inklusion.“

Israel:

„In Israel werden Menschen mit Beeinträchtigung immer mehr in die Gesellschaft eingebunden. Wir arbeiten in Buchläden, Cafés, mit Hunden, im Handwerk oder wo auch immer wir es können. Jeder soll sein volles Potential ausschöpfen können. Da gibt es genaue Ideen und Pläne. Aber man muss das nicht machen, wenn man nicht will.“

Südafrika:

„Berlin ist toll. Die Stadt ist viel weiter als unser Land. Hier sind die Menschen sehr offen, sehr verschieden. Und kaum jemand sieht das als ein Problem. Es macht keinen Unterschied, zu welcher Gruppe von Leuten man gehört: Hautfarbe, Bildung, egal. Es gibt bei uns auch viele gute Ideen, freundliche Menschen. Aber oft kann man die guten Ideen nicht umsetzen, weil ganz viel fehlt.“

Simbabwe:

„Die Weltspiele sind so wunderbar. Wir kommen raus, sehen etwas Neues. Ihr sprecht hier über Aufzüge, die nicht funktionieren. Wir haben nicht einmal Aufzüge. Wir haben fast gar keine Strukturen. Manchmal fällt der Strom für zwei Wochen aus. Die Kids, mit denen ich hier bin, tragen alle das gleiche T-Shirt. Das macht uns gleich. Würden wir private Kleidung tragen – oh je! Das sähe nicht schön aus. Einige von ihnen besitzen nichts. Gar nichts.“ 

Menschen von der ganzen Welt

Unterwegs mit der Bahn – oder doch nicht?

In Berlin haben wir häufig die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt, also Tram, S-Bahn und U-Bahn. Leider konnten wir sie jedoch nicht ganz so häufig nutzen wie wir uns gewünscht hätten. Während die Bahnen selbst oft kein Problem sind, hat es an vielen Stationen dafür an einem Aufzug gefehlt oder der vorhandene Aufzug war kaputt (oder nicht benutzbar, siehe unser Video „Mini-Barriere-Check“). Das war weniger um den Innenstadtbereich herum der Fall, dafür jedoch umso häufiger an anderen Stationen. Gelegentlich waren die Bahnen auch so voll, dass der Rollstuhl und der Rollator unseres Teams einfach nicht hineingepasst hätten.

Patrick von TACHELES vor einer S-Bahn, links ins Bild das Rollstuhl-Zeichen eines S-Bahn-Fensters montiert

Einmal ist es uns sogar passiert, dass mitten beim Einsteigen die Türen zugingen. Sie ließen sich nicht aufhalten oder wieder öffnen, sodass ein Teil des Teams zurückblieb.

Unser Ergebnis:
Berlin ist zwar barrierefreier als andere Städte, die wir kennen. Das Bahnfahren hat uns dennoch ziemlichen Stress bereitet und so einige Behinderungen mit sich gebracht.

So viel Spaß hatten wir: Bilder vom Team

Mini-Barriere-Check: Berlin!

Der schlimmste Aufzug aller Zeiten!

Während unserer Zeit in Berlin waren wir viel unterwegs. Wir haben die Möglichkeit genutzt und ein paar Eindrücke eingefangen: Wie barrierefrei kommen wir durch Berlin? Wir schauen auf viele niedrige und ein paar hohe Bordsteine, Speisekarten ohne Bilder oder Leichte Sprache, sehr kurze Ampelzeiten und den schlimmsten Aufzug, der uns begegnen konnte. 

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Fotos von der Ab·schluss-Feier


Panama! Wir waren dabei. Host Town Trier

Bald: Die Welt-Spiele von Special Olympics.
Das spricht man so:
S-pe-schel O-lüm-picks.
Sie sind in Berlin.
Sie starten diesen Samstag.
Wir fahren nach Berlin.
Wir fahren nächste Woche.
Wir freuen uns sehr!
Die Welt-Spiele sind sehr groß.

Vorher: Leute aus Panama sind hier in Trier.
Sie sind Sportlerinnen und Sportler.
Sie fahren nach Berlin.
Aktuell: Sie machen hier Zwischen-Stopp.

Das machen die Leute aus Panama hier:
die Stadt anschauen,
trainieren und:
Es gibt einen Fackel-Zug.
Der ist am Mittwoch am Abend.
Da sollen viele Leute dabei-sein.
Danach gibt es Musik.

