Wie wird Arbeit inklusiv? Fish-Bowl-Diskussion

Im Bildungs- und Medien-Zentrum Trier gab es eine Gesprächs-Runde über inklusives Arbeiten.
Es waren verschiedene Gäste da.
Organisiert wurde das von der Lebenshilfe Trier mit dem Projekt Selbst-Vertretung und von der VHS Trier.

Im Mittel-Punkt war der Austausch über Möglichkeiten.
Auch das Publikum konnte mit·sprechen.
Das kam gut an.

Schnell wurde klar:
Inklusion kann ein Gewinn für alle Seiten sein.
Zu wenige Menschen denken bisher aber daran.

Nicht Teil von der Runde waren die Politik und Arbeit-Geber-Verbände.
Das Ergebnis war daher offen:
Die wichtigen Leute, die Entscheidungen treffen, müssen mehr erreicht werden.
Nur so kann aus den Worten wirklich Wandel werden.

Hier seht ihr:
Eindrücke per Video,
Zitate und Fotos im Bild,
einen Text mit vielen Informationen.

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Fish-Bowl: Wie wird Arbeit inklusiv?
– Text von Gaby Jacquemoth –

Am 24. September gab es in Trier eine Veranstaltung:
Da ging es um den inklusiven Arbeits-Markt.
Sie hieß „Fish-Bowl“
(sprich: Fisch-Bohl – Englisch für Fischglas).
Das Projekt „Selbstvertretung – von uns für uns!“ vom Lebenshilfe Trier e.V.
hat das zusammen mit der Volks-Hochschule Trier veranstaltet.
Alle aus dem Publikum durften mit·reden oder etwas fragen.
Auf Facebook und Instagram findet ihr viele Eindrücke.
Hier findet ihr die wichtigsten Ergebnisse vom Abend.

Was bedeutet inklusiver Arbeits-Markt?
Das heißt: Ein Unternehmen beschäftigt Menschen mit Behinderung.
Ein Beispiel in Trier:
Tim Schirra hat 5 Lebens·mittel-Märkte.
Da arbeiten Menschen mit Beeinträchtigung in den Teams mit.
Er hat auch eine Inklusions-Abteilung.
Auch bei den Stadt-Werken Trier,
bei der Stadt-Reinigung
oder bei der Firma Natus
arbeiten Menschen mit Behinderung.

Warum gibt es (noch) nicht so viele inklusive Arbeits-Plätze?
Viele Unternehmer denken:
„Das ist viel Mühe.
Es gibt so viel Verwaltung.
Wir haben gar nicht die passenden Arbeits-Plätze.“
Das stimmt nicht so.
Die Leute denken es aber.
Das ist das Problem:
Die Arbeits-Welt ist noch nicht inklusiv.

Wie machen das die dann inklusiven Firmen?
Marko Arnoldy ist der Personal-Chef bei Tim Schirra.
Er erklärt: Inklusion kommt von oben.
Der Chef sagt:
„Die Menschen mit Behinderung sind gut für die Teams.
Wir schauen einfach, was sie können.“
Dann können sie mit·arbeiten.
Aber es muss passen.
Für das Unternehmen und für die Menschen mit Beeinträchtigung.
Das geht nicht immer.

Wir brauchen mehr inklusive Arbeits-Plätze. Was muss sich dazu ändern?
Gerd Dahm ist der Behinderten-Beauftragte von der Stadt Trier.
Er meint: Arbeits-Plätze müssen für die Menschen passend gemacht werden.
Dazu muss sich aber erst das Denken ändern.
Und es braucht Unterstützung: Die Sozial-Ämter müssen mit Geld helfen.

Wie kann das finanziert werden?
Reinhilde Willems ist die Chefin von der Agentur für Arbeit Trier.
Sie erklärte die Förder-Mittel.
Davon gibt es viele.
Das „Budget für Arbeit“ ist besonders individuell.
Damit können Firmen mit inklusiven Arbeits-Plätzen unter·stützt werden.

Was sagen die Werkstätten für Menschen mit Behinderung dazu?
Martin Herz ist der Leiter von den Lebenshilfe-Werken in Trier.
Er sagt: Eine Werkstatt ist ein sehr gutes Angebot für Menschen mit Beeinträchtigung.
Einige wollen aber einen Arbeits-Platz in einer Firma.
Die „Job Coaches“ in den Werk-Stätten beraten sie dabei.
(Job Coaches ist Englisch, sprich das so: Dschob Ko-tsches)

Was meinen die Menschen mit Behinderung selbst?
Heike Josten sagt:
Zuerst sollen die Förder-Schulen die Kinder besser vor·bereiten.
Es soll mehr Angebote für ein Praktikum geben.
Und sie sagt:
Wir wollen Gleich-Berechtigung bei Schule, Arbeit, Wohnen und Lohn.

Und was ist das Fazit?
Die Fish-Bowl war interessant.
Es gab viele Ideen.
Alle waren sich einig: Die Gesellschaft muss sich verändern.

Es gibt schon Beispiele für inklusive Arbeits-Plätze.
Das ist toll.
Aber es ist noch viel Luft nach oben.
Leider waren sonst kaum Unternehmen da zum mit·reden.
Alle in der Runde wollten wissen: Warum sind manche Firmen bei Inklusion noch nicht dabei?
Es war niemand da für die Antwort.

Daher sagen nun alle:
Die Unternehmen sollen Menschen mit Behinderung kennen-lernen.
Sie sollen schauen, wo die Menschen mitarbeiten können.
Dabei brauchen sie Unterstützung.
Die Politik muss deshalb sagen:
Wir machen es einfacher für die Unternehmen.
Es soll weniger Verwaltungs-Aufwand geben.
Und es braucht mehr Förderung.