Viele Berichte: inklusives Magazin „MIT“ gemeinsam mit dem WochenSpiegel

Wir haben ein sehr großes Projekt gemacht:
Wir haben ein inklusives Magazin gemacht,
gemeinsam mit der Zeitung „WochenSpiegel“.
Das ist eine große Zeitung aus Trier, der Eifel und der Mosel-Region.

Einige Monate lang haben wir zusammen-gearbeitet.
Menschen aus beiden Redaktionen haben die Berichte Hand in Hand gemacht.
Es war ein richtig inklusives Mit·einander.
In den Berichten geht es um:
Inklusion und Teil·habe, Gespräche, Infos und vieles mehr.

Jetzt gibt es ein Magazin mit vielen Berichten von uns.
Und es gibt noch mehr Berichte:
Die kommen im normalen WochenSpiegel,
jetzt und in den nächsten Wochen und Monaten.

Hier lest ihr die Artikel in Leichter Sprache.
Wenn ihr zu einem Artikel springen wollt:
Klickt auf die Überschrift hier in der Liste.
Oder schiebt die Seite weit genug nach unten.

Die Artikel in Schwerer Sprache gibt es beim WochenSpiegel (hier klicken).

1) Bus-Test: Wie barriere-frei geht Bus-Fahren in Trier?
2) Wer darf über wen lachen? Wir fragen die Comedians: Tan Caglar und Chris Tall
3) Liste von wichtigen Wörtern rund um Inklusion
4) Behindert – beeinträchtigt – oder welches Wort soll ich dafür nutzen?
5) EU-Behinderten-Ausweis: Infos
6) Inklusive Sport-Angebote in Trier
7) Inklusions-Lotsen für Sport-Vereine
8) Gespräch mit Karl-Heinz Thommes (Ehren-Präsident von Special Olympics) und Guido Kirsch (Lebenshilfe Prüm)
9) Was machen die Lebenshilfe Werke Trier?

Bus-Test: barriere-frei?

Komm, wir fahren mit dem Bus

Für viele Menschen ist Busfahren normal.
Sie fahren jeden Tag mit dem Bus.
Zum Beispiel: Zur Arbeit oder nach Hause.

Wir machen einen Test.
Wir prüfen: Ist Busfahren in Trier barriere-frei?
Barriere-frei bedeutet:
Alle Menschen können den Bus gut nutzen.

Dabei sind Heike und Wolfgang.
Sie arbeiten im inklusiven Medien-Team TACHELES.
Das Team gehört zur Lebenshilfe Trier.

Alltag im Bus

Der Bus hält an der Haltestelle.
Die Türen gehen auf.
Viele Menschen steigen ein.
Andere steigen aus.
Alles geht schnell.

Für viele Menschen ist das normal.
Aber für Menschen mit Beeinträchtigung ist das oft schwierig.
Zum Beispiel für Menschen im Rollstuhl.

Heike und Wolfgang erleben das jeden Tag.
Ihre Erfahrungen sind unterschiedlich.
Manches klappt gut.
Manches klappt nicht gut.

Darum stellen wir eine Frage:
Wie barriere-frei ist Busfahren in Trier?

Die Idee für den Test

Wir wollen es genau wissen.
Darum machen wir einen Barriere-Check.
Das bedeutet:
Wir fahren mit dem Bus und schauen genau hin.

Wir machen zwei Fahrten.
Das zeigt nur einen Teil der Wirklichkeit.
Aber wir bekommen einen Eindruck.

Am Ende sagen wir:
Es kommt darauf an.

Gespräch mit den Stadtwerken

Nach unserem Test sprechen wir mit den Stadtwerken Trier.
Kurz sagt man: SWT.

Wir erzählen von unseren Erfahrungen.
Wir stellen Fragen.
Wir schauen uns auch einen Bus an.

Dort sehen wir:
So soll alles funktionieren.
Zum Beispiel die Rampe für den Rollstuhl.

Auch ein Vertreter vom Behinderten-Beirat Trier ist dabei.
Er heißt Gerd Dahm.

Der Weg zur Haltestelle

Es ist 17 Uhr.
Viele Menschen haben Feierabend.
Wir fahren vom Petrisberg los.
Unser Ziel ist der Hauptbahnhof.
Dann fahren wir weiter nach Trier-Süd.

Wir müssen einmal umsteigen.
Der Weg wirkt einfach.
Aber das stimmt nicht.

Schon der Weg zur Haltestelle ist schwierig.
Es gibt Stufen.
Es gibt Bordsteine.
Es gibt Gully-Deckel.

Für Wolfgang im Rollstuhl sind das Hindernisse.
Er fragt sich:
Komme ich zur Haltestelle?
Komme ich in den Bus?
Wer hilft mir?

Technik im Bus

Die Busse haben eine besondere Technik.
Sie sind niedrig gebaut.
Sie können sich absenken.
Es gibt eine Klapp-Rampe.

Aber Technik allein reicht nicht.
Die Rampe funktioniert nur gut,
wenn der Bus nah am Bordstein hält.
Oft stehen Autos im Weg.
Dann ist die Rampe sehr steil.
Wolfgang braucht dann Hilfe.

Der Weg zur Haltestelle ist anstrengend

Die Haltestelle ist etwa 200 Meter entfernt.
Der Weg geht über einen Parkplatz.

Heike schiebt Wolfgang.
Allein wäre es zu schwer für ihn.

Der Einstieg in den Bus

Der Bus kommt.
Wolfgang zeigt seinen Schwerbehinderten-Ausweis.
Das ist wichtig.
So sieht der Fahrer:
Er möchte mitfahren.

Heike drückt den Knopf an der Tür.
Die Tür geht auf.
Dann geht sie sofort wieder zu.

Vorne steigen viele Menschen ein.
Hinten wartet Wolfgang.

Die Tür geht noch einmal auf.
Ein Mann will helfen.
Er ist unsicher.
Er steht auf der Rampe.
Der Fahrer kommt nicht nach hinten.
Deshalb helfen wir.

Wolfgang erzählt:
Ein Helfer hat sich einmal verletzt.
Die Rampe ist auf seinen Arm gefallen.

Stress im Bus

Viele Menschen schauen zu.
Alle warten.
Die Situation ist stressig.

Die Stadtwerke sagen:
Für Hilfe muss Zeit sein.
Sicherheit ist wichtig.

Aber in Wirklichkeit ist es oft anders.
Die Menschen wollen schnell weiter.

Im Bus

Wolfgang kommt in den Bus.
Er fährt auf den Rollstuhl-Platz.
Aber der Bus fährt schon los.
Er muss sich festhalten.
Er steht nicht richtig.

Manchmal ist der Platz auch besetzt.
Zum Beispiel durch Taschen.
Oder durch andere Menschen.
Dann muss Wolfgang etwas sagen.

Beim Aussteigen

Beim Aussteigen ist wieder Stress.
Die Rampe muss ausgeklappt werden.
Viele Menschen gehen durch die Tür.

Wolfgang steigt aus.
Dann fährt der Bus sofort weiter.

Wolfgang sagt:
Manche Fahrer helfen.
Andere warten auf Hilfe von Fahrgästen.

Er sagt auch:
Es ist schade, wenn niemand hilft.
Für ihn ist das Gefühl wichtig.
Er muss warten.
Er ist auf Hilfe angewiesen.

Was ist echte Barriere-Freiheit?

Gerd Dahm sagt:
Barriere-frei bedeutet:
Man braucht keine Hilfe von anderen.
Das steht auch im Gesetz.
Aber in der Wirklichkeit ist das schwer.

Die Sicht der Busfahrer

Die Stadtwerke sagen:
Fahrer sollen helfen.
Wenn das nicht geht,
sollen sie andere Fahrgäste ansprechen.
Die Fahrer bekommen Schulungen.
Sie lernen den Umgang mit Rollstuhl und Rollator.
Trotzdem ist der Alltag schwierig.
Vor allem am Abend.
Viele Menschen wollen gleichzeitig einsteigen.
Der Fahrer muss nach hinten gehen.
Er muss die Rampe bedienen.
Vorne warten Menschen.
Sie wollen Tickets kaufen.
Das macht Druck.