Das alles gehört zu einem Programm.
Das gibt es in ganz Deutsch-land.
Es heißt:
Host Town.
Das spricht man so:
Host Taun.
Leute von über-all auf der Welt
kommen nach Deutsch-land.

TACHELES ist mit dabei.
Wir treffen die Leute aus Panama.
Wir sprechen mit ihnen.
Wir finden: Das ist sehr spannend.
Wir zeigen euch ganz viel.

Diese Seite hat Kapitel:
Tag 1: Sprechen mit Panama beim Bowling
Tag 1: Sprechen mit wichtigen Leuten bei der Sport-Gymnastik
Tag 2: Fackel-Zug, Musik, Reden
Tag 2: Sprechen mit Bürger-Meisterin Garbes.

Training und Gespräche

„Es gibt in Panama viele Probleme“

Wir haben die Leute aus Panama ge·troffen.
Wir haben uns lange darauf ge·freut.
Wir waren mit dabei beim:
Bowling und
Sport-Gymnastik.

Beim Bowling:

TACHELES-Reporterin Bea war da.
Sie hat Fragen ge·stellt.
Die Fragen kommen von ganz TACHELES.

Sportlerin Alexandra

Wo in Panama kommst du her?

Ich komme aus Panama City.
Das ist die Haupt-Stadt.
Sie ist groß.

Wo arbeitest du?
Ich arbeite in einem Laden für Schuhe.
Ich ver·kaufe Damen-Schuhe.
Das ist ein inklusives Schuh-Geschäft.
Da arbeiten mehr Menschen mit Be·ein·trächti·gung.
Ich helfe den Kunden.

In Deutschland gibt es Unter·nehmen.
Da können Menschen mit Be·ein·trächti·gung arbeiten.
Gibt es das in Panama?

Nein.
Wir arbeiten alle wo anders.
Ich bekomme ein wenig Geld.
Ich spare.
Ich will nach Deutsch-land kommen.

Wie sieht dein Arbeits-Platz aus?

Es ist ein Geschäft.
Es ist in einem großen Einkaufs-Zentrum.

Was machst du in deiner Frei-Zeit?

Ich gehe gerne spazieren.
Ich mag Essen.
Vor allem Pommes.

Die drei Interviewpartnerinnen vom Bowling: Alexandra, Emma und Andrea

Sportlerin Andrea

Braucht man viel Geld, 
damit man in Panama gut leben kann?

Meine Familie hat genug Geld
zum Spazieren-Gehen und zum Essen-Gehen.
Ich lese gerne.
Uns geht es gut.
Meine Eltern habe eine Firma.
Ich arbeite im Büro.
Ich sortiere Papier und Dokumente.
Das ist im Zentrum von Panama.

Wie gefällt es dir in Trier?
Ich mag die Stadt.
Es gibt viele kleine Häuser.
Die sind viel kleiner als in Panama Stadt.
Ich mag die Häuser.
Ich war heute in der Basilika in Trier.
Die fand ich sehr gut.
Ich habe gebetet für meinen Opa.
Der ist vor Kurzem ge·storben.
Ich finde es etwas kalt hier.
Info:
Es waren an diesem Tag 29 Grad.

Wie kamst du zu deinem Sport?
Ich mache das seit zwei Jahren.
Ich bin ge·fragt worden.
Also: Ich habe es aus·probiert.

Trainerin Emma

Wie gut ist Panama für Menschen mit Be·ein·trächti·gung?
Es gibt viele Probleme in Panama.
Ich habe ein Kind mit Be·ein·trächti·gung.
Es gibt in Deutsch-land die Lebenshilfe.
So etwas gibt es in Panama nicht.
Be·ein·trächtigte brauchen Hilfe.
Sie bekommen nicht viel Hilfe.
Manche Firmen geben ihnen Arbeit.
Die Leute können kleine Arbeiten machen.
Zum Beispiel:
In Büros oder
in Banken.
Sie be·kommen ein wenig Geld.

Menschen mit Be·ein·trächti·gung haben wenige Freunde.
Fast alle Freunde haben auch eine Be·ein·trächti·gung.
Special Olympics hilft beim Freunde-finden.

