Barriere-Check: Nord-Bad!

Wir schwimmen raus aus der Redaktion
und rein ins Nord-Bad.
Hier ist von uns
der Barriere-Check: Nord-Bad!

Wir haben ge·schaut:
Können Menschen mit Be·einträchtigung
einen schönen Tag haben?
Auch ohne Hilfe?
Ist alles barriere-frei
und inklusiv?

Wir haben die Um·kleide ge·sucht
und wir sind mit einem Lift ins Wasser ge·fahren.
Und vieles mehr.
Vielleicht: Haben wir sogar einen Hai ge·sehen?

Jetzt im Video!

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Barriere-Check: Nord-Bad!

Wir schwimmen raus aus der Redaktion und rein ins Nordbad. Hier ist unser Barriere-Check: Nord-Bad!

Wir haben das Bad auf Herz und Kiemen geprüft: Können alle Menschen da selbstständig einen schönen Tag verbringen? Auch Menschen mit Beeinträchtigung? Ist alles barrierefrei und inklusiv?

Wir haben die Umkleide gesucht und sind mit einem Lift ins Wasser gefahren. Und wir haben vieles mehr erlebt. Vielleicht haben wir sogar einen Hai gesehen?

Alles jetzt oben im Video!


Erfahrungsbericht: An Corona erkrankt 

TACHELES-Redakteurin Beate Macher hatte Corona

Sie erzählt:
Als sie krank war,
war das schwierig.
Und sie startet einen Aufruf. 

Bea ist Redakteurin bei TACHELES. 
Sie war krank. 
Sie hatte Corona.
Es war nicht einfach. 
Davon möchte sie berichten.

Bea hatte 3 Impfungen.
Trotzdem:
Sie hatte Symptome.
Das heißt:
Ihr tat alles weh. 
Ihr ging es sehr schlecht.
Das kam sehr schnell.
Bea bekam keine Luft mehr.
Sie musste ins Kranken-Haus. 

Jetzt ist sie wieder gesund.
Aber:
Sie fühlt sich nicht fit.
Obwohl:
Corona ist schon lange her bei ihr.
Bea sagt: 
Ohne Impfungen ist es 
bestimmt noch schlimmer.
Deshalb:
Sie ist froh über ihre Impfungen.

Bea sagt:
Alle sollen sich impfen lassen.
Die Geschichte von Bea
soll alle über-zeugen.
Bea sagt allen Leserinnen und Lesern:
„Bitte lasst euch impfen!
Es wird euch damit besser gehen.
Glaubt es mir!“

Erfahrungsbericht: An Corona erkrankt 

Unsere Redakteurin Beate Macher ist an Corona erkrankt. Sie teilt ihre Erfahrungen und hat eine Nachricht an alle Leser*innen. 

Bea ist Redakteurin der TACHELES-Redaktion und war an Corona erkrankt. Die Krankheitszeit war für sie nicht einfach und sie möchte ihre persönlichen Erfahrungen teilen. 

Obwohl sie drei Mal geimpft ist, litt sie an verschiedensten Symptomen. Sie hatte beispielsweise starke Gliederschmerzen und innerhalb kürzester Zeit ging es ihr gesundheitlich sehr schlecht, erzählt sie. Sie bekam keine Luft mehr und musste ins Krankenhaus. 

Mittlerweile ist Bea wieder genesen und gesund. Doch auch einige Zeit nach der Erkrankung fühlt sie sich immer noch nicht ganz fit. Die Redakteurin ist der Meinung, dass ihr Krankheitsverlauf ohne Impfungen viel schlimmer gewesen wäre. Deshalb ist sie froh, dass sie geimpft ist. 

Durch das Teilen ihrer Geschichte möchte Bea auch etwas bewirken und anderen Menschen zeigen, wie wichtig die Corona-Schutzimpfungen für einen milden Krankheitsverlauf sind. Ihre Nachricht an die Leserinnen und Leser von TACHELES: „Bitte lasst euch impfen! Es wird euch damit besser gehen. Glaubt es mir!“


Erinnern. Warum? Stolper-Stein-Spaziergang in Trier

Podcast hören:

Wir haben an einem Spazier-Gang teilgenommen.
Das Thema war: Stolper-Steine.
Das sind goldene Steine im Boden.
Sie sind in etwa so groß
wie eine Hand-Fläche.
Sie sind ganz im Boden drin,
zwischen den anderen Steinen.
Auf ihnen steht etwas über eine Person.
Da steht zum Beispiel:
der Name,
Datum von Geburt und Tod
und manchmal auch weitere Infos.
Das hat einen Grund:
Man soll sich erinnern an die Menschen.
Auf jedem Stein ist ein anderer Name.
Alle Menschen von diesen Steinen
wurden umgebracht.
Und zwar von den National-Sozialisten.
Die Steine sind an besonderen Orten.
Hier haben die Menschen
zum letzten Mal freiwillig gewohnt.