Verantwortung im Alltag

Gerd Dahm sagt:
Die Verantwortung liegt nicht nur beim Fahrer.
Oft fühlen sich Menschen nicht zuständig.
Viele stehen da.
Aber niemand hilft.
Hilfe und Rücksicht müssen normal sein.
Menschen mit Behinderung wollen nicht immer fragen müssen.
Das ist anstrengend.

Wolfgang sagt:
Manchmal wird die Rampe nicht ausgeklappt.
Dann muss er erst fragen.
Im Bus ist oft wenig Platz.
Menschen stehen im Weg.
Dann kommt er nicht rein oder raus.
Für ihn ist das eine große Barriere.
Er muss sprechen.
Er muss erklären.
Er fällt auf.
Das möchte er nicht.

Umsteigen am Bahnhof

Wir kommen am Hauptbahnhof an.
Wir müssen zum nächsten Bus.
Es gibt viele Hindernisse.
Zum Beispiel Bordsteine und Gully-Deckel.
Viele Menschen sind unterwegs.
Es gibt viele Busse und viele Linien.
Das ist unübersichtlich.

Heike bleibt ruhig.
Sie kennt viele Wege.
Wenn sie unsicher ist, fragt sie andere Menschen.
Oder sie nutzt ihr Handy.

Informationen sind wichtig

Heike kann nicht lesen.
Trotzdem fährt sie allein Bus.
Aber das klappt nur,
wenn sie die Strecke kennt.
Neue Orte sind schwierig.
Fahrpläne sind oft schwer zu verstehen.
Blinde Menschen können sie oft nicht nutzen.

Man kann bei den Stadtwerken anrufen.
Dort bekommt man Hilfe:
0651 717-273.
Das geht zu jeder Uhr-Zeit, auch nachts.

Auch Apps zeigen Verbindungen an.
Aber nur, wenn man sie kennt und nutzen kann.

Die zweite Fahrt

Wir erreichen den nächsten Bus rechtzeitig.
Viele Menschen steigen aus.
Es ist eng.
Taschen stoßen gegen Wolfgang.

Ein Mann hilft sofort.
Er klappt die Rampe aus.
Der Einstieg klappt gut.
Beim Aussteigen wartet Wolfgang wieder.
Dann hilft jemand.

Unser Ergebnis

Wir kommen am Ziel an.
Wir merken:
Es kommt darauf an:
ob die Technik funktioniert,
ob Menschen helfen,
ob Informationen verständlich sind.

Und es kommt darauf an,
ob Menschen Rücksicht nehmen.

Hilfe soll früh kommen.
Nicht erst nach langem Warten.

Was bedeutet Barriere-Freiheit?

Barriere-Freiheit ist mehr als Technik.
Und mehr als Regeln.

Barriere-Freiheit entsteht jeden Tag neu.
Durch das Verhalten von Menschen.
Durch Aufmerksamkeit.
Und durch Respekt.


Wer darf über wen lachen?

Humor für alle.

Humor ist für alle Menschen wichtig.
Humor verbindet.
Humor kann Barrieren abbauen.
Komiker Chris Tall sagt:
Alle Menschen sollen gleich behandelt werden.
Alle sollen mitreden dürfen.
Deutschland ist bunt.
Das ist gut so.

Komiker Tan Caglar sitzt im Roll-Stuhl.
Er hatte früher keinen Roll-Stuhl.
Er sagt:
Jeder soll über jeden Witze machen dürfen.
Aber: Die Witze sollen Respekt haben.

In Schwerer Sprache lest ihr das beim WochenSpiegel.

In Leichter Sprache lest ihr das Gespräch mit Tan Caglar hier:

Ein Witz und eine wichtige Frage

Auf einer Bühne sagt ein Komiker:
„Sind Rollstuhl-Fahrer hier? 
Bitte mal auf·stehen.“

Viele Menschen lachen.
Aber: Das ist mehr als nur ein Witz.
Es ist die Frage:
Wie darf man Humor verstehen?

Diesen Witz machen zwei Komiker bei ihren Auftritten.
Sie heißen: Chris Tall und Tan Caglar
Deshalb: Das Team vom inklusiven MIT-Magazin wollte genau nach·hören.

Wir haben also mit beiden gesprochen.
Es ging um wichtige Fragen:

  • Wie funktioniert Inklusion in der Comedy?
    Inklusion bedeutet: Alle Menschen können überall mitmachen.
  • Welche Verantwortung haben Komiker?

Es geht auch um diese Fragen:
Wann ist ein Witz nur eine Provokation?
Wann schließt ein Witz Menschen aus?
Wie kann Humor Türen öffnen statt Türen zu schließen?

Achtung: Schwierige Themen im Text

In diesem Text geht es auch um psychische Krankheiten.
Zum Beispiel um Depressionen.

Vielleicht machen dich diese Themen traurig oder belasten dich.
Dann kannst du eine Pause machen.
Oder du holst dir Hilfe.

Hier bekommst du Hilfe am Telefon:

0800 11 10 111
0800 11 10 222

Die Beratung ist kostenlos.

Wer darf über wen lachen?

Tan Caglar spricht über Humor und Grenzen

Tan Caglar ist Comedian.
Er macht Witze auf der Bühne.

Er spricht über diese Fragen:

  • Wer darf über wen Witze machen?
  • Wo sind die Grenzen von Humor?
  • Was hat er selbst erlebt?

Tan Caglar sitzt im Rollstuhl.
Der Weg in den Rollstuhl war für ihn sehr schwer.
Er bekam eine starke Depression.

Im Gespräch spricht er offen darüber.

Frage: Wer darf über wen lachen?

Viele Menschen streiten darüber:
Darf man über alles Witze machen?
Oder gibt es Grenzen?

Tan Caglar sagt:

Man darf den Humor nicht einfach verbieten.
Er findet: Erst einmal darf jeder über alles sprechen.

Aber: Manchmal wird es schwierig.
Wenn er als Zuschauer merkt:
Da redet jemand über ein Thema, das er oder sie gar nicht kennt.
Oder jemand macht sich über Menschen lustig statt über eine Situation.

Schlimm ist für ihn:
Witze über eine Person, die sich nicht wehren kann.
Dann ist es für ihn nicht mehr lustig.

Frage: Darfst du als Rollstuhl-Fahrer mehr Witze machen als andere?

Tan Caglar sagt:

Nein.
Nur weil ich selbst betroffen bin, darf ich nicht mehr.

Es ist eine Kunst.
Die Zuschauer sollen denken:
„Wir dürfen darüber lachen.“
Und sie sollen kein schlechtes Gewissen haben.

Ich sitze selbst im Rollstuhl.
Das hilft manchmal. 
Die Menschen haben dann weniger Angst zu lachen.
Aber wichtig ist vor allem:
Welche Haltung steckt hinter dem Witz?

Frage: Hat sich dein Humor verändert?

Tan Caglar sagt:

Ja.
Am Anfang wollte ich immer stark wirken.
Ich wollte keine Witze über mich selbst machen.

Andere haben mir gesagt:
„Mach das nicht. 
Sonst haben die Leute nur Mitleid.“

Diese Angst war aber schnell weg.
Ich will: Leute sollen lachen.
Ich habe gemerkt:
Nur wenn ich über mich selbst lachen kann,
können andere mit·lachen.

Frage: Achtest du darauf, dass deine Auftritte barriere-frei sind?

Barriere-frei bedeutet:
Auch Menschen mit Beeinträchtigung können überall gut hinkommen.

Tan Caglar sagt:

Ja, das ist mir sehr wichtig.

Ich bekomme oft Nachrichten von Menschen mit Behinderung.
Sie schreiben:
„Wir haben keinen Platz mehr bekommen.“

Oft gibt es nur sehr wenige Rollstuhl-Plätze.
Das ist traurig.
Vor allem, weil ich im Rollstuhl auftrete.

Das liegt manchmal an dem Ort, wo der Auftritt sein soll.
Viele Theater und Hallen sind alt.

Oder: Veranstalter bieten nur schlechte Lösungen an.
Rollstuhl-Fahrer sitzen dann am Rand.
Oder sie müssen weit weg sitzen von ihren Begleit·Personen.
Das fühlt sich an wie Ausgrenzung.

Man könnte die Plätze besser im Publikum verteilen.

Es hat sich schon etwas ver·bessert.
Aber im Vergleich zu anderen Ländern: Es gibt noch viel zu tun.
Auch in den Gesetzen und in der Politik.