Manche Familien sind reich.
Manche Familien sind arm.
Wie groß ist der Unter·schied?
Der Unter·schied ist groß.
Arme Kinder müssen an die öffent·liche Schule.
Das ist nicht gut.
Reiche Kinder gehen an die private Schule.
Das ist besser.
Manche Kinder mit Be·ein·trächti·gung gehen an die private Schule.
Sie lernen da viel.
Sie finden mehr Freunde.

Familien müssen sich selbst um viele Dinge kümmern.
Familien müssen nach Hilfe fragen.
Sie müssen Glück haben.
Dann be·kommen sie Hilfe.

Wir haben ge·hört:
Viele Menschen in Panama haben keinen Roll-Stuhl.
Sie müssen einen Büro-Stuhl nutzen.
Stimmt das?

Das habe ich noch nicht ge·sehen.
Aber:
Nur wer reich ist, kann einen Roll-Stuhl kaufen.
Wer arm ist, hat Probleme:
Man muss an Firmen schreiben.
Oder an wichtige Leute.
Man muss nach Spenden fragen.

Zum Schluss etwas Schönes:
Mir ge·fällt eure Hymne besser als die von Deutsch-land.

Hahaha.
Danke.
Sie ist sehr lebendig.

Bei der Sport-Gymnastik
Roderick, Wolfgang von TACHELES und Martina mit zwei Panamaerinnen auf einem zusammengestetzten Bild

Wolfgang war bei der Sport-Gymnastik.
Er hat das Training an·ge·schaut.
Er hat mit wichtigen Leuten ge·redet.
Einer aus Deutschland
und einem aus Panama.

Trainerin für Sport-Gym·nastik Marina

Du hast Menschen aus Panama zu Gast.
Wie ist das für dich?
Es ist eine große Ehre.

Warum wollte dein Verein mit-machen?
Das war wichtig für uns.
Für uns alle 
und für die jungen Mädchen von uns.
Wir sprechen nicht die Sprache von Panama.
Das ist Spanisch.
Panama spricht kein Deutsch.
Aber:
Sport ver·bindet.
Sport bringt uns zu·sammen.

Wir wollten auch zeigen:
Jeder kann Spaß haben mit Sport.
Nicht nur schlanke Mädchen.

Chef von den Panama-Gästen Roderick

Wo in Panama kommst du her?

Ich komme aus Panama City.
Das ist die große Haupt-Stadt.

Wie barriere-frei und inklusiv ist Panama?
In den letzten Jahren hat man viel ge·macht.
Die Busse und Bahnen sind barriere-frei.
Es gab lange ein Ministerium.
Das war nur für Menschen mit Be·ein·trächti·gung.
Jetzt arbeiten auch andere mit.
Das finde ich inklusiv.

Aber:
Es gibt immer noch ein Büro für Be·ein·trächtigte.
Das be·kommt Geld von der Politik und dem Lotto.
In dem Büro gibt es Gruppen.
Jede Gruppe steht für eine Be·ein·trächti·gung.
Zum Beispiel:
Blinde,
Gehör-Lose,
Roll-Stuhl-Fahrer,
geistig Be·ein·trächtigte
und so weiter.
Alle haben gleich viel zu sagen.

Aber:
In Deutschland gibt es Orga·nisa·tionen.
Die kümmern sich um Be·ein·trächtigte.
Zum Beispiel:
Die Lebens·hilfe.
Das gibt es in Panama nicht.

Was hat sich ver·bessert?
Früher: Es gab ein Büro für Be·ein·trächtigte.
Heute: Das Thema Lernen machen andere.
Nämlich das Bildungs-Minis·terium.
Jetzt: Alle gehen gemein·sam auf die Schule.
Be·ein·trächtigte bekommen mehr Unter·richt.
Zum Beispiel:
In den Pausen.
Oder nach der Schule.
Vor allem in Bio·logie,
Physik
und Chemie.
Das soll helfen.

Aber:
Der Unter·schied zwischen Familien mit viel Geld
und Familien mit wenig Geld
ist sehr groß.

Wer kümmert sich um be·ein·trächtigte Menschen?
Ganz oft die Familie.
Manchmal geht das nicht.
Dann werden andere Leute ge·sucht
aus der weiteren Familie.
Dann gibt es Unter·stützung von der Politik
Jeder kann Hilfe be·kommen.
Manchmal will niemand aus der Familie helfen.
Dann:
Die Menschen kommen in ein SOS-Dorf.
Das ist eine Hilfs-Ein·richtung.