Bei dem Spazier-Gang ging es
um diese Steine.
Wir haben viel über die Steine gehört
und über einige Menschen.

Unsere Reporterin Beate Macher hat mit
Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesprochen
und mit dem Organisator.
Der heißt Lukas Keuser
und ist vom Fan-Projekt Trier.

In unserem Podcast hört ihr mehr.

Erinnern. Warum? Stolperstein-Spaziergang in Trier

Fragen an Teilnehmer*innen und das Fanprojekt Trier

Wir haben an einem Stolperstein-Spaziergang namens „Rundgang gegen das Vergessen“ teilgenommen. Es ging um Stolpersteine und die Menschen dahinter. Für TACHELES hat Beate Macher mit den Teilnehmer*innen und dem Organisator Lukas Keuser vom Fanprojekt Trier gesprochen.

Alle Infos in unserem Podcast.


Barriere-Check: Moselstadion!

Podcast hören:

Text von Beate Macher

Es ist Samstag.
Ich bin im Moselstadion.
Das ist ein Stadion in Trier.
Ich gucke hier Fußball.
Eintracht Trier spielt hier.
Das ist der Fußball-Verein aus Trier.
Ich bin nicht alleine da.
Bei mir sind Kolleg*innen
von TACHELES –das inklusive Medien-Team.
Unter Anderem Patrick Loppnow.
Er ist der rollende Reporter von TACHELES.
Patrick sitzt im Rollstuhl.
Gemeinsam wollen wir schauen,
wie barriere-frei das Moselstadion ist.

Patrick und ein Begleiter sitzen
direkt neben dem Spiel-feld.
Da ist eine Laufbahn.
Gut: Das ist nah am Feld .
Schlecht: Sie sitzen eigentlich nicht.
Für den Begleiter
gibt es keinen Sitz.
Er muss stehen.
Sehr schlecht: Der Platz hat kein Dach.
Denn: Es regnet.
Es regnet viel.
Patrick hat einen Schirm
und einen Regen-Mantel.
Er wird trotzdem nass.

Nicht gut: Der Weg vom Park-platz
zum Sitz-platz ist lang.
Das ist umständlich.
Ihr seht es in unserem Video.
Wir haben von allem ein Video gemacht.
Das seht ihr auf Facebook
und YouTube.
Da seht ihr unseren Test.

Das Stadion gehört der Stadt Trier.
Die Stadt wäre verantwortlich
fürs Umbauen.
Die Eintracht macht im Stadion
ihr Spiele.
Ich habe nicht am Spiel-feld gesessen.
Ich habe auf der Tribüne gesessen.
Das war nicht leicht.
Es gibt viele hohe Treppen.
Ich bin nicht beeinträchtigt.
Aber ich bin nicht mehr jung.
Ich hatte also Probleme.

Übrigens:
Die Probleme haben beim Parken angefangen:
Es soll drei Park-plätze
für Behinderte geben.
Keiner davon war frei.
Auf einem Platz stand ein Auto
mit Behinderten-Ausweis.
Auf dem zweiten Platz stand ein Privat-Auto
ohne Behinderten-Ausweis.
Auf dem dritten Platz stand das Auto
der Security,
also dem Sicherheits-dienst.
Das fand ich nicht gut.

Angeblich haben Menschen mit Beeinträchtigung
keine Probleme im Stadion.
Das sagt Björn Berens.
Er ist Leiter der Geschäfts-stelle
bei der Eintracht.
Er sagt: Es kommen  
auch Besucher mit Beeinträchtigung,
die nicht Rollstuhlfahrer  
oder Rollstuhlfahrerinnen sind,
regelmäßig ins Stadion.
Wir haben ihn gefragt,
ob es Ansprech-partnerinnen
oder Ansprech-partner
für beeinträchtigte Menschen
im Stadion gibt.
Björn Berens hat uns gesagt,
dass man sich an die Menschen an der Kasse
oder das Organisations-Team
wenden kann.

Eins muss sich unbedingt verbessern:
die Behinderten-Toilette.
Gut: Es gibt eine Behinderten-Toilette.
Auch gut: Der Weg dahin.
Schlecht:
Die Toilette ist zu hoch.
Das Waschbecken auch.
Sie sind nicht höhen-verstellbar.  
Wer auf die Toilette will,
brauch Hilfe.
Das sagt auch
ein anderer Rollstuhl-fahrer,
den wir getroffen haben.