Frage: Du sitzt im Rollstuhl, seit du 25 Jahre alt bist.

Du sprichst offen über Depressionen.
Wie war diese Zeit für dich?

Tan Caglar sagt:

Ich hatte vier oder fünf Jahre lang eine schwere Depression.

Ich habe mich komplett zurück·gezogen.
Ich wollte keine Menschen treffen.
Ich bekam Panik.

Nichts hat mir Spaß gemacht.
Alles fühlte sich grau an.

Ein Warn-Zeichen war dieser Gedanke:
Ich habe angefangen zu vestehen,
warum manche Menschen nicht mehr leben wollen.

Da wusste ich:
Jetzt muss etwas passieren.

Frage: Woran merkt man, dass es mehr ist als nur eine schlechte Phase?

Tan Caglar sagt:

Wenn dieser Zustand viele Wochen bleibt.

Wenn man morgens aufwacht und denkt:
„Wie soll ich diesen Tag schaffen?“

Schlafen war für mich das Beste.
Dann musste ich nicht denken.

Abends war ich sehr müde.
Auch wenn ich gar nichts gemacht hatte.

Frage: Was hat dir geholfen?

Tan Caglar sagt:

Meine Eltern haben mir sehr geholfen.
Und Rollstuhl-Basketball.

Der Sport hat mir Struktur im Alltag gegeben.
Ich bekam Anerkennung
und mehr Selbst·wert-Gefühl.

Ich dachte zuerst:
Alles ist vorbei.

Und plötzlich: Ich stand wieder vor Menschen.
Die Menschen haben mich gefeiert.

Comedy kam erst später.
Da ging es mir wieder besser.

Tan Caglar sagt über Humor:

Humor kann Menschen verbinden.
Aber nur, wenn er ehrlich gemeint ist.

Grenzen sind oft nicht auf·geschrieben.
Aber: Man kann sie fühlen.

Er sagt:
Wenn wir zusammen lachen können,
ohne jemanden zu verletzen,
dann funktioniert Humor gut.

Wer hat das Gespräch geführt?

  • Nico Lautwein (WochenSpiegel)
  • Robert Syska (WochenSpiegel)
  • Martina Faßbender (TACHELES)

Hintergrund: Wer ist Tan Caglar?

Tan Caglar ist deutsch und türkisch.

Er wurde geboren mit Spina bifida.
Das ist eine Krankheit am Rückenmark.

Er spielte schon immer gern Basketball.
Mit 18 Jahren war er in einer Liga für Eintracht Hildesheim.

Mit 25 Jahren kam er in den Rollstuhl.
Wegen Depressionen zog er sich zurück für zwei Jahre.

Im Jahr 2009: Er begann mit Rollstuhl-Basketball.
Er spielte sechs Jahre als Profi bei Hannover United.
Später spielte er bei den Baskets 96 Rahden.
Er war auch im erweiterten Kader der deutschen National-Mannschaft.

Seit 2012 setzt er sich für Inklusion ein.
Er moderiert Veranstaltungen.
Er hält Vorträge.

Er arbeitete auch als Model.
Er war das erste Model im Rollstuhl bei der Berliner Fashion Week (Berliner Mode-Woche)
Das ist eine sehr berühmte Mode-Schau.
Das war im Jahr 2016

Ab 2017 wurde er bekannt als Komiker. 
Er macht eigene Programme auf der Bühne.
2018 hat er dafür einen Preis bekommen.
Den Preis hat das Publikum so gewollt.
Er heißt: Stuttgarter Besen.

Seit 2021 arbeitet er auch als Schauspieler.
Zum Beispiel in Fernseh-Serien von der ARD.
Bei „In aller Freundschaft“ war er der erste Arzt im Rollstuhl.
Er spielte auch schon in Folgen vom „Tatort“.

Er macht einen Podcast.
Und seit Mai 2023 moderiert er die Fernseh-Reihe „Selbst·bestimmt“.


Wichtige Wörter bei Inklusion

Was heißt:
Barriere,
Leichte Sprache,
Nach·teils-Aus·gleich
und so weiter?
Das könnt ihr lesen in der Liste beim WochenSpiegel.

Die EU hat einen eigenen Behinderten-Ausweis ge·plant.
Wie steht es um die Pläne?
Wir haben es euch auf·geschrieben beim WochenSpiegel.


Behindert – beeinträchtigt – welches Wort ist richtig?

Das Wort „behindert“ ist seit vielen Jahren das offizielle Wort.
Es ist zum Beispiel in Gesetzen und der Politik drin.
Manche Menschen finden es schlecht.
Andere Menschen wollen das Wort extra nutzen, damit es wieder normal wird.
Es gibt viele Alternativen.
Weit bekannt ist: „beeinträchtigt“.
Viele Betroffene mögen: „Mensch mit Beeinträchtigung“.
Denn: Das rückt den Mensch in den Blick.
Es gibt auch: „Mensch mit Unterstützungs-Bedarf“.
Das zeigt: Es geht um Unterstützung.
Man darf nur nie vergessen: Wichtig ist der Mensch.


EU-Behinderten-Ausweis

Ein Ausweis für ganz Europa

Die Europäische Union macht einen neuen Ausweis.
Kurz sagt man: EU.

Der Ausweis ist für Menschen mit Beeinträchtigung.
Er heißt: EU-Behinderten-Ausweis.

Mit diesem Ausweis können Menschen zeigen:
Ich habe eine Behinderung.

Das soll in allen Ländern der EU gelten.

Warum ist der Ausweis wichtig?

Viele Menschen reisen in andere Länder der EU.
Zum Beispiel für Urlaub oder einen Besuch.

Bis jetzt gibt es ein Problem:
Jedes Land hat eigene Ausweise.
Diese Ausweise sehen unterschiedlich aus.

Oft werden sie im Ausland nicht anerkannt.
Oder nur teilweise.

Das macht vieles schwierig.

Was soll sich ändern?

Der neue EU-Behinderten-Ausweis soll helfen.

Der Ausweis gilt in allen EU-Ländern.
Menschen mit Behinderung können damit leichter zeigen:
Ich habe eine Behinderung.

Sie sollen dann ähnliche Vorteile bekommen wie Menschen im jeweiligen Land.

Welche Vorteile gibt es?

Mit dem Ausweis können Menschen zum Beispiel:

  • weniger Eintritt bezahlen
  • kostenlos Eintritt bekommen
  • schneller Zugang bekommen
  • Hilfe von Assistenz-Personal bekommen
  • Vergünstigungen bei Bus, Bahn oder anderen Angeboten bekommen
  • Vergünstigungen bei Kultur und Freizeit bekommen

Diese Angebote sind nicht überall gleich.
Jedes Land entscheidet selbst, wie viele Vorteile es gibt.

Park-Ausweis für ganz Europa

Es gibt auch einen neuen Park-Ausweis.

Dieser Ausweis ist für Menschen mit Behinderung, die mit dem Auto fahren.

Mit dem Ausweis dürfen sie auf Behinderten-Parkplätzen parken.

Der neue Park-Ausweis soll in allen EU-Ländern gleich aussehen.
So wird er überall besser erkannt.

Wer hat das beschlossen?

Wichtige Gruppen in der EU haben das beschlossen.

Dazu gehören:

  • das Europäische Parlament
  • der Rat von der Europäischen Union

Das war im Jahr 2024.

Diese Gruppen haben Regeln gemacht.
Diese Regeln sind die Grundlage für die neuen Ausweise.

Wann kommt der Ausweis?

Der Ausweis kommt nicht sofort.

Frühestens ab dem Jahr 2028 können Menschen ihn nutzen.

Was bleibt gleich?

Jedes Land entscheidet weiter selbst:

  • Wer als Mensch mit Behinderung gilt
  • Welche Regeln dafür gelten

Das heißt:
Die Länder prüfen weiterhin selbst den Behinderten-Status.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Regeln wurden im November 2024 veröffentlicht.
Danach haben die Länder Zeit:

Zuerst etwa zweieinhalb Jahre.
In dieser Zeit passen sie ihre Gesetze an.

Danach haben sie noch einmal etwa dreieinhalb Jahre Zeit.
In dieser Zeit setzen sie alles um.