Ist es gut im SOS-Dorf?
Roderick sagt nichts.
Er guckt so: Es ist nicht gut.

Und wie findest du Trier?
Sehr schön.
Vor allem das Zentrum.
In Süd-Amerika und Panama baut man neue Häuser.
Alte Häuser gehen kaputt.
Das Zentrum ist kein guter Ort.
Da ist viel kaputt.
Hier ist es schöner.

Fackel-Zug + Bürger-Meisterin

Fackel-Zug, Musik, Reden

Jose kommt aus Panama.
Er ist bei den Welt-Spielen dabei.
Er tritt an im Schwimmen.

Jose trägt die Fackel.
Sie ist das Symbol der Spiele.
Sie ist mit echtem Feuer.
Er darf sie als erstes tragen.
Er teilt die Fackel mit Schwimmern aus Trier.
Später wird ge·tauscht.

Der Fackel-Zug geht durch Trier:
von der Basilika
bis zum Dom.
Es gibt Musik.
Die Zu·schauer be·kommen alles er·klärt.
TACHELES freut sich:
Die Stimmung ist gut.

Vor dem Dom gibt es eine Bühne.
Da singt ein Sänger die Hymne von den deutschen Spielen.
Sie heißt:
Ich gewinne.
Die Gäste aus Panama freuen sich.
Aber: Sie sind müde.
Sie ver·stehen nicht alles.

Sie sind seit Montag-Abend da.
Das war spät.
Dienstag und Mittwoch war viel los.
Donnerstag fahren sie nach Berlin.
Sie müssen sehr früh auf·stehen.

Auf der Bühne gibt es Reden.
Die dauern sehr lange.
Patrick von TACHELES sagt:
Die Themen von den Reden sind wichtig.
Aber: Das war viel zu lang.
Und: Die Reden waren nicht gut für die Zu·schauer.
Die Zu·schauer wollten andere Sachen hören.
Panama isst Brezeln und Eis.

Später: Es gibt Musik.
Am Schluss gibt es Rock-Musik.
Ein paar Leute von Panama tanzen.

Kurz danach:
Panama geht zurück ins Hotel.

Wir wünschen Panama alles Gute!
Für die Wett-Kämpfe
und auch so.
Wir hoffen:
Wir treffen uns in Berlin wieder.

Bürger-Meisterin Garbes

Vor dem Dom in Trier gibt es viel zu sehen.
Es gibt Reden.
Es gibt Musik von inklusiven Bands.

Da·neben steht TACHELES-Reporterin Bea.
Sie spricht mit Elvira Garbes.
Das ist die Bürger-Meisterin und Sozial-Be·auf·tragte von Trier.
Die Fragen kommen von ganz TACHELES.

Triers Bürgermeisterin Garbes auf der Bühne. Schrift: Inklusion? Ja... Schwierig. Warum?

Panama in Trier: Wie ist das für Sie?
Das ist etwas ganz Besonderes.
Das gibt es sehr selten.
Es ist sehr spannend.
Die Gäste aus Panama sehen:
So leben wir in Trier.
Das ist neu für sie.
Zum Bei·spiel das Essen.

Arme Menschen haben es schlecht in Panama.
Wollen Sie Spenden orga·ni·sieren?
Das ist schwer.
Die Stadt Trier kann das nicht so ein·fach.
Denn:
Die Orga·nisa·tion ist ein problem.
Aber:
Wir haben große Vereine in Trier.
Die machen das.
Da helfen wir gerne.
Das unter·stütze ich.

Sie haben sich auf Panama vor·be·reitet.
Haben Sie da Probleme mit Inklusion in Trier be·merkt?
Ja. Hier gibt es Probleme.
Aber:
Wenn neue Sachen ge·baut werden,
denken wir an Inklusion.
Das Problem:
Trier ist alt.
Es gibt viel Denk-Mal-Schutz.
Das heißt:
Man darf ganz viel nicht ver·ändern.
Wir müssen schauen:
Niemand darf stolpern.
Das ist schwer.

Wie haben Sie sich auf Panama vor·be·reitet?
Ich habe ein wenig gelesen.
Ich weiß:
Panama hat so viele Menschen
wie Rhein-Land-Pfalz
oder Berlin.

Stimmt.
Wollen Sie jetzt mehr machen für Inklusion?

Das mache ich immer.
Das ist eine wichtige Auf·gabe für mich.
Auch bei Schulen.
Kinder mit Be·ein·trächti·gung sollen es gut haben.
So etwas machen wir.