Auch beim Essen
war die Höhe ein Problem.
Es gab nur Steh-Tische.
Die sind zu hoch für Rollstuhl-fahrer.
Sie müssen ihr Essen
auf die Beine legen.
Das ist nicht gut.
Beeinträchtigte Menschen können nicht
selbstständig den Tag genießen.
Außerdem ist mir aufgefallen:
Es gab nirgendwo Leichte Sprache.
Das finde ich schlecht.
Für blinde Menschen
gab es auch keine Hilfen.
Björn Berens sagt:
Es gibt keine Angebote für Blinde.
Aber: In den letzten Jahren
hat niemand nach Angeboten gefragt.
Berens sagte danach:
Blinde Menschen
oder Menschen mit Seh-Problemen
können SVE-TV nutzen.
Das ist wie im Fernsehen.
Da wird das Spiel gezeigt.
Ein Kommentator erzählt über das Spiel.

Meine Zusammenfassung:
Es war im Moselstadion in Ordnung.
Aber es gibt einige Probleme.
Und es muss es einiges
verbessert werden.
Oft denken Menschen ohne Beeinträchtigung
nicht an Menschen mit Beeinträchtigung.
Ich glaube, das ist
im Moselstadion genauso.
Menschen ohne Beeinträchtigung
kennen die Probleme nicht.
Sie finden:
Treppen und Steh-Tische sind normal.
Wir fanden besonders schlecht:
das fehlende Dach
für Rollstuhlfahrer.
Das soll schnell jemand ändern.
Es ist nicht schön,
im Nassen zu sitzen. Oder?
Das macht keinen Spaß.
Liebe Stadt Trier:
Bitte denke an
Menschen mit Beeinträchtigung.
Sie wollen selbst-ständig sein.
Sie wollen im Trockenen sitzen.

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Barriere-Check: Moselstadion!

Wie barrierefrei und selbstständig können Beeinträchtigte in Trier Fußball schauen?

Text von Beate Macher

Es ist Samstagnachmittag – Zeit für Fußball. Eintracht Trier empfängt zuhause den FSV Salmrohr. Im Moselstadion Trier regnet es in Strömen. Das triste Wetter passt leider perfekt zum Spiel des SVE. Er unterliegt mit 1:2.

Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass ich bei einem Heimspiel der Eintracht dabei war. Mein Besuch hatte einen ganz besonderen Grund. Wir von „TACHELES – das inklusive Medien-Team“ wollten das Moselstadion nämlich genauer unter die Lupe nehmen. Wir wollten wissen, wie barrierefrei das Stadion ist. Aus diesem Grund habe ich unseren rollenden Reporter Patrick Loppnow begleitet und zusammen haben wir erlebt, wie es für einen beeinträchtigten Menschen ist, bei einem Fußballspiel dabei zu sein.

Das Stadion gehört übrigens der Stadt Trier. Diese wäre also auch für Umbauten oder ähnliches verantwortlich. Die Eintracht ist der Veranstalter, der dort seine Spieltage ausrichtet und gestaltet.

Wir waren mit einer kleinen Gruppe bestehend aus TACHELES-Reporter*innen unterwegs. Patrick hat sich mit einer Begleitperson das Spektakel vom Spielfeldrand aus angeschaut, denn auf der Tartanbahn befinden sich die für Rollstuhlfahrer*innen vorgesehenen Plätze. Gegen den Bereich an sich ist nichts einzuwenden, er ist immerhin nah an dem Geschehen, aber es gibt zwei große Nachteile: Zum einen sind die Plätze nicht überdacht, was an diesem Samstag im strömenden Regen ein wirklich großes Problem war. Die beiden wurden trotz Schirm und Regen-Cape nass, kalt war es noch dazu. Und zum anderen ist der Weg bis zu den Rollstuhlplätzen unnötig lang und umständlich. Wenn ihr wissen wollt, wie es Patrick auf dem Weg vom Parkplatz bis zu seinem Sitzplatz ergangen ist, dann schaut euch unser Video auf Facebook oder YouTube dazu an. Dort bekommt ihr Eindrücke von unserem Ausflug und erfahrt, wie es die Eintracht mit der Barrierefreiheit hält.