Mehr Informationen

Mehr Informationen gibt es im Internet:
auf der Seite vom Europäischen Rat.

Hier ist die Adresse:
www.consilium.europa.eu/de/policies/european-disability-card/


Inklusiver Sport in Trier

Es gibt einen inklusiven Lauf-Treff in Trier. Das ist vom Verein: Silvester-Lauf Trier. Der Treff ist einmal im Monat im Mosel-Stadion Trier. Einmal im Jahr gibt es ein großes Event.

Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten für inklusiven Sport. Das findet ihr beim WochenSpiegel.


Inklusions-Lotsen

Es gibt so genannte Inklusions-Lotsinnen und Inklusions-Lotsen.
Die helfen Sport-Vereinen.
Die Vereine sollen so mehr Menschen mit Beeinträchtigung auf ·nehmen. 

Das Problem ist oft:
Die Hallen sind nicht barriere-frei.
Auch: Die Vereine haben keine Erfahrung mit Inklusion.

Die Lotsin für Trier und die Eifel heißt: Bettina Wilwers.

Sie will: Vereine sollen Inklusion einfach mal probieren.
Sie bekommen dafür fünf-hundert Euro als Hilfe vom Sport-Bund Rhein-Land.

Kontakt per E-Mail:
Bettina Wilwers
b.wilwers@silo.lsbrlp.de


Viele Berichte: inklusives Magazin „MIT“ gemeinsam mit dem WochenSpiegel

Über mehrere Monate haben wir an einem großen Projekt gearbeitet: Gemeinsam mit dem WochenSpiegel haben wir das inklusive Magazin „MIT“ erstellt. Es beinhaltet Berichte, Interviews und Einblicke aus der Region Trier-Eifel-Mosel zum Themenbereich Inklusion und Miteinander.

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Redaktionen lief inklusiv und auf Augenhöhe, Hand in Hand. Die Berichte erscheinen nun im Sondermagazin sowie in den WochenSpiegel-Ausgaben der nächsten Wochen und Monate.

Hier bei uns sind die Berichte in Leichter Sprache zu lesen.

In schwerer („normaler“) Sprache stehen die Berichte auf den Seiten des WochenSpiegels (hier klicken).


Thommes und Kirsch

Über ihre Erfahrungen und Meinungen erzählen:
Karl-Heinz Thommes, Ehren-präsident von Special Olympics RLP und
Guido Kirsch, Lebenshilfe Prüm.

Sie reden über verschiedene Themen.
Sie sagen: Es gibt gelebte und nicht-gelebte Inklusion.

Gelebte Inklusion ist dann, wenn Teilhabe wirklich da ist.
Nicht-gelebte Inklusion ist, wenn Teilhabe nur auf dem Papier steht.

Thommes und Kirsch sagen, gelebte Inklusion braucht es überall, auch zum Beispiel in KiTas und im Sport.
Denn: Da kommen Menschen zusammen.
Sie sagen: Inklusion ist gut, wenn sie allen klar ist und man nicht mehr darüber reden muss.

Das ganze, lange Gespräch findet ihr beim WochenSpiegel.


Die Lebenshilfe Werke Trier

Es geht um die Lebenshilfe-Werke Trier.
Der Chef ist Herr Herz.
Er hat in einem Gespräch erzählt:
Was die Werke sind und was er will.

Er sagt: Es geht nicht mehr um Abtrennung und Schutz.
Es geht um Teilhabe an der Arbeit und am Leben.
Dafür möchte er mehr Möglichkeiten bieten, vor allem auch für Bildung.
Er möchte auch junge Menschen ohne Ausbildung ansprechen.
Und es soll mehr Arbeit außerhalb der Werkstatt geben.

Das ganze, lange Gespräch findet ihr beim WochenSpiegel.


Wir ziehen um! Lebenshilfe Werke Trier ab April 2026

Ende März bis Mitte April 2026:
Wir ziehen um.

In dieser Zeit:
Wir werden kaum Berichte machen können.
Vielleicht antworten wir langsamer.

Sobald alles wieder läuft:
Ihr hört wieder von uns.

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TACHELES-Ausstellung: „Warum so kompliziert?“

Bunte Grafik mit Fotos in Form des TACHELES-Logos und dem Titel: Warum so kompliziert? Werbung für die Ausstellung mit Event am 13.03.

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Tach von TACHELES!

Besucht unsere Ausstellung: „Warum so kompliziert?“.
Für fünf Jahre waren wir das Medien-Team von der Lebenshilfe Trier und hatten eine Förderung von Aktion Mensch.
Auch vorher waren schon Reporter aktiv.
Aber mit der Förderung sind wir erst ein richtiges Medien-Team geworden.

Diese Förderung hört im März auf.
Wir haben dann die maximale Länge für eine Förderung erreicht, länger geht bei Aktion Mensch nicht.
Außer, wir würden uns ganz neu erfinden und das wollen wir nicht. 

Zum Abschluss von dieser Zeit machen wir nun die Ausstellung.
Ihr seht hier:
Erfahrungen, Erlebnisse, Sammlungen, Fotos und vieles mehr von uns.
Erlebt die Geschichte von TACHELES und wie die Redaktion zusammen·arbeitet.
Macht mit bei Spielen: Was brauchen wir alles für einen Film-Dreh?
Wie kommen wir überhaupt zu einem Beitrag und wie machen wir das?

Lernt die Geschichte von TACHELES kennen und sprecht mit uns über viele Themen:
Inklusion in den Medien,
Schwierigkeiten bei einem inklusiven Medien-Team,
die Arbeit von TACHELES und vieles mehr.

Am Freitag, 13.03:
Viele interessante Gäste sprechen auf der Bühne.
Bei Live-Interviews zeigen wir:
So machen wir Berichte
Gleich·zeitig: Wir reden über spannende Inhalte.

Mit dabei sind Gäste aus Politik, Sport, Kultur, Selbstvertretung, Medien und mehr.
Unter anderem:

  • Ellen Kubica, Landes-Behinderten-Beauftragte Rheinland-Pfalz
  • Max Hahn, Familien-Minister von Luxemburg
  • Britta Weizenegger, Bürger-Meisterin von Trier
  • Heiko Reppich, Vorstand des Lebenshilfe Trier e.V.
  • Martin Herz, Geschäfts-Führer der Lebenshilfe Werke Trier GmbH
  • Robert Syska, Redaktionsleiter des WochenSpiegels
  • Nina Hagedorn und Francisco Galante, Special Olympics Rheinland-Pfalz
  • David Fuchs, Kulturgraben e.V.
  • Rebekka Auer, Leiterin vom Projekt „Selbstvertretung“

Um 18 Uhr führen wir durch die Ausstellung.
Um 19 Uhr beginnt das Bühnen-Event.

Der Ort ist das „Kafé Südachse“ vom Kulturgraben e.V.,
Saarstraße 9, Trier.

Wir bemühen uns:
Die Ausstellung soll barriere-arm für alle sein.
Es gibt auch einen flachen Seiten-Eingang rechts am Gebäude.

Wir freuen uns auf euch!

TACHELES-Ausstellung: „Warum so kompliziert?“

Tach von TACHELES!

Besucht unsere Ausstellung: „Warum so kompliziert?“. Für fünf Jahre waren wir das Medien-Team von der Lebenshilfe Trier und hatten eine Förderung von Aktion Mensch. Auch vorher waren schon Reporter aktiv. Aber mit der Förderung sind wir erst ein richtiges Medien-Team geworden.

Diese Förderung hört im März auf. Wir haben dann die maximale Länge für eine Förderung erreicht, länger geht bei Aktion Mensch nicht. Außer, wir würden uns ganz neu erfinden und das wollen wir nicht. 

Zum Abschluss von dieser Zeit machen wir nun die Ausstellung. Ihr seht hier: Erfahrungen, Erlebnisse, Sammlungen, Fotos und vieles mehr von uns. Erlebt die Geschichte von TACHELES und wie die Redaktion zusammen·arbeitet. Macht mit bei Spielen: Was brauchen wir alles für einen Filmdreh? Wie kommen wir überhaupt zu einem Beitrag und wie machen wir das?

Lernt die Geschichte von TACHELES kennen und sprecht mit uns über viele Themen: Inklusion in den Medien, Schwierigkeiten bei einem inklusiven Medien-Team, die Arbeit von TACHELES und vieles mehr.