Bald sind die Special Olympics Weltspiele in Berlin. Diesen Samstag starten sie. Wir fahren kommende Woche hin und dürfen Gast sein bei einem der größten Events in Deutschland dieser Jahre. Aber vorher ist unsere Heimatstadt Trier selbst Gastgeber: Die Athlet*innen aus Panama machen hier vor ihrer Weiterreise einen Zwischenstopp. Sie schauen sich die Stadt an, trainieren und sind Teil eines großen Fackelzugs mit anschließendem Bühnenprogramm (Mittwochabend). Das ist das so genannte Host Town Programm (Deutsch: Gastgeberstadt), über das aktuell in der ganzen Bundesrepublik Gäste aus aller Welt empfangen werden.

TACHELES ist mit dabei. Wir treffen die Athleten, führen spannende Gespräche und bringen die Stimmung der zwei Tage zu euch.

Diese Seite hat Kapitel:

Tag 1: Gespräche mit den Athlet*innen und ihrer Trainerin beim Bowling

Tag 1: Gespräche mit Offiziellen bei der Rhythmischen Sportgymnastik

Tag 2: Fackelzug, Musik, Bühnenprogramm

Tag 2: Interview mit Bürgermeisterin Garbes

Training und Gespräche

„Es gibt in Panama viel Diskriminierung“

Gespräche beim Bowling

Wir haben die Delegation aus Panama getroffen. Darauf haben wir uns schon seit Monaten gefreut. Beim Bowling und bei der Rhythmischen Sportgymnastik konnten wir uns am Rande des Trainings mit den Gästen unterhalten. 

Beim Bowling hat TACHELES-Reporterin Bea Fragen gestellt, die sie mit der Redaktion vorbereitet hat.

Die drei Interviewpartnerinnen vom Bowling: Alexandra, Emma und Andrea

Athletin Alexandra

Wo in Panama kommst du her?

Ich komme aus Panama City, der großen Hauptstadt.

Wo arbeitest du?

Ich arbeite in einem Schuhgeschäft. Ich verkaufe Damenschuhe. Das ist ein inklusives Schuhgeschäft. Da arbeiten noch mehr Menschen mit Beeinträchtigung. Ich betreue die Kunden.

Gibt es eine Organisation, in der Menschen mit Beeinträchtigung generell arbeiten können?

Nein. Ich arbeite im Schuhgeschäft. Wer arbeitet, bekommt ein klein bisschen Geld. Ich spare, um nach Deutschland kommen zu können.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Es ist ein Geschäft in einer großen Einkaufsmeile.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich gehe gerne spazieren. Und ich mag Essen. Ich mag Pommes.

Athletin Andrea

Braucht man viel Geld, damit es einem Panama gut geht?

Meine Familie hat genug Geld zum Spazierengehen und Essengehen. Ich lese gerne. Uns geht es gut. Meine Eltern haben eine Firma, ich arbeite im Sekretariat. Ich sortiere Papiere und Dokumente. Das ist im Zentrum von Panama.

Wie gefällt es dir in Trier?

Ich mag die Stadt. Es gibt viele schöne Häuser. Die sind viel kleiner als in Panama. Ich war heute in der Konstantinsbasilika. Die hat mir sehr gut gefallen. Ich habe gebetet für meinen verstorbenen Großvater. Ich finde es nur etwas kalt hier (Anmerkung: Es waren heute 29°C).

Wie kamst du zu deinem Sport?

Ich habe vor zwei Jahren angefangen. Ich wurde gefragt, also habe ich es mal ausprobiert.

Trainerin Emma

Wie sehr wird in Panama auf Menschen mit Beeinträchtigung achtgegeben?

Es gibt viel Diskriminierung in Panama. Ich habe selbst ein Kind mit Beeinträchtigung. Es gibt keine Einrichtung wie in Deutschland die Lebenshilfe, die beeinträchtigte Menschen unterstützt. Nur wenige Unternehmen unterstützen Beeinträchtigte. Manche tun es und geben den Menschen die Möglichkeit, kleine und einfache Arbeiten zu übernehmen, die nicht wichtig sind. So können sie ein wenig Geld verdienen. Zum Beispiel in Büros oder Banken.