Im Gegensatz zu Patrick saß ich nicht in dem ebenerdigen Bereich, sondern auf der Tribüne und musste schmerzlich feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, da hoch zu kommen. In dem Stadion gibt es sehr viele hohe Treppen. Zwar bin ich nicht körperlich beeinträchtigt so wie Patrick, aber trotzdem nicht gut zu Fuß – das Alter eben. Ich hatte demnach so meine Probleme. Im Übrigen haben die Probleme eigentlich schon beim Parken begonnen. Es sollten drei Behindertenparkplätze zur Verfügung stehen. Leider waren alle belegt. Einer davon durch ein Auto mit Behinderten-Parkausweis. Die anderen durch einen Privatwagen ohne Ausweis und ein Platz durch das Auto der Security. Nicht gut.

Im Allgemeinen scheinen all diese Dinge, vom Parkplatz über das fehlende Dach bis zu den hohen Treppen, Menschen mit Beeinträchtigung aber nichts auszumachen, wie wir im Gespräch mit Björn Berens, dem Geschäftsstellenleiter von Eintracht Trier, gehört haben: „Auch einige Besucher mit Handicap, die nicht Rollstuhlfahrer sind, kommen regelmäßig ins Moselstadion“, sagt Berens. Wir wollten außerdem wissen, ob es im Stadion Ansprechpartner*innen für beeinträchtigte Menschen gibt. Er erklärte uns, dass die Besucher*innen sich bei Fragen oder Problemen gerne an das Kassenpersonal oder das Organisations-Team rund um den Spieltag wenden können.

An einem Punkt in Sachen Barrierefreiheit muss sich im Moselstadion aber auch noch etwas tun: die Behindertentoilette. Es gibt zwar ein Klo für Rollstuhlfahrer*innen und der Weg dorthin ist auch akzeptabel, aber es ist trotzdem nicht ganz unproblematisch. Das Waschbecken und das Klo selbst sind zu hoch und nicht höhenverstellbar. Manch einer braucht demnach Hilfe beim Gang zur Toilette. Das bestätigte uns auch ein anderer Rollstuhlfahrer, den wir im Stadion getroffen haben.

Ein ähnliches Problem mit der Höhe gibt es auch im Hinblick auf Essen. Im Bereich der Essenstände gibt es nur Stehtische. Für Rollstuhlfahrer*innen alles andere als geeignet. Sie müssen ihr Essen dann gegebenenfalls auf ihren Beinen ablegen. Abgesehen davon sind die Stände echt weit weg und die Begleiter*innen müssten am besten für die Rollstuhlfahrer*innen das Essen holen gehen. Selbstständig können die Beeinträchtigten also nicht unbedingt den Tag genießen.

Eine weitere Sache, die im Moselstadion fehlt, ist Leichte Sprache. Das hat mich persönlich sehr enttäuscht. Leichte Sprache ist eine besondere Schreibweise, die für Menschen mit Beeinträchtigung verständlicher ist. Das heißt: kurze Sätze, lange Wörter trennen und vor allem große Schrift verwenden. An der einen oder anderen Stelle wäre das hilfreich gewesen.

Mir ist bei meinem Besuch außerdem aufgefallen, dass es keine besonderen Hilfen oder Vorkehrungen für blinde Menschen gibt. Laut Berens sei dies bis jetzt auch noch nicht nötig gewesen. Er sagte: „Wir bieten keinen direkten Service für Personen an, die blind sind. In den letzten Jahren hat es hier aber auch nie eine Anfrage gegeben.“ Berens wies allerdings darauf hin, dass blinde Menschen oder Menschen mit Sehschwäche gerne die Audio-Übertragungen von SVE-TV nutzen können. Das ist eine Online-Übertragung des Spiels, ähnlich wie Fußball im Fernsehen, mit gewöhnlichem Kommentar.

Im Großen und Ganzen hatten wir eine gute Zeit im Moselstadion, allerdings hat sich gezeigt, dass es an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf gibt. Wie so oft werden auch hier Dinge zum Problem, die für Menschen ohne Beeinträchtigung selbstverständlich sind und einfach erscheinen – lesen, Treppen steigen, an Stehtischen essen etc.

Was uns an diesem Nachmittag aufgrund des Wetters besonders negativ aufgefallen ist, ist die fehlende Überdachung bei den Plätzen der Rollstuhlfahrer*innen. Da sollte sich dringend etwas ändern. Wenn Sie bei einem Fußballspiel im Nassen säßen, hätten Sie dann noch Spaß?

Also liebe Stadt Trier, bitte sorgt dafür, dass auch die Rollstuhlfahrer*innen eigenstständig, selbstbewusst und mit Freude Fußball gucken können und vor allem im Trockenen sitzen.