Am Freitag, 13.03: Viele interessante Gäste sprechen auf der Bühne. Bei Live-Interviews zeigen wir, wie wir Berichte machen und reden gleichzeitig über spannende Inhalte. Mit dabei sind Gäste aus Politik, Sport, Kultur, Selbstvertretung, Medien und mehr. Unter anderem:

  • Ellen Kubica, Landes-Behinderten-Beauftragte Rheinland-Pfalz
  • Max Hahn, Sozialminister von Luxemburg
  • Britta Weizenegger, dann Bürgermeisterin von Trier
  • Heiko Reppich, Vorstand des Lebenshilfe Trier e.V.
  • Robert Syska, Redaktionsleiter des WochenSpiegels
  • Nina Hagedorn und Francisco Galante, Special Olympics Rheinland-Pfalz
  • Rebekka Auer, Leiterin vom Projekt „Selbstvertretung“
  • und einige mehr.

Um 18 Uhr führen wir zunächst durch die Ausstellung.
Um 19 Uhr beginnt das Bühnen-Event.

Der Ort ist das „Kafé Südachse“ vom Kulturgraben e.V.,
Saarstraße 9, Trier.

Wir bemühen uns:
Die Ausstellung soll barriere-arm für alle sein.

Wir freuen uns auf euch!


Weihnachts-Karten für Senioren

TACHELES hat eine Tradition:
Wir schreiben Karten an Seniorinnen und Senioren,
immer für Weihnachten.
Die Karten sind für alte Menschen, die sonst einsam sind.
Die Menschen haben keine Familie oder bekommen wenig Besuch.
Sie leben in Senioren-Zentren.

Wir wollen: Jeder soll sich an Weihnachten besser fühlen.
Die Menschen sollen wissen: Sie sind wichtig. Wir denken an sie.

Seit 2024: Wir machen Karten gemeinsam mit den Lebenshilfe-Werken Trier.
Dieses Jahr haben wir fast drei·hundert Karten verteilt.
Wir haben ge·hört:
Den Menschen bedeutet das sehr viel.
Sie fühlen sich sehr glücklich und behalten die Karten lange auf ihrem Nacht-Tisch.
Oben seht ihr Bilder.

Weihnachts-Karten für Senioren

Auch in diesem Jahr haben wir die TACHELES-Tradition fortgesetzt und nun schon zum zweiten Mal gemeinsam mit den Lebenshilfe-Werken Trier Weihnachtskarten für einsame Senior*innen in Altenzentren gebastelt, geschrieben und gemalt. Fast 300 Karten konnten wir so in Trier verteilen.

Die Rückmeldungen, die wir bekommen, sind herzerwärmend positiv. Die Karten scheinen den Menschen, die sonst kaum oder sogar keinen Besuch bekommen, sehr viel zu bedeuten. Sie behalten sie lange auf ihrem Nachttisch und sprechen wohl gerne darüber.

Oben seht ihr Bilder!


Demo und Petition gegen das neue KiTa-Gesetz

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Es gibt Gesetze für KiTas.
Diese Gesetze regeln:
So können die KiTas arbeiten.

Aktuell ändern sich die Regeln.
Das macht das Land Rhein·land-Pfalz.
Es geht um das Kinder-Tages·stätten-Gesetz.

Nach den neuen Regeln:
Inklusive KiTas haben weniger Geld
und weniger Möglichkeiten.
Wenn das so bleibt:
Sie können weniger Kinder betreuen
oder müssen sogar zu·machen.

Es ist wichtig:
Man muss die Politik darauf aufmerksam machen.
So funktioniert es nicht.
Dafür gibt es eine Petition.
Das ist eine Unter·schriften-Sammlung.
Viele Leute müssen mit·machen,
damit es funktioniert.

Hier könnt ihr mit·machen:
ZUR PETITION

Es gab auch eine Demo:
Am Freitag, ab 8 Uhr, am Rat·haus Trier.
Oben im Video: Eindrücke und Stimmen dazu.

Die aktuellen Regelungen des Kindertagesstättengesetzes Rheinland-Pfalz (KiTaG RLP) gefährden den Fortbestand inklusiver KiTas. Demzufolge würden viele Leistungen von inklusiven KiTas wegfallen, die an anderer Stelle nicht kompensiert werden können.

So gibt es in inklusiven KiTas Fachkräfte für Kinder mit verschiedensten Beeinträchtigung, Therapiemöglichkeiten und Barrierefreiheit. Ohne diese Angebote oder bei einem Wechsel in eine Regelkita werden die betroffenen Kinder deutlich an Lebensqualität verlieren, sagen die Demonstrierenden.
Angedachte zusätzliche finanzielle Verpflichtungen für inklusive KiTas könnten sich Organisationen wie die Lebenshilfe Trier zudem kaum leisten.

Es ist unabdingbar, die Politik dazu noch mal in den Austausch zu bringen. Eine wichtige Petition gibt es dafür HIER.

In Trier gab es außerdem am Freitag einen Protestzug vom Rathaus zum Jugendamt. Eindrücke und Stimmen seht ihr oben im Video.

Inklusions-Lauf in Trier-Olewig für die Lebenshilfe Trier

Laufen für die Vielfalt!
Am Sonntag war der Inklusions-Lauf in Trier-Olewig.
Es ging nicht ums Gewinnen.
Es ging ums Spaß haben zusammen.
Es gab Spenden für die Lebenshilfe Trier.

Wir haben für euch gefilmt.
Wie fandet ihr es?

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inklusiver Sport- und Bewegungs-Tag Speicher 2025

Im Ort Speicher gibt es am 23. August einen inklusiven Bewegungs-Tag.
Da können alle Menschen zusammen Sport mit und ohne Beeinträchtigung aus·probieren.
Die Organisatoren sind so genannte Bewegungs-Manager.
Sie sind aus verschiedenen Städten.
In Speicher gibt es Roll-Stuhl-Basketball,
Parkinson-Tisch-Tennis,
einen Roll-Stuhl-Parcour,
Tanzen,
Reden
und vieles mehr.

Elisabeth Mischo und Sven Schulz von Ping Pong Parkinson haben uns gesagt:
Darum ist Inklusion im Sport wichtig
und darum soll man zum Bewegungs-Tag kommen.

Das seht ihr in den Bildern.
Wie findet ihr die Idee von so einem Tag?

Special Olympics Mainz 2025 Landes-Spiele

Vom 20. bis 22. Mai: die Special Olympics Landes-Spiele 2025.

Sie bringen uns:
sportlichen Wettkampf,
inklusiven Zusammenhalt
und viele spannende Gespräche
mit Gästen aus Sport und Politik.

Hier sind Eindrücke von den Spielen
und Gespräche mit Leuten aus Sport und Politik

Eröffnung

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Fotos

Gespräch mit den Botschaftern

Johanna Stenner und Fabian Warsinsky tragen rote T-Shirts mit weißem Special Olympics Logo, stehen mit dem Rücken zu einer Bande, hinter ihnen ein Fußballfeld, sie lächeln in die Kamera und strecken den Daumen hoch

Johanna Stenner und Fabian Warsinsky sind die Botschafter der Landes-Spiele von Special Olympics 2025 in Mainz. Sie vertreten die Spiele, machen sie noch berühmter und erzählen darüber aus ihrer Sicht.

Johanna tritt auch im Fußball an und Fabian im Schwimmen. Beide kommen von in.betrieb in Mainz. Das ist eine Gesellschaft für inklusives Arbeiten.

Wir haben Johanna und Fabian getroffen und ihnen Fragen gestellt:

TACHELES:
Tach von Tacheles! Herzlichen Dank, dass wir mit euch reden können.
Was ist eure Aufgabe hier und wie findet ihr die Spiele?

Johanna:
Ich finde es toll. Meine Mannschaft ist stark und gewinnt. Ich bin stolz, dass ich hier sein darf mit dieser besonderen Rolle als Botschafterin. Wir waren auf der Bühne und haben da was gesagt.

Fabian:
Für mich ist das auch schön, dass ich hier bin als Botschafter. Das ist ein sehr tolles Gefühl.