Menschen mit Beeinträchtigung finden fast nie Freunde ohne Beeinträchtigung. Sie müssen oft untereinander bleiben, denn andere Menschen wollen mit ihnen nicht viel zu tun haben. Special Olympics ist eine gute Möglichkeit für sie, Freunde zu finden.

Wie groß ist der Unterschied zwischen reichen und armen Familien?

Wenn in Familien ein beeinträchtigter Mensch ist, ist der Unterschied zwischen arm und reich groß. Wer nicht viel Geld hat, muss seine Kinder mit Beeinträchtigung an einer öffentlichen Schule unterrichten lassen. Das ist nicht gut für die Kinder. Wer Geld hat, schickt seine Kinder an eine private Schule. Da geht es ihnen viel besser. Sie lernen, zu chatten und finden eher Freunde. Die Familien müssen sich auch grundsätzlich um Hilfen, Unterstützung und Ausrüstung für beeinträchtigte Familienmitglieder meist selbst kümmern.

Wir haben bei unseren Recherchen immer wieder gehört: In Panama müssen viele Menschen mit Beeinträchtigung zur Fortbewegung einen Bürostuhl benutzen, weil es so wenige Rollstühle gibt. Stimmt das?

So habe ich das noch nicht gesehen oder gehört. Aber es stimmt: Menschen, die nicht reich sind, haben es sehr schwer, einen Rollstuhl zu bekommen. Sie müssen viele Briefe an Einrichtungen oder Firmen schreiben, um nach Spenden zu fragen. Wer Geld hat, kann einen Rollstuhl einfach kaufen. Wer wenig Geld hat, kann das nicht.

Zum Abschluss noch etwas Schönes: Mir gefällt die Musik von eurer Nationalhymne viel besser als die Deutsche.

Hahaha (lacht). Danke. Ja, sie ist so lebendig.

Gespräche mit wichtigen Leuten

Bei der Rhythmischen Sportgymnastik war Wolfgang als Gast mit dabei. Er hat das Training beobachtet und sich mit zwei Offiziellen aus Panama und aus Deutschland unterhalten können.

Roderick, Wolfgang von TACHELES und Martina mit zwei Panamaerinnen auf einem zusammengestetzten Bild

Trierer Co-Trainerin für Rhythmische Sportgymnastik Marina

Wie ist es für dich, Gäste aus Panama empfangen zu dürfen?

Es ist eine große Ehre, das Team aus Panama empfangen zu dürfen.

Warum wolltet ihr als Verein mitmachen und gemeinsam Sport machen?

Uns war es wichtig, diesen Austausch erleben zu dürfen. Die Sportlerinnen aus Panama empfangen zu dürfen, ist vor allem mit unseren jungen Athletinnen toll. Wir sprechen nicht gegenseitig die Sprache voneinander, aber der Sport verbindet uns.
Und mir war es auch wichtig, unseren Mädchen und allen anderen Menschen zu zeigen: Jeder kann Freude am Sport haben. Da kann man mit Vorurteilen gut aufräumen. Rhythmische Sportgymnastik ist nicht nur etwas für junge, dünne Mädchen und Frauen. Sport verbindet.

Delegations-Chef Roderick

Wo in Panama kommst du her?

Ich komme aus Panama City.

Wie barrierefrei und inklusiv ist Panama?

In Panama hat sich viel getan in den letzten Jahren. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind jetzt barrierefrei. Es gab lange Zeit ein Ministerium, das für die beeinträchtigten Menschen zuständig war. Das wurde jetzt teilweise auf andere Ministerien verteilt. Also für beeinträchtigte Schüler ist jetzt zum Beispiel das Bildungsministerium verantwortlich. Das finde ich inklusiv.
Trotzdem gibt es so eine Art nationale Geschäftsstelle für Beeinträchtigte. Die wird gefördert von der Politik und der Lotterie. Da gibt es Gewerkschaften. Jede Gruppe hat ihre eigenen Gewerkschaft, also zum Beispiel Blinde, Gehörlose, Rollstuhlfahrer, geistig Beeinträchtigte und so weiter. Alle Gewerkschaften haben gleich viel zu sagen.
Eine Organisation, die sich für Beeinträchtigte einsetzt, gibt es sonst aber nicht. So wie in Deutschland die Lebenshilfe.

Was hat sich in den letzten Jahren entwickelt bei der Inklusion?

