Toller Tag für Kinder krebskranker Eltern auf dem Hofgut Serrig





„Meine Mama hat immer noch Krebs“. „Ja. Und die Kühe sind besonders toll!“
Wir haben eine Gruppe von Kindern besucht auf dem Hofgut Serrig.
Ein Hofgut ist ein großer Bauern-Hof.
An diesem Tag gibt es zwei Gefühle gleichzeitig.
Die Kinder denken an die Krankheit von einem Eltern-Teil.
Und die Kinder freuen sich über den schönen Tag auf dem Hofgut.
Die Kinder kommen von der Beratungs·stelle Papillon.
Das spricht man so: „Pa-pi-jo“.
Papillon ist eine Beratungs·stelle. Papillon hilft Familien.
Bei jedem Kind ist mindestens ein Eltern-Teil krank.
Die Eltern haben Krebs.
Papillon berät die Kinder und ihre Familien.
Das Thema ist: Wie geht man mit der Krankheit um?
Manchmal machen die Familien von Papillon auch gemeinsame Ausflüge.
Zum Beispiel den Ausflug zum Hofgut Serrig.
Das Hofgut Serrig schenkt dem Verein Papillon schon zum 3. Mal einen Hofgut-Tag.
Alle Kinder sind höchstens 11 Jahre alt.
Das sagt Louisa Theobald.
Sie arbeitet bei Papillon.
Louisa Theobald sagt: Der Tag auf dem Hofgut ist ein tolles Erlebnis für die Kinder.
Die Kinder kommen für einen Tag aus ihrem Alltag heraus.
Sie erleben den ganzen Tag lang tolle Aktionen.
Dieses Jahr gibt es viele Angebote:
– Mit der Feldbahn fahren. Die Feldbahn ist eine kleine Eisenbahn.
– Beeren pflücken.
– Cajón spielen. Das spricht man so: „Ka-chon“ mit ch wie in Dach. Cajón ist eine Trommel.
– Tiere füttern.
Und noch mehr.
Das hilft den Kindern.
Die Kinder lernen sich untereinander kennen.
Sie merken: Andere Kinder erleben das Gleiche.
Das gibt Halt.
Und die Kinder können die Sorgen vom Alltag für einen Moment vergessen.
Ein paar Kinder sind schon zum 2. oder 3. Mal dabei.
Das Programm auf dem Hofgut Serrig ist jedes Jahr anders.
Dieses Jahr mochten die Kinder die Kühe besonders gern.
Ein Kind sagt: Die Schweine waren auch toll. Aber die Kühe waren ein bisschen besser. Die Schweine haben nämlich gestunken.
Ein anderes Kind sagt: Es gab auch kleine Kälber.
Die Kinder fanden auch das Obst-Pflücken und das Gemüse-Pflücken toll.
Sie fanden die Feldbahn cool.
Und sie fanden die Brötchen und die Croissants zum Frühstück richtig lecker.
Der Tag mit den Kindern ist auch für die Helfer und Helferinnen immer wieder etwas Besonderes.
Die Helfer und Helferinnen kommen vom Hofgut und von der Feldbahn.
Sie freuen sich über die glücklichen Gesichter von den Kindern.
Sie beantworten Fragen.
Und sie sind gerne dabei.
Harald Pokorny ist von dem Verein Feldbahn-Freunde Serrig.
Harald Pokorny sagt: Das ist wirklich schön.
Der Verein kümmert sich um die Feldbahn.
Die Feldbahn hat Gleise. Die Gleise sind ungefähr 1 Kilometer lang.
Die Bahn ist schon sehr alt. Sie ist ungefähr 120 Jahre alt.
Zum Mittagessen gibt es selbst gemachte Schnitzel mit Pommes.
Danach gibt es sogar noch ein Eis.
Jetzt hören wir keine Erzählungen mehr von zuhause.
Die Kinder freuen sich nur noch auf das weitere Programm von dem Tag.
Toller Tag für Kinder krebskranker Eltern auf dem Hofgut Serrig
„Meine Mama hat immer noch Krebs“. „Ja. Und die Kühe sind besonders toll!“
Direkt in den ersten Minuten, als wir die Kindergruppe besuchen, zeigt sich die Ambivalenz des Tages: die Erfahrungen mit der Krankheit von Eltern auf der einen Seite, die Freude über den schönen Tag auf der anderen Seite. Und zugleich beschreibt es den Hofgut treffend:
Zu Gast auf dem Hofgut Serrig sind einige Kinder der Beratungsstelle Papillon. Mindestens eines ihrer Elternteile hat Krebs und von Papillon bekommen die Kids und ihre Familie gemeinsame Beratung zum Umgang mit der Krankheit. Manchmal können sie auch gemeinsam Aktivitäten wahrnehmen. So auch auf dem Hofgut, das dem Verein nun im dritten Jahr in Folge einen Hofgut-Tag geschenkt hat.
Für die Kinder, alle nicht älter als elf Jahre, ist das ein tolles Erlebnis, sagt Louisa Theobald, hautpamtliche Mitarbeiterin bei Papillon. Denn sie kommen aus ihrem Alltag mal heraus und können den ganzen Tag lang tolle Aktionen wahrnehmen. Angeboten werden in diesem Jahr Fahrten mit der Feldbahn, Beerenpflücken, Cajón (Trommel) spielen, Tiere füttern und einiges mehr. Das helfe den Kindern nicht nur, sich untereinander kennenzulernen und so den Halt von Gleichgesinnten zu bekommen, sondern auch einfach mögliche Sorgen des Alltagslebens zu vergessen.
Ein paar der Kinder sind bereits zum zweiten oder sogar schon zum dritten Mal dabei. Das Programm auf dem Hofgut Serrig wechselt jedes Jahr. Die Kühe waren dieses Jahr besonders beliebt: „Die Schweine waren zwar auch toll, aber die Kühe waren ein bisschen besser, weil die Schweine so gestunken haben.“ „Es gab auch Kälbchen.“ Auch das Obst- und Gemüsepflücken fanden die Kids „toll“, die Feldbahn „cool“ und die Brötchen und Croissants zum Frühstück „richtig lecker“.
Für die Helfenden seitens Hofgut und Feldbahn ist der Tag mit den Kindern immer wieder etwas Besonderes: Sie freuen sich über die glücklichen Gesichter, beantworten Fragen und sind gerne ein Teil davon. Das ist wirklich schön – sagt Harald Pokorny vom Verein Feldbahnfreunde Serrig, der die 1,2 Kilometer Gleise der ursprünglich schon 120 Jahre alten Bahn betreut.
Als es dann zum Mittagessen selbstgemachte Schnitzel mit Pommes und danach sogar noch ein Eis gibt, hören wir keine Erzählungen von zuhause mehr. Nur noch Vorfreude auf das weitere Programm des Tages.