TACHELES:
Die Landes-Spiele sind schnell wieder zu Ende. Aber Inklusion braucht es immer.
Habt ihr das Gefühl, dass die Landes-Spiele auch nach den Tagen von den Spielen 
noch eine Wirkung für Inklusion haben?

Johanna:
Der Tag war richtig schön. Alle haben Spaß. Das bedeutet uns sehr viel. Ich muss nach den Spielen eine Pause machen. Es war anstrengend. Aber dann geht es weiter.

Fabian:
Das geht weiter. Und das wird auch weitergehen. Auch, dass Special Olympics in anderen Teilen von Deutschland und anderen Ländern stattfindet, das finde ich gut. Es hört nicht auf.

TACHELES:
Inklusion durch Sport wird öffentlich nicht immer so viel wahrgenommen. Es braucht Aktionen wie die Landes-Spiele. 
Wie seht ihr die Wahrnehmung von inklusivem Sport in der Öffentlichkeit aktuell?

Fabian:
Inklusions-Sport wird als sehr gut wahrgenommen. Die Leute mögen das. Oder, Johanna?

Johanna:
Ja, genau. Sehr gut.

TACHELES:
Bekommen die Leute denn schon genug mit von Inklusion im Sport?

Fabian:
Hier bei den Spielen ja. Alle Leute hier bekommen viel mit von Inklusion. Sonst… müssen die Leute mal ausprobieren!

Amputierten-Fußball:

Zwei Männer und zwischen ihnen eine Frau, Schulter an Schulter. Die Männer tragen rote Overalls mit Logo von Mainz 05, die Frau, Martina von TACHELES, trägt ein schwarzes T-Shirt. Sie stehen vor einem Fußballplatz. Beschriftung: Detlef Boche - Torwarttrainer. Martina Fassbender - Tacheles-Reporterin. Jürgen Menger - Chef-Trainer.

Mainz spielt in der Champions League, die deutschen Strukturen aber noch nicht

In Mainz gibt es ein Amputierten-Fußball-Team. Das ist Fußball für Menschen, denen ein Arm, ein Bein oder Teile davon fehlen. Vergangenes Jahr wurden die Mainzer Deutscher Meister und spielen nun als erste deutsche Mannschaft überhaupt in der Amputierten-Champions-Leauge.

Dass sie überhaupt gemeinsam trainieren und kicken können, ist schon besonders. Denn die Grund·lagen dafür müssen sie sich praktisch komplett selbst schaffen.

Am Wochen-Ende war der erste Bundesliga-Spieltag für das Team, das zu Mainz 05 gehört. Martina von TACHELES hat am Rande der Special Olympics Landes-Spiele in Mainz mit Chef-Trainer Jürgen Menger und Torwart-Trainer Detlef Boche gesprochen.

Tacheles:
Tach von TACHELES! Wie geht Amputierten-Fußball?

Boche:
Im Grunde genommen unterscheidet sich das vom bekannten Fußball fast gar nicht. Die Spielerinnen und Spieler haben ein Handicap, eine Amputation. Feld-Spieler spielen alle auf einem Bein und zwei Krücken. Wenn der Ball an die Krücken kommt, ist es Foul, ein Handspiel. Die Torhüter spielen mit nur einem Arm.

Das Feld und die Tore sind etwas kleiner und es gibt kein Abseits. Wir spielen international mit einem Torwart und sechs Feldspielern, national mit nur vier Feldspielern. Weil uns in Deutschland noch die Spieler fehlen.

Ansonsten ist alles da, was der Fußball so bietet: Zweikämpfe, Taktik, alles dabei.

Tacheles:
Werdet ihr fürs Spielen bezahlt?

Boche:
Nein, das ist natürlich Ehren-Amt und freiwillig. Hobby praktisch von den Jungs und dem einen Mädel bei uns im Team. Die spielen gemeinsam.

Wir haben einen großen Willen, das auszubauen, damit mehr Betroffene in den Genuss kommen, den Sport aus zu üben. In Deutschland gibt es bisher fünf Mannschaften und das muss natürlich ordentlich weiter wachsen.

Tacheles:
Für Training und Spiel-Tage: Wie organisiert ihr euch, damit alles klappt?

Menger:
Wir haben Leute, die sich um die Organisation kümmern, die ganzen Spiel-Tage planen, die Fahrt, die Hotels… Wir leben sehr bescheiden. Aber solche Spieltage müssen genau geplant werden. Wir spielen in Berlin, in Hamburg. Gerade der Verein Mainz 05 ist sehr großzügig und stellt einen Neun-Sitzer aus dem Nachwuchs-Leistungs-Zentrum.

Wir sind trotzdem auf Spenden-Gelder angewiesen. In der Türkei wird der Sport staatlich unterstützt, staatliche Gelder. In Deutschland sind wir noch im Kleinen zugange, um überhaupt spielen zu können.

Boche:

Und das Training: Die Spieler hier von Mainz kommen aus Karlsruhe, Hoffenheim, wir kommen aus Taunusstein, Idstein – alle haben eine große Anfahrt und deshalb können wir nur alle zwei Wochen Freitag trainieren. Das ist ein riesiger Aufwand für jeden Einzelnen, um eineinhalb Stunden zu trainieren, ein wenig beisammen zu sitzen und dann wieder nachhause zu fahren. Das sind sechs bis acht Stunden Aufwand für ein Training. Plus die Kosten, das machen alle auf eigene Rechnung. Daher: Riesiger Respekt vor allen, die das für ihr Hobby machen.

Für mich als Trainer ist aber jedes Training das alles wert. Alle sind total glücklich, es ist eine tolle Gemeinschaft. Ich mache das seit etwa zwei Jahren. Das hat mich total bereichert.

Tacheles:
Was sind eure sportlichen Ziele aktuell?

Menger
Ich bin immer eher etwas zurück-haltend. Klar, unser Ziel ist, den Titel zu verteidigen. Dieses Jahr kommt zur Liga die Champions League dazu. Wir sind die erste deutsche Mannschaft, die den Wettbewerb bestreitet. Wir vertreten also nicht nur Mainz 05, sondern ganz Deutschland. Wir haben es da zu tun mit Mannschaften, die auf Profi-Level spielen. Das Team aus der Türkei ist Europa- und Welt-Meister. Die trainieren vier- bis fünfmal pro Woche. Wir sind klassische Amateure, wir trainieren zweimal im Monat. Das wird sich sicherlich auch auf dem Feld zeigen. 

Zum Vergleich: Mainz stellt ungefähr die Hälfte der deutschen National-Mannschaft. Bei der letzten Welt-Meisterschaft traf Deutschland auf die Türkei im Viertel-Finale und hat mit 0 zu 11 verloren.

Aktuell ist das in Deutschland reines Hobby. Ich finde, die Spielerinnen und Spieler sollten zumindest ihre Kosten zurück bekommen. Das fände ich das Mindeste.

Boche:
Für mich wäre auch ein sportliches Ziel, dass wir die Sport-Art an sich voran-bringen. Dass wir mehr große Vereine finden, die das Thema „Inklusion“ für sich entdecken und ein Angebot schaffen, damit die Leute dem Sport nach-gehen können. Das Angebot muss zuerst mal da sein, damit die Leute das nutzen können.

Tacheles:
Was würdet ihr euch wünschen für die Bekanntheit von eurem Sport?

Menger:
Mehr Stand-Orte in Deutschland, aber auch das Dazu-gehören zu einem Verband. Weder der Deutsche Fußball Bund DFB noch der Behinderten-Sport-Bund unter-stützen uns. Wir sind auch keine paralympische Sport-Art. Das könnte frühestens im Jahr 2032 kommen, frühestens. Soweit wir wissen zumindest. Das ist noch ein langer Weg.

Wir kennen Roll-Stuhl-Basketball, wir kennen Blinden-Fußball. Wir versuchen alles, um den Amputierten-Fußball zu beschleunigen.

Auch die öffentliche Wahrnehmung ist da natürlich unglaublich wichtig. Die Leute müssen davon mitbekommen. Mein Sohn ist nach einem Unfall zu dem Sport gekommen. Ich persönlich bin fußball-verrückt und ich wusste überhaupt nicht, dass es sowas gibt. Deshalb ist die Aufmerksamkeit durch die Medien so wichtig.

Und dann hängt es natürlich auch am Sponsoring. Wir haben einen ersten Deal gemacht, der aber noch lange nicht reicht, um uns ausreichend zu unterstützen.