Früher war dieses Ministerium, dieses Büro für Beeinträchtigte auch für die Bildung und die Arbeit zuständig. Jetzt, da das Bildungsministerium zuständig ist, gehen alle Menschen gemeinsam auf die Schule. Beeinträchtigte bekommen während der Pause oder nach der Schule noch mehr Unterricht, vor allem in Naturwissenschaften. Das soll den Unterschied auflösen und allen die gleichen Möglichkeiten geben. Aber der Unterschied zwischen arm und reich ist noch sehr groß.

Wer kümmert sich hauptsächlich um beeinträchtigte Menschen? Bekommen sie alles, was sie brauchen?

Hauptsächlich kümmern sich die Familien. Wenn das nicht geht, werden andere Paten aus der entfernten Familie gesucht. Dann gibt es auch staatliche Unterstützung. Es kann auch jeder Hilfen wie einen Rollstuhl bekommen. Wer ihn sich nicht leisten kann, kann Hilfen beantragen. Wenn niemand aus der Familie helfen will, kommen die Menschen in ein SOS-Dorf.

Ist es da gut, im SOS-Dorf?

(Roderick sagt nichts. Seine Gestik und Mimik zeigen Abneigung und Missbilligung.)

Und wie gefällt dir Trier?

Sehr schön. Vor allem die Altstadt und das Zentrum. In Südamerika werden neue Häuser gebaut und nicht alte repariert. Deshalb ist die Altstadt oft ein Slum. Das finde ich hier schöner.

Fackelzug + Bürgermeisterin Garbes

Stimmung, Musik, Reden – der Fackelzug

Mit stolzem Blick reckt Jose die Flamme in den blauen Himmel. Der Schwimmer trägt das olympische Feuer gemeinsam mit der DLRG auf den ersten Metern des Fackelzugs. Alle Sportarten dürfen einen Teil des Wegs bestreiten: von der Basilika in Trier durch die Innenstadt bis auf dem Domfreihof. Begleitet wird der Zug von Musik und Moderation durch Special Olympics Rheinland-Pfalz. Die TACHELES-Redakteur*innen freuen sich über die gute Stimmung und das gemeinsame Erlebnis.

Vor dem Dom wird dann auf einer inklusiven Bühne mit Rampe die Hymne von Special Olympics angestimmt: „Ich gewinne“. Die Gäste aus Panama freuen sich, sind aber sichtlich müde und kommen trotz Übersetzer nicht immer ganz mit. „Vielleicht müsste man ihnen mehr erklären?“, schlägt Heinrich aus der TACHELES-Redaktion vor.

Die Gäste sind am späten Montagabend in Trier angekommen, hatten zwei Tage lang volles Programm und müssen am Donnerstag schon wieder sehr früh am Morgen zum Weiterflug nach Berlin.

Die Reden auf der Bühne helfen nicht weiter. Auch wenn das Publikum dank einiger beteiligter Vereine nicht nur aus Panamaern und Offiziellen besteht, zieht sich die Stunde mit Wortbeiträgen. „Wichtige Themen. Aber falsches Publikum. Und viel zu lang“, urteilt TACHELES-Redakteur Patrick. „Die armen schlafen ja fast ein. Und die Leute hier interessieren sich gar nicht für das, was da geredet wurde.“

Im Anschluss gibt es etwas Musik. Mit wechselnden Künstlern wird es zunehmend rockiger und ganz am Schluss, schon nach acht Uhr, werden auch einige Gäste aus Panama wieder wach. Nach einer Brezel und einem Eis tanzen sie mit oder filmen die Szenerie mit dem Handy. Dann ziehen sie sich aber auch schon bald wieder zurück.

Wir wünschen Panama alles Gute – für Ihre Wettkämpfe in Berlin, aber auch generell. Vielleicht treffen wir uns bei den Spielen noch mal. Das würde uns total freuen.

Interview mit Bürgermeisterin Garbes

Auf dem Domfreihof werden Reden gehalten und inklusive Bands rocken das Fest. Am Rande des Programms hat TACHELES-Reporterin Bea mit Triers Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Elvira Garbes gesprochen. Die Fragen wurden wie immer von der gesamten Redaktion vorbereitet.

Triers Bürgermeisterin Garbes auf der Bühne. Schrift: Inklusion? Ja... Schwierig. Warum?

Wie ist es für Sie, mal Leute aus Panama in Trier zu erleben?