Tacheles:
Ihr seid Männer und nur eine Frau im Team. Wie ist das für euch?

Menger:
Ich finde die Mischung toll. Ich habe die Nicole bei uns im Team „First Lady“ genannt, weil sie die erste ist, die den Mut hatte, in diesem Männer-Sport mitzumachen. Das macht sonst gar nichts aus, es ist ein schönes Miteinander. Und das sollten mehr tun. Einfach mal zu sagen: Ich probiere das aus. Um zu sehen, wie das ist. Wir haben auch an allen Stand-Orten in Deutschland Möglichkeiten, einfach mal ins Training zu kommen und das auszuprobieren.

Wir haben gerade wo anders auch einen Neuling. Er ist mit einer Beeinträchtigung auf die Welt gekommen und mein Sohn hat ihn in einem Fitness-Studio getroffen und angesprochen. So läuft das aktuell bei uns. Wir müssen auf die Leute zugehen. Eigentlich sollte es umgekehrt sein: Die Leute sollten davon mitbekommen und hören, dass es diese Sport-Angebote gibt, damit sie sich dann überlegen können, zu uns zu kommen. Das finde ich auch generell für alle inklusiven Sport-Arten. Da müssen Radio, Fernsehen, Zeitungen, Internet einfach viel mehr drüber sprechen.

Tacheles:
Euer Co-Trainer hat selbst eine Bein-Amputation, ihr beide habt keine Beeinträchtigung. Wie ist das, wenn man selbst keine Beeinträchtigung hat, die Leute mit Amputation zu trainieren?

Boche:
Das macht gar keinen Unterschied. Die Motivation ist dieselbe: Die Leute gehen auf den Platz, vergessen ihr Handicap und dann geht es um das Spiel. Das Spiel vereint. Und die Leute sind lern-willig. Daher sehe ich für mich gar keinen Unterschied. 

Ich muss mich darauf einstellen, dass ein Torwart mit einem Arm anders handelt als einer mit zwei Armen. Aber sonst ist das gar kein Unterschied.

Tacheles:
Euer Sport ist nicht im klassischen Sinne inklusiv, da hauptsächlich Menschen mit Amputation unter sich sind. Für viele Leute ist es das Ziel, dass alles inklusiv ist. Wie seht ihr das?

Boche:
Ich finde, man sollte da für alle Punkte offen sein. Die Amputation ist ein Handicap. Der eine ist blind und der andere hat eine andere körperliche oder geistige Beeinträchtigung. Man sollte da für alles offen sein und jedem eine Bühne geben, damit die Leute sich auch selbst im Leben finden und ein Ziel vor Augen haben. Man sieht das ja auch bei Paralympics, zu was die Sportlerinnen und Sportler in der Lage sind, wenn man ihnen nur die Möglichkeit gibt.

Menger:
Was hier auch ganz wichtig ist: Sie sind unter Gleichgesinnten. Ich habe aktuell auch die Anschrift von einem, der im Krankenhaus liegt. Er hat ein Bein verloren nach einem Motorrad-Unfall. Und dem habe ich gesagt: Komm doch mal zu uns oder wir kommen zu dir und du kannst dich mal mit Leuten, die bei uns spielen, unterhalten. Die waren in der gleichen Situation wie du. Mit denen kannst du reden, dich austauschen.

Das hört man von vielen Leuten, die im inklusiven Sport sind, dass der Anfang recht schwer ist. Aber wenn ich mit Gleichgesinnten zusammen bin, die mir Mut machen, dann fühlt man sich gleich wohler. Die Gemeinschaft macht da viel aus. Deshalb mag ich auch den Mannschafts-Sport.

Boche:
Und weil man die Freude teilen kann. Wenn man allein letztes Jahr mal die Meisterschaft sieht, wie die Leute da aus sich herauskommen, das ist sensationell. Da fangen wir an, vor Freude zu weinen. Man kann auch mit Handicap schöne Dinge im Leben erleben und das zu teilen, macht einfach Spaß.

Menger:
Genau, ich teile als Team-Mitglied da Freud und Leid. Deshalb ist es so wichtig, diesen Sport weiter zu fördern.

Am ersten Spiel-Wochenende fanden für alle Teams vier Spiele statt. Mainz hat drei davon gewonnen.

Morgen (Donnerstag) spielen sie zum ersten Mal in Ankara in der Türkei für die Champions League.

Special Olympics Mainz 2025 Landes-Spiele

Vom 20. bis 22. Mai bringen uns die Special Olympics Landesspiele 2025 sportlichen Wettkampf, inklusiven Zusammenhalt und viele spannende Gespräche mit Gästen aus Sport und Politik.

Entdeckt hier Eindrücke von den Spielen sowie die Interviews.


Hier fängt die Zukunft an. Oder? Abschluss von FairWeg

Tach von TACHELES.
Wir haben mit dem Projekt FairWeg von der Lokalen Agenda 21 Trier zusammen gearbeitet.
Wir haben das Projekt seit Anfang 2023 begleitet.
Es ging um:
Leute, die Veranstaltungen machen,
lernen über Inklusion.
Sie lernen: So macht man Veranstaltungen mit weniger Barrieren.

Die Veranstaltungs-Reihe von Fair-Weg ist nun zu Ende.
Wir haben die Leute ge·troffen.
Julia Schuhn und Sophie Lungershausen waren bei uns zu Gast.
Julia ist Werk-Studentin.
Sophie ist die Geschäfts-Führerin von der Lokalen Agenda.
Wir haben ihnen Fragen ge·stellt über das Projekt.

Wie ist euer Gefühl:
Wie lief das Projekt?

Julia: 
Es lief gut.
Wir konnten inhaltlich viel rüber·bringen.
Mal schauen, was das für die Zukunft bringt.

Sophie:
Der Mix von den Themen hat gut den Nerv ge·troffen.
Das heißt: Die Themen sind aktuell und die Leute reden gerne darüber.
Auch gut: Wir haben Expertinnen und Experten ein·geladen.
Das kam sehr gut an.

TACHELES:
Eurem Gefühl nach: Was hat sich durch eure Veranstaltungen schon geändert in Sachen Inklusion in der Region Trier?

Julia:
Mehr Veranstalter haben das Thema Inklusion jetzt besser im Blick.
Wir konnten Netzwerke und Austausch schaffen.

Sophie:
Wir sind natürlich in einer Gruppe aus Leuten, die sich oft mit dem Thema beschäftigen.
Dadurch haben wir das Gefühl: Viele Leute kümmern sich um Inklusion.
Aber außer·halb von der Gruppe von uns: Viele müssen erst lernen über Inklusion.
Ein gutes Zeichen: die Mosel-Pop-Konferenz.
Da geht es um Musik.
Die Leute denken aber auch an Teil·habe.
Und das Kultur-Amt von der Stadt Trier arbeitet am Thema.

TACHELES:
Was für Leute waren bei euren Lern-Treffen dabei?

Julia: 
Vor allem regionale Veranstalter wie die Kultur-Karawane oder die Stadt-Verwaltung.

Sophie:
Das war ein buntes Publikum. Auch Museums-Pädagoginnen und Pädagogen.

TACHELES:
Auch große Veranstalter?

Sophie:
Eher die aus der Region.

TACHELES:
Wie sind die Rückmeldungen von den Leuten, die bei den Lern-Treffen dabei waren?

Julia:
Positiv. Sie sagen, es war hilf·reich.
Sie haben neue Kontakte schließen können.
Sie haben neue Ansätze kennen·gelernt.
Sie haben ge·lernt über Inklusion und sind sensibler dafür ge·worden.

TACHELES:
Die Leute, die bei euch gelernt haben, machen Events. 
Kennt ihr Rückmeldungen von Besuchern, die auf so einem Event waren?

Sophie:
Wir haben kein genaues Beispiel für eine Rückmeldung leider.
Wir haben aber allgemein den Eindruck, dass es gut ist für die Leute.
Die Veranstalter sagen, sie haben gute Dinge von den Besuchern gehört.
Zum Beispiel, wenn Besucher genau wissen, wann eine Veranstaltung anfängt und wann die Musik anfängt.
Das hilft den Menschen.

TACHELES:
Wichtig ist auch, dass der Rahmen rund um ein Event barriere-frei ist.

Sophie:
Genau. Das kann noch besser laufen.
Im Projekt selbst können wir das jetzt nicht mehr machen.
Das ist zu Ende und die Förderung ist zu Ende.
Aber wir reden bei der Stadt Trier mit dem Arbeits-Kreis „barriere-freie Wege“.
Das ist ein guter Einfluss.
Wir haben angefangen mit FairWeg, weil es viele Themen für Nach·haltigkeit gibt: Wasser, Energie, Mobilität und viele mehr.
Das ist dann ein Thema für die Zukunft.

TACHELES:
FairWeg muss auch die Manager von den Künstlern ins Auge fassen. 
Die machen viel aus.
Wenn die keine Inklusion wollen, ist es aus.

Julia:
Guter Punkt.
Dafür muss der Veranstaltungs-Ort die Regeln machen.
Dann muss sich der Manager daran halten.
Das ist wichtig.

Sophie:
Wenn es von vielen Seiten kommt, ist es besser.
Am besten: Manager, Veranstalter und Künstler.
Das sind dann drei Seiten.

TACHELES:
Wir haben das Gefühl:
Erst, seit die Förderungen für Inklusion hoch-gegangen sind, schauen die Veranstalter mehr auf Inklusion.
Es sieht aus, als geht es ihnen nur ums Geld.
Was meint ihr dazu?

Julia:
Unterschiedlich. 
Große Veranstalter waren nicht so viel dabei bei unseren Kursen wie kleinere Veranstalter.
Alle, die dabei waren, für die war es in Herzens-Thema.

Sophie:
Wenn es am Ende etwas nützt, ist es doch gut.
Förder-Programme, bei denen es ums Geld geht, bekommen Aufmerksamkeit von den Veranstaltern und den Managern.
Am Schluss lernen sie dann trotzdem über Inklusion.
Wenn das die Tür ist, dann sind sie danach aufmerksamer für Inklusion.
Dann machen sie es hoffentlich aus Überzeugung.

Julia:
Und vielleicht hat man mit Förderungen Geld für Dinge aus·gegeben.
Die Dinge hat man später auch noch.
Damit kann man seine Veranstaltung besser barriere·frei machen.
Und wenn man die Dinge hat, kann man das immer wieder nutzen.

TACHELES:
Wollt ihr jetzt eine Anlauf-Stelle für das Thema einrichten?

Sophie:
Das wäre schön.
Aber wir können nur in Projekten arbeiten.
Wir würden also ein eigenes Projekt dafür brauchen.
Das haben wir nicht.
Wir müssten dafür eine Anschluss-Förderung finden.

Julia:
Medien so wie unser Hand-Buch stehen immer frei im Internet.
Auch, wenn wir nicht aktiv sind.
Die Inhalte sind trotzdem da.

TACHELES:
Sind denn weitere Projekte bei euch geplant?

Sophie:
Wir haben bei Aktion Mensch ein Projekt beantragt.
Wir wollen in ganz Rheinland-Pfalz eine Fort·bildung machen.
Ganz toll wäre, wenn das von den Kultur-Ministerien RLP und Saarland ge·fördert wird.
Wahrscheinlich wird das nur zwei Jahre lang gehen.
Gleich·zeitig wollen wir weiter Werbung für Inklusion machen und Veranstaltern helfen.
Weiter auch mit Expertinnen und Experten zusammen.

Danke für die Antworten.
Viel Erfolg!

„Ausgrenzung behindert! Trier behindert!“ Protest am 5. Mai 2025

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Am 5. Mai ist der Europäische Protest-Tag für die Rechte von Menschen mit Behinderung. 
Das Trierer Aktions-Bündnis ruft zu einer Demo auf:
Menschen mit und ohne Behinderung machen gemeinsam mit. 
Sie wollen zeigen: 
Alle sollen überall mit·machen können – ohne Probleme.

Die Demo beginnt:
Am 5. Mai, um 13 Uhr, 
am Porta-Nigra-Platz in Trier 
Danach geht der Zug durch die Stadt. 
Auf dem Haupt-Markt gibt es Reden, Mitmach-Aktionen und Gespräche. 

Ist Trier eine Stadt für alle?
Leider noch nicht. 
Es gibt viele Hindernisse: 
– Straßen mit Kopf-Stein-Pflaster 
– Gebäude ohne Aufzüge oder Rampen
– Keine einfache Sprache und Bilder
– Zu wenige barriere·freie Angebote 

Auch in den Köpfen gibt es Barrieren, also Vorurteile. 
Deshalb fordert das Bündnis:
– Mehr Barriere-Freiheit in der Stadt, in Bussen und Gebäuden 
– Arbeits-Plätze für Menschen mit Behinderung – mit fairer Bezahlung 
– Günstige, barriere·freie Wohnungen in allen Stadt-Teilen
– Bessere Bildung für alle – durch echte Inklusion in den Schulen 
– Mehr Mit·sprache in der Politik und Verwaltung 

Veranstaltungen vor der Demo:

– Am 2. Mai ab 18 Uhr: Inklusive Party „PARTYzipation“ in der TUFA 

– Mit Live-Musik und DJ-Party

– Am 4. Mai ab 16 Uhr: Inklusiver Nach·mittag in der Kirche Heiligkreuz 
Mit Musik, Gesprächen und politischen Beiträgen

– Vom 3. Mai bis 2. Juni: Ausstellung mit Bildern von Schülern und Bewohnern der Wohn-Gruppe Smile.

Eine Woche vor der Demo: 
Bunte Roll·stühle stehen in der Innen-Stadt. 
Sie zeigen: Es gibt noch viele Barrieren – wir brauchen Inklusion!
Alle sind eingeladen zum mitmachen!
Mehr Infos gibt es auf: 

www.warum-steht-hier-ein-rollstuhl.de

Im Anschluss findet ihr hier unsere Berichte.
Bis dahin bleibt ihr hier aktuell:

https://www.facebook.com/TachelesMedien
https://www.instagram.com/tachelesmedien/

„Ausgrenzung behindert! Trier behindert!“ Protest am 5. Mai 2025

Am 5. Mai ist der Europäische Protest-Tag für die Rechte von Menschen mit Behinderung. 
Das Trierer Aktionsbündnis ruft zu einer Demo auf. 
Menschen mit und ohne Behinderung machen gemeinsam mit.
Sie wollen zeigen: 
Alle sollen überall mitmachen können – ohne Probleme.

Die Demo beginnt: Am 5. Mai um 13 Uhr am Porta-Nigra-Platz in Trier.
Danach geht der Zug durch die Stadt. 
Auf dem Haupt-Markt gibt es Reden, Mitmach-Aktionen und Gespräche. 

Ist Trier eine Stadt für alle?
Leider noch nicht. 
Es gibt viele Hindernisse: 
– Straßen mit Kopfsteinpflaster 
– Gebäude ohne Aufzüge oder Rampen
– Keine einfache Sprache und Bilder
– Zu wenige barrierefreie Angebote 

Auch in den Köpfen gibt es Barrieren, also Vorurteile. 
Deshalb fordert das Bündnis:
– Mehr Barrierefreiheit in der Stadt, in Bussen und Gebäuden 
– Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung – mit fairer Bezahlung 
– Günstige, barrierefreie Wohnungen in allen Stadtteilen
– Bessere Bildung für alle – durch echte Inklusion in den Schulen 
– Mehr Mitsprache in der Politik und Verwaltung 

Veranstaltungen vor der Demo:

Am 2. Mai ab 18 Uhr: Inklusive Party „PARTYzipation“ in der TUFA 
– Mit Live-Musik und DJ-Party

Am 4. Mai ab 16 Uhr: Inklusiver Nach·mittag in der Kirche Heiligkreuz 
– Mit Musik, Gesprächen und politischen Beiträgen

Vom 3. Mai bis 2. Juni: Ausstellung mit Bildern von Schülern und Bewohnern der Wohn-Gruppe Smile.

Eine Woche vor der Demo: 
Bunte Rollstühle stehen in der Innen-Stadt. 
Sie zeigen: Es gibt noch viele Barrieren – wir brauchen Inklusion!

Alle sind eingeladen zum mitmachen!
Mehr Infos gibt es auf: 

www.warum-steht-hier-ein-rollstuhl.de