Das ist natürlich etwas ganz Besonderes. Das erlebt man nicht jeden Tag. Und es ist spannend zu sehen, wie die Gäste kennenlernen, wie wir hier leben. Ich glaube, die waren zum Beispiel ganz erstaunt, was es hier für ein Essen gibt. Wir wären, glaube ich, auch ganz erstaunt, was es für Essen in Panama gibt.

Würden Sie in Trier Spenden organisieren für die Beeinträchtigten in Panama, die nicht viel haben?

Das ist schwierig. Ich persönlich würde das vielleicht tun. Die Stadt Trier kann das nicht so einfach tun. Da ist die Organisation ein Problem. Aber wir haben große Vereine hier in Trier, die das tun. Da helfen wir gerne. Und das würde ich natürlich unterstützen.

Haben Sie in der Vorbereitung auf Panama besonders gemerkt, wo es in Trier Probleme mit Barrierefreiheit und Inklusion gibt?

Ja, hier gibt es noch Probleme. Aber bei allem, was neu gebaut wird, achten wir darauf mittlerweile auch immer besonders, bei allem. Aber bei so einer alten Stadt wie Trier ist das auch gar nicht so einfach. Wir haben so viel Denkmalschutz. Und dann muss man immer gucken, dass niemand stolpert. Das ist ganz schön schwer. Aber wir achten darauf.

Wie haben Sie sich auf Panama vorbereitet?

Ich habe ein wenig über Panama gelesen. Ich weiß zum Beispiel, dass Panama so viele Einwohner wie Rheinland-Pfalz hat. Oder wie Berlin.

Oha. Ist das Host-Town-Programm für Sie Inspiration und wollen Sie sich nun in Zukunft um etwas Spezielles kümmern in Sachen Barrierefreiheit und Inklusion?

Ja, das werde ich sowieso tun. Das ist auch eine meiner wichtigsten Aufgaben, dass möglichst viel im inklusiven Bereich getan wird. Also auch bei Schulen zum Beispiel, dass Kinder mit Beeinträchtigung gut zurechtkommen. Sowas machen wir.

Artikel aus Rathaus Zeitung in Leichter Sprache: Inklusives Sport-Fest

Wir haben einen Artikel ge·schrieben.
Er ist in der Rat·haus Zeitung Trier am Dienstag (13.06.).
Ihr findet die Zeitung hier:
Rathaus Zeitung Trier.

Oder auf Papier.
Da ist der Text in Schwerer Sprache.
Die Zeitung kann keine Leichte Sprache drucken.
Deswegen:
Wir haben den Text für euch in Leichte Sprache gemacht.
Hier kommt er:

Sport gegen Barrieren

So war das inklusive Sport-Fest in Trier

Es gab ein Sport-Fest in Trier.
Das war für alle Menschen,
mit und ohne Be·ein·trächti·gung.

Darum gab es das Fest:
Menschen sollten sich treffen.
Menschen ohne Be·ein·trächti·gung sollten lernen.
Alle sollten gemein·sam Spaß haben.

Das gab es auf dem Fest:
Es gab viel Sport.
Zum Beispiel:
Basket-Ball im Roll-Stuhl,
Hindernisse für den Roll-Stuhl,
Fußball,
Stände mit Infos
und viel mehr.

Warum war das Fest genau jetzt?
Es gibt die Welt-Spiele von Special Olympics.
Da sind Leute von der ganzen Welt.
Sie sind in Berlin.
Das ist diesen Monat.
Da sind auch Menschen aus Panama.
Sie machen mit bei den Spielen.
Sie kommen nach Berlin.
Und:
Sie kommen nach Trier,
diese Woche.

Viele Leute sagen:
Das Sport-Fest in Trier hat Spaß gemacht.
Es hat ge·holfen:
Menschen hatten zu·sammen Spaß.
Menschen mit Be·ein·trächti·gung
und Menschen ohne Be·ein·trächti·gung
haben sich ge·troffen.
Sie haben ge·redet.
Sie haben von den anderen ge·lernt.
Die Leute sagen:
Das muss es öfter geben.
Denn:
So kommen Menschen zu·sammen.

Am Mittwoch gibt es einen Fackel-Zug.
Die Leute aus Panama sind mit dabei.
Der Fackel-Zug startet hier:
Vor der Basilika in Trier,
um 17 Uhr.
Danach gibt es Musik vor dem Dom in Trier.